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Heringe pupsen, Flusskrebse pinkeln sich an - so crazy kommunizieren Tiere

Tiere verständigen sich auf sehr unterschiedliche und für uns oft skurrile Art und Weise: Sie ändern ihre Farbe, pupsen oder senden elektrische Signale. Im Clip erfährst du, wie das genau funktioniert.

Teaserbild: Heringe pupsen, Flusskrebse pinkeln sich an - so crazy kommunizieren Tiere

Das Wichtigste zum Thema Kommunikation im Tierreich

  • Tiere sprechen nicht im klassischen Sinne wie wir Menschen. Sie haben ihre eigenen Formen der Kommunikation. Dazu gehören zum Beispiel visuelle, akustische oder chemische Signale.

  • Eine besondere Bedeutung bekommt die Kommunikation beziehungsweise Körpersprache, wenn es um eine Bedrohung geht oder um die Paarungswilligkeit - dann sind Tiere oft besonders erfinderisch.

  • Insgesamt ist die Frage "Wie sprechen Tiere miteinander?" aber noch nicht so gut erforscht und gibt Wissenschaftlern weiterhin Rätsel auf.

Warum sprechen Tiere nicht wie Menschen?

  • 🗣

    Eines der Hauptunterscheidungsmerkmale zwischen Tier und Mensch ist die Fähigkeit zu sprechen.

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    Zwar können Tiere wie Affen, Hunde oder Papageien einzelne Wörter lernen, verbinden diese aber mit einem bestimmten Gegenstand. Sie können keine zusammenhängenden Sätze im Sinne von Sprache bilden.

  • 🦧

    Menschenaffen können offenbar nicht sprechen, da ihnen im Gehirn der Fasciculus Arcuatus fehlt, eine Verbindung zwischen dem Bereich für Grammatik und dem für die Bedeutung von Wörtern. Bei Schimpansen gibt es die wohl ansatzweise - das konnte bisher aber nur bei Affen in Zoos untersuchen werden.

Hallo, pupst da jemand? So kurios kommunizieren andere Tiere

So clever warnen sich Schwarzspring-Affen

Wie ausgeklügelt das Kommunikations-System von Affen sein kann, zeigt das Beispiel der Schwarzspring-Affen, die in Brasilien leben. Ihre Feinde: Schlangen, Raubvögel und andere Primaten.

Forscher haben herausgefunden, dass sie hauptsächlich zwei verschiedene Alarm-Laute verwenden, je nachdem, was sie mitteilen wollen. So genannte A-Rufe nutzen sie, um ihre Artgenossen vor Raubvögeln zu warnen, so genannte B-Rufe für Angreifer am Boden.

Doch es ist noch komplexer: Ein Raubvogel am Boden lockte den Affen beispielsweise ein Mix aus A- und B-Rufen hervor. Auch in der Länge und Häufigkeit der Rufe gab es Unterschiede. So sind genaue Informationen über die Art des Raubtieres und dessen Aufenthaltsort erkennbar. Das ist ungewöhnlich, denn laut der Wissenschaftler wird sonst eher nur eine Kategorie von Informationen vermittelt und nicht wie bei den Schwazrspring-Affen kombiniert.

Kommunizieren per Infraschall

Was haben Elefanten, Blauwale und Giraffen gemeinsam? Sie alle kommunizieren über Infraschall.

Menschen können diese Frequenzen ohne Hilfsmittel nicht wahrnehmen. Die Frequenzen müssten für unsere Ohren mindestens bei 16 Hz liegen, die Infraschall-Laute sind aber darunter. Dafür sind sie für Artgenossen oft kilometerweit zu hören.

Giraffen sind nicht etwa stumm, wie man vermuten könnte. Sie kommunizieren über Infraschall. Meist dann, wenn sie beispielsweise aufgrund einer Gefahr nervös sind. Vorteil: In der Savanne ist es praktisch, dass der Infraschall über mehrere Kilometer reicht.

Pfüati! Sprechen Tiere eigentlich Dialekt?

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    Wissenschaftler haben herausgefunden, dass es tatsächlich Dialekte bei Tieren gibt. Zum Beispiel bei Affen, Vögeln, Elefanten oder Delfinen.

  • 🌎

    Was heißt Dialekt? Dass in verschiedenen Welt-Gegenden mit anderen Melodien oder Lautvariationen kommuniziert wird.

  • 🐦

    Das wohl bekannteste Beispiel für Dialekte sind Singvögel. Sie klingen sogar innerhalb Deutschlands oft unterschiedlich.

  • 🐒

    Forscher der Universität Zürich untersuchten die Rufe von Weissbüschelaffen vor und nach einem Umzug in eine neue Kolonie. Sie konnten belegen, dass sie ihre Kommunikation dem neuen Dialekt innerhalb kurzer Zeit angepasst hatten.

Veröffentlicht: 25.10.2020 / Autor: Bianca Leppert