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Hier siehst du Rot: Warum Cranberries wahre Wunder-Beeren sind

Cranberries sind beerenstark. Was Instant-Suppen, Holzbeine, der Hüpftest, Kranichköpfe und überflutete Felder damit zu tun haben, erfährst du hier.

Und plötzlich ist alles rot - ein Meer aus Cranberries

Das Wichtigste zum Thema Cranberries

  • Die Cranberry heißt auf Deutsch Moosbeere oder Kranbeere. Wir kennen sie als getrockneten und gesunden Snack – besonders beliebt im Herbst und Winter, wenn es wenig frische Beeren gibt.

  • Die meisten Cranberries kommen aus Amerika oder Kanada zu uns. Dort ist jedes Jahr im Herbst Erntezeit. In Deutschland gibt es aber auch schon Cranberry-Felder – die größten in der Lüneburger Heide.

  • Beeren, so weit das Auge reicht: Die Ernte ist ein blutrotes Spektakel und eine wichtige Tradition in den USA und Kanada. Pünktlich zum Thanksgiving-Braten steht Cranberry-Sauce auf dem Tisch.

Erstaunliche Fakten über die Cranberry

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    Der Name "Cranberry" leitet sich von Kranich (Englisch: Crane) ab, weil ihre Blüte an den Kopf des Vogels erinnert.

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    Gute Cranberries hüpfen! Entdeckt hat‘s ein holzbeiniger Farmer aus New Jersey. Er schubste die Früchte vom Dachboden die Treppe hinunter, weil er sie nicht tragen konnte. Da merkte er: Frische, feste Beeren hüpfen, matschige bleiben liegen.

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    Auf diesem Hüpftest beruht der Cranberry-Separator. Er trennt die guten von den schlechten Cranberries.

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    Cranberry Sauce ist in aller Munde. Der ursprüngliche Name der Band "The Cranberries" war "The Cranberry saw us". Schnell gesprochen klingt er wie "Cranberry Sauce".

  • 🥣

    Die amerikanischen Ureinwohner sind womöglich die Erfinder der Instant-Suppe: Aus getrockneten Cranberries, Fett, Gewürzen und Dörrfleisch machten sie Pemmikan – eine haltbare Paste, die sie im Winter oder auf Reisen mit Wasser aufkochten. Diese frühe "Instant Suppe" versorgte sie mit Vitaminen und Eisen.

Siehst du den Kranich?

Fröhlichen "Iss-eine-Cranberry-Tag"!

Ja, richtig gelesen! Am 23. November wird die Beere gefeiert. An diesem Tag sollte jeder mindestens 1 Cranberry essen. Der Ehrentag soll auf ihre gesunde Wirkung aufmerksam machen. Zum Beispiel enthalten Cranberries …

Antioxidantien: Sie schützen dich vor freien Radikalen, die deine Zellen angreifen.

Vitamin C: Es unterstützt dein Immunsystem, macht deine Haut jünger und hilft bei der Eisenaufnahme.

Ballaststoffe: Sie sind gut für deine Verdauung und machen dich länger satt. Gut gegen Heißhunger!

© Getty Images

Wahrheit oder Mythos?

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    Cranberries helfen gegen Blasenentzündung: Die Beeren galten lange als Naturmedizin gegen Blasenbeschwerden. Ob sie wirklich helfen? Eher nicht, sagt die Wissenschaft.

  • 📖

    Cranberry ist das englische Wort für Preiselbeere: Nein! Die Cranberry ist zwar mit der Preiselbeere verwandt, ist aber eine eigene Beerenart. Verwechslungsgefahr besteht trotzdem: Die Beeren sind optisch und geschmacklich ähnlich und deutsche Supermärkte verkaufen die Cranberry oft als "Kulturpreiselbeere". Tipp: Die Preiselbeere ist etwa so groß wie eine Erbse, die Cranberry wie eine Kirsche.

  • 🌊

    Cranberries wachsen unter Wasser: Falsch. Dieser Irrtum entstand, weil die Felder zur Ernte in den USA traditionell geflutet werden. Tatsächlich aber wachsen die Früchte an Sträuchern.

Cranberry-Sauce zum Selbermachen

© Getty Images

 

Ein Thanksgiving Truthahn oder Weihnachtsbraten ohne Cranberry Sauce? In Amerika und Kanada undenkbar! So machst du deine eigene Cranberry Sauce. Schmeckt übrigens auch gut zum Schnitzel!

Du brauchst:

350 Gramm Cranberries (am besten gefroren oder frisch)

150 Gramm Zucker

1 Orange

75 Mililiter Cranberry-Saft

100 Mililiter Wasser

So geht's:

Orange auspressen und die Schale abreiben. Die Cranberries mit dem Wasser, dem frischen O-Saft und dem Cranberrysaft verrühren, dann den Zucker und die Orangenschalen dazugeben. Alles solange köcheln, bis die Beeren platzen. In Einweggläser füllen - fertig.

Veröffentlicht: 22.11.2019 / Autor: Carina Neumann-Mahlkau