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Frage des Tages: Wie wirkt sich die Corona-Stille in Städten auf die Vögel aus?

Sind die Menschen still, zwitschern die Vögel lauter denn je - das zeigen Untersuchungen aus Barcelona.
Im Mai hat dieser Vogel im Central Park in New York viel Ruhe. Wegen der Corona-Pandemie sind weniger Menschen unterwegs.

Darum geht's genau

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    Auf deutschen Straßen ging der Verkehr wegen Corona zwischen 30 und 70 Prozent zurück.

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    Weltweit ist es wegen der Ausgangs-Beschränkungen auch in Städten ruhiger geworden.

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    Wie wirkt sich das auf die Vogelwelt aus? Das untersuchte jüngst eine katalanische Studie.

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    Wir zwitschern dir das positive Ergebnis: Fällt die Rushhour in Barcelona am Morgen weg, hören sich die Vögel wieder gegenseitig singen - und nutzen das voll aus!

Hallo, hörst du mich? Warum Vögel in der Stadt ihren Gesang in die Nacht verlegen

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    Natürlicherweise singen Vögel vor allem morgens. Einige Arten starten damit früher, andere steigen erst später ein.

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    Frühe Vögel beginnen schon mehr als 1 Stunde vor dem Sonnenaufgang mit ihrem Gesang.

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    Da in Städten morgens viele Menschen zur Arbeit fahren und der Verkehr so laut ist, zwitschern einige Vogelarten wie das Rotkehlchen nun nachts. Sonst werden sie nicht gehört.

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    Für Vögel ist der Gesang eine wichtige Kommunikations-Form. Vor allem die Männchen trällern. So grenzen sie ihr Revier ab und werben um Weibchen.

Dank der Corona-Stille: In Barcelona singen die Vögel morgens wieder

Heimvorteil für die Forschung! Alle sind zu Hause, kein lauter Verkehr - das müssen wir für eine Studie nutzen, dachten sich wohl die Forscher des katalanischen Instituts für Ornithologie in Barcelona.

Sie untersuchten mithilfe zahlreicher Freiwilliger, wie sich die Ausgangsbeschränkungen auf das Verhalten der Vögel in der Stadt auswirken. Laut der Uni Barcelona gibt es in der Stadt circa 160.000 Vögel. 83 verschiedene Vogelarten leben dort.

3 Mönchssittiche sitzen auf einer Mauer.


Anpassungsfähig: 3 Mönchs-Sittiche sitzen auf der Mauer.
© Getty Images

 

Ohne lauten Verkehr ist es deutlich einfacher, die Gesänge der einzelnen Arten richtig zuzuordnen.

Und, hat sich etwas verändert? Die Vögel haben sich offenbar blitzschnell angepasst. Sie singen wieder mehr morgens - so wie in ihrem natürlichen Rhythmus. Und sie trällern lauter.

Das solltest du dir merken

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    Die Vögel finden ohne lauten Verkehr wieder in ihren gesunden, natürlichen Rhythmus. Lärm stört ihre Kommunikation.

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Veröffentlicht: 31.05.2020 / Autor: Alena Brandt