Globale Erwärmung: Diese Länder sind am meisten vom Klimawandel bedroht

In den letzten 100 Jahren ist die durchschnittliche Temperatur um rund 1 Grad gestiegen. Erscheint wenig, hat aber für die Welt und ihre Bevölkerung verheerende Folgen. Wir zeigen dir, welche Regionen am stärkten betroffen sind.
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Das Wichtigste zum Thema Globale Erwärmung

  • Durch die Klimaveränderung werden manche Gebiete nicht mehr bewohnbar sein.

  • Steigt die Temperatur weiterhin kommt es zu Wasserknappheit und folglich auch zur Knappheit von Lebensmitteln.

  • Vor allem ärmere Länder sind vom Klimawandel betroffen. Sie sind oft politisch instabil, haben weniger internationale Unterstützung und finanzielle Mittel zur Verfügung.

  • Hauptverantwortlich für den Temperaturanstieg sind die Industriestaaten. Sie stoßen die größte Menge CO2 aus. Dies geschieht insbesondere durch das Verbrennen von Erdöl, Gas und Kohle.

Die Folgen der globalen Erwärmung

Der Klimawandel wird in Zukunft unser aller Leben verändern. Etliche Menschen werden aufgrund der Folgen aus ihren Heimatländern fliehen. Laut Greenpeace soll es bis zum Jahr 2040 200 Millionen Klima-Flüchtlinge geben. Der Grund für ihre Flucht: Umweltveränderungen und Naturkatastrophen.

Das Schmelzen der Gletscher und Polkappen

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    Durch die globale Erwärmung schmelzen Gletscher und Polkappen.

  • Dadurch steigt der Meeresspiegel

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    Viele Inseln, wie zum Beispiel Kiribati, werden dadurch immer kleiner. Sie könnten in Zukunft sogar komplett verschwinden.

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    Auch einige Küstenregionen Belgiens könnten bald nicht mehr auf der Landkarte zu sehen sein.

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    Ohne die Deiche wären schon heute mehrere Orten in den Niederlanden überschwemmt.

Was passiert eigentlich, wenn der Meeresspiegel steigt?

Eine Folge der Erderwärmung: Der Meeresspiegel steigt stetig. Aber wo kommt das ganze Wasser eigentlich her? Und wie gefährlich ist das für uns? Wir haben die Antworten.

Extreme Wetterverhältnisse

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    Es werden immer häufiger extreme Wetterverhältnisse, wie beispielsweise Starkregen, Stürme, Hitzewellen und längere sowie intensivere Trockenzeiten als Folge der globalen Erwärmung registriert.

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    Infolge der langanhaltenden Dürre wird das Süßwasser immer knapper. Hochwasser und Überschwemmungen verschmutzen und versalzen zusätzlich das bestehende Wasser.

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    Aufgrund der extremen Trockenheit in vielen Regionen kommt es zu Waldbränden. Die verheerendsten Waldbrände der letzten Jahre waren in Australien. Von August 2019 bis März 2020 wurden mehr als 12 Millionen Hektar Land zerstört.

  • Durch die Brände wird das in den Bäumen gespeicherte CO2 freigesetzt. Dadurch wird die Erde zusätzlich erwärmt.

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    Eine weitere Folge der globalen Erwärmung: der Permafrost schmilzt, beispielsweise in Russland, Kanada, China, den USA und der Mongolei. Im Permafrost lagern organische, kohlenstoffhaltige Überreste. Schmilzt das Eises werden sie von Mikroorganismen zersetzt. Die Folge: Noch mehr Kohlenstoffdioxid und Methan werden freigesetzt.

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    Es entsteht ein Teufelskreislauf.

In Jakutien ist schon eine Menge Permafrost geschmolzen

Nirgendwo steigen die Temperaturen so stark, wie in der russischen Arktis. Riesige Krater wie der in Jakutsk sind die Folge. Reporter Niko Karasek hat herausgefunden, wieso immer mehr dieser Krater entstehen und wie die Einheimischen damit umgehen.

Wetterextreme als Folge der globalen Erwärmung: Diese Länder sind besonders davon betroffen

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    Der Klima-Risiko-Index (KRI) von Germanwatch zeigt, wie stark Länder von Wetterextremen betroffen sind. Untersucht werden die Zahl der Todesopfer und die direkten wirtschaftlichen Verluste.

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    Im Jahr 2019 waren die 5 am stärksten von Extremwetter-Ereignissen betroffenen Länder Mosambik, Simbabwe, die Bahamas, Japan und Malawi.

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    Zwischen 2000 bis 2019 führten diese Länder die Liste an: Puerto Rico, Myanmar, Haiti, die Philippinen und Mosambik.

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    Für die größten Schaden waren Stürme und ihre direkten Auswirkungen (Niederschläge, Überschwemmungen und Erdrutsche) verantwortlich.

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    Deutschland steht an 18. Stelle. Durch Extremwetter-Ereignisse zwischen 2000 und 2019 starben hierzulande mehr als 10.700 Menschen. Die häufigste Todesursache waren Hitzewellen. Die wirtschaftlichen Schäden lagen bei rund 3,53 Milliarden Euro pro Jahr.

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    Ein großes Problem: Aufgrund der Corona-Pandemie ging 2020 international in Sachen Klimapolitik kaum etwas voran.

Ranking des Welt-Klima-Index: Diese Länder waren von 2000 bis 2019 am stärksten betroffen

Hier siehst du welche Länder welchen Platz im KRI-Ranking eingenommen haben. Je dunkler die Farbe, desto stärker sind die Länder vom Klimawandel und seinen Folgen betroffen.

Wie gut können Länder auf den Klimawandel reagieren?

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    Der ND-GAIN Country Index zeigt an, wie verschiedene Regionen der Erde mit den Auswirkungen des Klimawandels umgehen können.

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    Grundlage der Untersuchungen sind die Fragen: Wie leicht können sich Gebiete in Sachen Infrastruktur, Lebensmittelversorgung und technische Möglichkeiten anpassen? Wie aktiv ist die Politik und wie gut sind Behörden vorbereitet? Wie häufig treten Umweltkatastrophen auf?

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    Die vorderen 5 Plätze belegen Norwegen, Neuseeland, Finnland, Dänemark und Schweden.

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    Tschad, die Zentralafrikanische Republik, Somalia, Eritrea und die Demokratische Republik Kongo können laut Ranking am schlechtesten mit den Auswirkungen des Klimawandels umgehen.

Wie stark ist Deutschland von der globalen Erwärmung betroffen?

  • Deutschland ist laut dem Ranking (ND-GAIN Country Index) unter den Top-10 der Länder, die gut auf den Klimawandel vorbereitet sind.
  • Generell sind Europa, Nordamerika, Kanada und Russland gut gerüstet.
  • Das liegt zum einen an der geographischen Lage und den moderaten Temperaturen.
  • Zum anderen ist die Versorgung mit Nahrungsmitteln und Medikamenten gesichert. Deutschland ist technologisch hoch entwickelt. Auch das bringt das Land in eine gute Position, um dem Klimawandel stand zuhalten.

Corona - Ein Segen für die Umwelt?

Die Umwelt scheint momentan der große Gewinner der Corona-Krise zu sein, denn wir stoßen gerade so wenig CO2 aus, wie lange nicht mehr. Könnte man somit auch den Klimawandel aufhalten? "Galileo" klärt, welche Auswirkungen Corona wirklich für das Klima hat.

Veröffentlicht: 19.02.2021 / Autor: Sarra Chaouch-Simsek