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Muss an dein Skateboard: Dieses eckige Rad rollt besser

Ein Mann hat das geschafft, was alle für unmöglich hielten. Er erfand das Rad neu - und es ist eckig! Ist das eckige Rad bald auch an deinem Skateboard?

WHAT THE FAKT

  • Das eckige Rad ist in Wirklichkeit gar nicht eckig. Es besteht aus mehreren Ringen, die sinusförmig nebeneinander angeordnet sind. Dadurch sieht es zwar anders aus, in der Rollbewegung gleicht es aber einem runden Rad.

  • Die Wellenform bringt entscheidende Vorteile: Durch die geringere Auflage- und Reibungsfläche beschleunigt es schneller und rollt länger.

  • Steine und Schmutz auf dem Boden sind deutlich weniger störend. Kein Wunder, dass Longboard-Fahrer das "eckige" Rad längst für sich entdeckt haben.

  • Auch das US-Militär hat ein eckiges Rad entwickelt. Das Reconfigurable Wheel-Track (RWT) kann seine Form von rund zu dreieckig (!) ändern. Damit sollen Fahrzeuge besser auf weicherem Boden wie Sand oder Geröll fahren können.

  • Etwa 3500 vor Christus wurde das Rad an verschiedenen Orten nahezu zeitgleich erfunden. Lange galt die sumerische Kultur in Mesopotamien (heutiger Irak) als Ursprung. Aber es gibt auch Funde und Darstellungen in Mittel- und Osteuropa aus der gleichen Zeit.

  • Auf dem amerikanischen Kontinent wurde das Rad erst weit später erfunden - etwa 600 nach Christus. Der Grund: Es fehlten die Zugtiere. Also brauchte es auch keine Wägen mit Rädern. Das größte domestizierte Tier war der Hund.

Veröffentlicht: 26.06.2019 / Autor: Christian Aichner