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Moorfrösche

Schon mal blaue Frösche gesehen? Das sind Deutschlands "schillerndste" Amphibien

Manche verfärben sich, manche können Taschen falten: Hier erfährst du, was Amphibien draufhaben - und woran man die Arten erkennt. Im Clip: Pfeilgift-Frösche und ihr tödliche Waffe. 
Schon mal blaue Frösche gesehen? Das sind Deutschlands "schillerndste" Amphibien
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Das Wichtigste zum Thema Amphibien in Deutschland

  • In Deutschland tummeln sich 21 Amphibien-Arten. Dazu zählen Kröten, Frösche, Unken, Molche und Salamander.

  • Die Wirbeltiere trinken nicht, sondern nehmen Wasser über die Haut auf. Daher sind sie stark an Feucht-Biotope gebunden.

  • Zur Fortpflanzung und zum Ablegen der Eier müssen die Tiere ihre Laichgewässer aufsuchen. Laichzeit ist im Frühjahr, dann kommt es zu Wanderungen (siehe unten) - mit tödlichen Gefahren für die Tiere.

  • Die Bestände der bei uns heimischen Amphibien schrumpfen seit Jahrzehnten. Hauptsächlich deswegen, weil ihre Lebensräume weitgehend zerstört oder verkleinert wurden. Das Verschwinden von Kleingewässern geht vor allem auf Überbauung und Vermüllung zurück.

  • Auf der "Roten Liste": Insgesamt werden zehn Amphibien-Arten als "bestandsgefährdet" eingestuft. Fünf davon gelten als "stark gefährdet", darunter die Wechselkröte und die Rotbauchunke.

Amphibien-Arten: Das sind Deutschlands "schillerndste" Vertreter

Wechselkröte
Nicht ohne Grund gekrönt: Die Wechselkröte wurde zum Lurch des Jahres 2022 gewählt....
Moorfrosch
Moorfrösche sind im Frühjahr gerne mal blau. Während der Laichzeit entwickeln die...
Rotbauchunke
Der Unken-Reflex ist eine passive Abwehr- oder Schreck-Reaktion. Und der lässt sich...
Teichmolch
Grünland, Moore oder Waldränder sind die Reviere der Teichmolche. Aber sie besiedeln...
Feuersalamander
Man würde ihn sofort erkennen: Der schwarz glänzende Feuersalamander, der bis zu 20...
Wechselkröte
Moorfrosch
Rotbauchunke
Teichmolch
Feuersalamander

Ups, Amphibien führen ein "Doppelleben"

Der Name sagt es schon: Die wissenschaftliche Bezeichnung "Amphibia" leitet sich vom altgriechischen Adjektiv "amphibios" ab, das so viel wie "doppellebig" bedeutet. Das "Doppelleben" beschreibt die beiden Lebensphasen von Amphibien.

Fast alle Amphibien machen eine Metamorphose durch. Eine Umwandlung, bei der sich Gestalt, Physiologie und Lebensweise verändern. Davor befinden sich die Tiere im Jugend-, danach im Adult-Stadium. 

Der Frosch als Beispiel: Aus dem befruchteten Laich, den im Wasser abgelegten Eiern, entwickeln sich zunächst Kaulquappen. Über die Wochen wächst die Kaulquappe, Organe und Körperteile werden aus- oder umgebildet, ein Skelett formt sich – und die Kaulquappe verwandelt sich in mehreren Schritten zu einem Frosch. Aus der kiemen-atmenden Larve ist also ein ausgewachsenes, geschlechtsreifes Tier geworden.

Mit dem Abschluss der Metamorphose geht's dann auch in neue Gefilde - vom Wasser ans Land. Erwachsene Lurche verfügen über vier Beine und eine Lunge. Damit sind sie für das Leben außerhalb des Wassers gewappnet. Den Winter verbringen die Tiere meist in frost-freien Verstecken. Im Frühjahr dann wandern sie zu ihren Laichgewässern. 


Wassertauglich: Kaulquappen haben zunächst an jeder Kopfseite drei Kiemen-Büschel, zudem einen Ruderschwanz mit Flossen-Saum.
© Imago Images / Manfred Ruckszio

Amphibien-Wanderung: Warum dabei tödliche Gefahren für Frösche, Kröten und Co. lauern

Gefährlich unterwegs! Im Frühjahr findet die Wanderung der Amphibien statt - und die ist für die Tiere lebensbedrohlich. Um zu ihren Laichgewässern zu kommen, müssen die Lurche oft mehrere Kilometer zurücklegen und sich dem Straßenverkehr aussetzen.

Laut dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sterben pro Jahr bis zu 70 Prozent der Tiere bei dem Versuch, Deutschlands Straßen zu überqueren. Entweder werden sie überfahren oder durch den Luftdruck getötet, den schnell fahrende Autos erzeugen.

Naturschützer:innen, ehrenamtliche Helfer:innen und andere Freiwillige kämpfen Jahr für Jahr gegen den Amphibien-Tod. Stellen Fangzäune auf, tragen Kröten über die Straße und legen Ersatz-Laichgewässer an. Allein in Bayern werden dadurch jährlich bis zu 700.000 Amphibien gerettet.

So kannst du wandernde Amphibien retten

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Tiere
Veröffentlicht: 27.11.2022 / Autor: Heike Predikant