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Noch nicht genug von der Hitze? Dann ab zum heißesten Ort der Welt

Die äthiopische Salzwüste ist einer der heißesten Orte der Welt. Bevor du dahinschmilzt, erfährst du bei uns, wie du dich gegen Hitze wappnest.

Das Wichtigste zum Thema Hitze

  • Der heißeste bewohnte Ort der Welt liegt im Nordosten von Äthiopien: Dallol in der Danakil-Salzwüste.

  • Das Thermometer klettert hier auf Höchsttemperaturen um die 50 Grad. Dauerhaft hat es auch schon 43 Grad gehabt, Tag und Nacht.

  • Entstanden ist die Salzwüste durch Überflutungen vor Tausenden von Jahren. Das Rote Meer überschwemmte das Landesinnere. Mit der Zeit verdunstete und versickerte das Meerwasser, es blieb nur das Salz auf dem Boden übrig.

  • In der Salzwüste lebt das Volk der Afar. Die Nomaden arbeiten auch dort: Sie klopfen Salzplatten, um sie als Kochsalz zu verkaufen.

  • Manchmal ist es auch in Kalifornien sehr heiß: Die höchste Temperatur aller Zeiten wurde im Death Valley gemessen - mit 56,7 Grad.

Hot Spots: Die lassen keinen kalt!

Puh! So reagiert dein Körper auf Hitze

Wird dir im Auto zu heiß, schaltest du die Klimaanlage an. Dabei läuft schon eine: dein Körper. Wenn du schwitzt, bildet sich ein Wasserfilm auf der Haut. Durch den Kontakt mit der Luft entsteht Verdunstungskälte, die dem Körper Wärme entzieht. Zudem weiten sich die Blutgefäße und der Blutdruck sinkt.

Durch hohe Temperaturen, Überanstrengung oder Flüssigkeitsmangel allerdings kann das körpereigene Kühlsystem überfordert sein. Dann treten Kopfschmerzen, Übelkeit oder Schwindel auf, im schlimmsten Fall kommt es zu einem lebensgefährlichen Hitzschlag (siehe Grafik).

Erste Hilfe: Betroffene müssen ins Kühle und viel trinken. Bei Bewusstlosigkeit und auch, wenn sich die Symptome verschlechtern, sollte man einen Notarzt rufen.

An den Folgen der Hitze sterben vor allem ältere Menschen. Auch Säuglinge gehören zur Risikogruppe. Etwa 7.000 Tode während des Jahrhundertsommers 2003 hingen laut Umweltbundesamt mit den damaligen Rekordtemperaturen zusammen.

Tod bei der Sauna-WM: Wenn ein Körper verkocht

Ein Sauna-Aufguss ist nicht lebensgefährlich. Als der Russe Wladimir Ladyschenski jedoch 2010 an der Sauna-WM in Finnland teilnahm und etwa 6 Minuten bei über 110 Grad sitzen blieb, endete das tödlich. Seine Haut löste sich in Fetzen ab. Mit aufgedunsenem Gesicht und geschwollenen Lippen trugen ihn die Schiedsrichter ins Freie.

Sein Körper war verkocht. Denn steigt die Körpertemperatur auf mehr als 42,3 Grad, beginnen die Proteine in deinem Körper zu gerinnen wie bei einem hartgekochten Ei. Ab 44 Grad ist deine Überlebenschance gleich Null.

Was hilft gegen Hitze?

  • 💧

    Trinken! Empfohlen werden 2 bis 3 Liter pro Tag. Sportelst oder arbeitest du in der Sonne, sind auch mehr als 4 Liter nicht zu viel. Am besten trinkst du Wasser ohne Kohlensäure.

  • 🍉

    Leichtes Essen: Melonen, Gurken, Tomaten sind perfekt, weil sie einen hohen Wasser- und Mineralienanteil haben. Verzichten solltest du auf Kaffee, Alkohol, Deftiges.

  • 🤠

    Ein Sonnenhut schützt dich vor einem Sonnenstich - vor allem, wenn du kurze Haare oder gar eine Glatze hast.

  • 😴

    In der (heißen) Mittagszeit zwischen 12 und 15 Uhr machen es die Südländer richtig: Siesta statt schuften. Mach's nach!

  • 🚿

    Dusche öfter mal lauwarm. Und trockne dich nicht ab.

  • 💨

    Lüfte deine Wohnung morgens. Die Luft ist dann noch nicht so aufgeheizt von der Sonne.

  • 🖨️

    Schalte elektrische Geräte nach Möglichkeit aus. Die geben zusätzlich Wärme ab.

  • 🛏

    Schlafen in einer heißen Nacht ist manchmal beschwerlich. Das kannst du tun: Ein nasses Bettlaken oder ein nasses Handtuch ins offene Fenster spannen.

Ach, wie schön, es regnet.

Es mag absurd klingen, aber in einigen Jahrzehnten bedeutet "Schönes Wetter heute!" womöglich, dass es mal wieder regnet. Sollte es auf der Erde bis 2100 um 3 Grad wärmer werden, könnten Dürre-Perioden bei uns 2 bis 3 Monate dauern. Am Mittelmeer könnte es Landstriche geben, wo es sogar 10 Jahre lang kaum Niederschlag gibt. Das berechnete das Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung.

Mehr als ein Drittel der Erdoberfläche sind schon heute Trockengebiete, 70 Prozent davon werden gerade zu Wüsten. Oder anders ausgedrückt: Jedes Jahr verliert die Erde - aufgrund der Desertifikation - rund 12 Millionen Hektar fruchtbaren Boden. Das entspricht etwa der gesamten Ackerfläche Deutschlands.

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Veröffentlicht: 11.08.2020 / Autor: Johannes Korsche

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