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Das gefährlichste Straßenfest der Welt

Einmal im Jahr wirken die Straßen der mexikanischen Stadt San Juan de la Vega wie ein Kriegsgebiet. Hinter diesem gefährlichsten Straßenfest steckt ein alter Brauch.

WHAT THE FAKT

  • Die Kleinstadt San Juan de la Vega liegt etwa 250 Kilometer nordwestlich von Mexiko-Stadt. Einmal im Jahr an Karneval wird der Stadtpatron gefeiert.

  • Der Robin Hood Mexikos: Juan Aquino de la Vega lebte im 17. Jahrhundert. Er nahm Banditen Gold ab, das diese zuvor Minenarbeitern gestohlen hatten, und schenkte es den Armen.

  • Vermummte Gestalten, massive Vorschlaghämmer, Explosionen: Das Fest ist nicht nur laut, sondern auch gefährlich, es gibt immer wieder Verletzte.

  • Kurios geht es an Karneval auch anderswo zu: Im italienischen Ivrea bewerfen sich zwei Teams mit Orangen. In Ashbourne in Großbritannien wird zwei Tage Fußball gespielt - mit unbegrenzter Spielerzahl und auf einem kilometerlangen Feld. Auf Teneriffa wird eine Sardine aus Pappe zu Grabe getragen und dann verbrannt.

  • Karneval gibt es seit über 2000 Jahren, bereits die Germanen haben mit Masken, Verkleidungen und vor allem viel Lärm gefeiert. Damit sollten böse Geister vertrieben werden. Später hat das Christentum den Brauch übernommen und die "närrische Zeit" vor den Beginn der Fastenzeit (40 Tage vor Ostern) gelegt.

Veröffentlicht: 26.06.2019 / Autor: Christian Aichner