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Gelb hui, grün pfui? Worauf du bei Kartoffeln achten solltest

Von Pellkartoffeln bis Pommes: Die tolle Knolle aus der Erde ist unglaublich vielseitig. Aber kann man gekeimte oder grüne Kartoffeln noch essen?

Das Wichtigste zum Thema Kartoffeln

  • Kartoffeln sind reich an Nährstoffen, haben gleichzeitig nur wenige Kalorien und fast gar kein Fett. Bei 70 Kilokalorien pro 100 Gramm kannst du auch beim Abnehmen gut satt werden.

  • So gesund und lecker Kartoffeln in gegartem Zustand auch sind, so giftig sind sie ungekocht. Aufgrund der Stärke sind sie roh für den Menschen unverdaulich. Erst beim Kochen verändert sich die Stärke und wird bekömmlich.

  • Die tollen Knollen finden nicht nur in der Küche Verwendung. Kartoffelwickel haben sich als Hausmittel gegen Halsschmerzen bewährt.

Wie lagert man Kartoffeln am besten?

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    Oft sind die Kartoffeln im Supermarkt in Plastik eingeschweißt. Zuhause lagerst du sie besser in einem Leinensack oder -beutel. Alternativ geht auch eine Holzkiste oder ein Weidenkorb. Wichtig ist, dass sie nicht luftdicht aufbewahrt werden.

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    Die Knollen mögen es gerne kühl, deshalb sollte die optimale Lagerungstemperatur zwischen 4 und 10 Grad liegen. Dafür eignet sich der Keller am besten.

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    Die Kartoffelknolle wächst unterirdisch. Deshalb sollte sie dunkel gelagert werden. Durch Licht beginnt die Kartoffel zu keimen und die Produktion von Chlorophyll wird angeregt, was die Kartoffel grün verfärbt. Decke die Kartoffeln am besten ab.

  • 💧

    Um einen Sack Kartoffeln eine Weile zu lagern, sollte die Umgebung trocken sein. Sonst droht Schimmelgefahr.

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    Kartoffeln brauchen Abstand zu Äpfeln, Birnen, Pflaumen, Pfirsichen und Bananen. Werden sie zu nah beieinander aufbewahrt, verderben sie schneller. Ursache ist das Gas Ethylen, das die Früchte absondern.

Kann man Kartoffeln noch essen, wenn sie grün sind?

Wenn du eine größere Menge Kartoffeln eingekauft hast, kann es bei längerer Lagerung passieren, dass die Knollen grün werden. Die Farbe kommt durch Chlorophyll zustande, das eigentlich kein Gesundheitsrisiko darstellt.

Bedenklicher ist hingegen der Giftstoff Solanin, der durch Licht und Wärme entsteht und die Knolle ungenießbar macht. Verzehrst du Solanin in größeren Mengen, kannst du unter Übelkeit, Magenkrämpfen und Durchfall leiden.

Wegwerfen musst du die grünen Kartoffeln dennoch nicht. Du kannst die grünen Stellen oder die Keime großzügig abschneiden und den Kartoffelrest kochen. Allerdings schmeckt die Kartoffel eventuell etwas bitter.

Ein Fall für den Kompost ist eine Kartoffel erst, wenn sie auch ohne Schale noch überall grüne und braune Stellen aufweist und sich weich und labberig anfühlt.

Sind rohe Kartoffeln wirklich giftig? Und welche Lebensmittel kannst du auch ungekocht genießen?

Veröffentlicht: 18.11.2019 / Autor: Galileo