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Es gibt sie wirklich: Kleine Helden, die die Umwelt retten

Afroz Shah ist ein Umwelt-Held. Nicht so bekannt wie Greta Thunberg, aber er hat den verdreckten Versova-Strand in Mumbai gesäubert. Und es gibt noch mehr Heroes wie ihn.

Das Wichtigste zum Thema Umwelthelden

  • 2015 konnte Afroz vor lauter Müll den Strand nicht mehr sehen und begann zusammen mit einem Nachbarn jeden Sonntag den Sand von Plastik zu befreien.

  • Dank Social Media kamen mit der Zeit immer mehr Helfer dazu. Darunter auch Politiker und Bollywood-Stars.

  • Bis Oktober 2019 hat er insgesamt 209 Wochenenden mit seiner Aufräumaktion verbracht. 220.000 Freiwillige halfen ihm dabei.

  • 7.000 Tonnen Müll später ist der Strand 2018 endlich sauber. Jetzt weitet er seine Aktion auf das Umland aus.

Wie die vermutlich größte Strandsäuberungsaktion begann

Von großen und kleinen Umwelthelden: Wie ein Ehepaar den Regenwald zurückholte

Sebastião Ribeiro Salgado kam traumatisiert von seiner Arbeit als Krisengebiets-Fotograf auf die ehemalige Farm seiner Eltern in Brasilien zurück. Dort erwartete ihn kein Regenwald mehr, sondern eine karge Steppe. Ein Anblick, der ihn zutiefst erschütterte.

Seine Frau Léila beschloss etwas für ihn und die Umwelt zu tun und den Regenwald aufzuforsten. Gemeinsam mit ihrem Mann gründete sie die Organisation Institutio Terra. Von zahlreichen Freiwilligen unterstützt, bepflanzten sie in den vergangenen 20 Jahren circa 6 Quadratkilometer Land - etwa 850 Fußballfelder.

Damit wurde nicht nur der Regenwald wieder aufgeforstet, sondern auch dafür gesorgt, dass sich eine Vielzahl an Tierarten wieder in diesem Gebiet angesiedelt haben. Inzwischen ist aus der ehemaligen Farm ein Nationalpark geworden.

Das Projekt in Zahlen

  • 2.700.000 Bäume wurden gepflanzt
  • 293 verschiedene Baum- und Pflanzenarten wachsen auf dem Gebiet
  • 8 ausgetrockneten Quellen wurden regeneriert
  • 33 Säugetier-Arten leben wieder dort
  • 172 Vogel-Arten haben sich wieder angesiedelt
  • 15 Arten von Amphibien und Reptilien sind zurückgekehrt

Der höchste Müllberg der Welt 

Der Mount Everest ist eine riesige Müllhalde. Vor allem in den vergangenen 3 Jahren hat die Abfallmenge drastisch zugenommen: Sauerstoff-Flaschen, Fäkalien-Beutel, zurückgelassene Zelte, Schnapsflaschen und Dosen stapeln sich in Camp 4 - auf 8.000 Metern Höhe.

Der Grund: Bergsteiger erklimmen die Spitze des Mount Everests, sind dann aber zu erschöpft, um ihren Unrat wieder nach unten mitzunehmen.

Ein Problem, das 2019 zwar nicht behoben, aber angegangen wurde: Seit Ende Mai wurden als Teil der "Mount Everest Cleanup Campaign" an die 11 Tonnen Müll vom Berg geholt.

Solche Bergungsarbeiten sind eine langwierige und anstrengende Aufgabe, denn Camp 4 befindet sich in der so genannten "Todeszone". Die Aufenthaltszeit ist auf dieser Höhe auf höchstens 48 Stunden begrenzt, länger würde es der Mensch aufgrund des Sauerstoffmangels nicht aushalten.

Insgesamt 200.000 Dollar hat die Aufräum-Aktion letztes Jahr gekostet und ist noch lange nicht beendet.

Im Vergleich: Durch den Tourismus rund um den Mount Everest hat die Regierung um die 300 Millionen eingenommen.

Es muss nicht immer Plastik sein

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Veröffentlicht: 11.08.2020 / Autor: Daphne Strain

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