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Hurrikans: Das musst du über die Mega-Stürme wissen

Die Tropenstürme treffen regelmäßig auf Nord- und Mittelamerika. Aber auch vor Europa können Hurrikans entstehen, wie Rekordsturm "Pablo" im Oktober 2019 bewies. Eine Ausnahme - oder bald die Regel hierzulande?

Das Wichtigste zum Thema Hurrikans

  • Hurrikans entstehen über warmen Ozeanen bei einer Wassertemperatur von über 26,5 Grad. Sie ziehen ihre Energie aus feucht-warmer Luft. Taifun, Zyklon und Willy Willy fallen in die gleiche Kategorie, heißen je nach Region nur anders.

  • Im Atlantik bilden sich von Juni bis Ende November vermehrt tropische Wirbelstürme. Gefahr besteht dann vor allem an den Küsten Nord- und Mittelamerikas. Beachte das bei deiner Urlaubsplanung!

  • 21 Namen in alphabetischer Reihenfolge legt die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) im vorab fest. Weiblich benannte Stürme sind tödlicher als männliche. US-Forscher vermuten, dass Menschen sie eher unterschätzen.

  • Hurrikans werden nicht häufiger, aber heftiger - sagen Experten. Bereits jetzt kommt es um das Auge des Sturms herum zu Geschwindigkeiten zwischen 118 km/h und 300 km/h.

Wie gefährlich sind Hurrikans vor Europa für uns? Interview mit Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst

  • Rekordsturm Pablo entstand nur 700 km entfernt von der portugiesischen Küste. Nie zuvor bildete sich ein Hurrikan so nah an Europa. Wie kam es dazu?

  • 💬

    Hurrikans bilden sich normalerweise über warmen Ozeanen mit Wassertemperaturen über 25 Grad. Der Atlantik war im Entstehungsgebiet zwar kühler, Pablo zog seine Energie wahrscheinlich eher aus günstigen Strömungsverhältnissen in der Höhe.

  • Kann uns der Wirbelsturm in Deutschland noch gefährlich werden?

  • 💬

    Nein, wir kriegen davon nichts ab. Die Windgeschwindigkeiten von 130 km/h um das Auge des Hurrikans hielten nur kurzzeitig an. Pablo ist jetzt nur noch ein normales Tief ohne tropische Eigenschaften. Nördlich von Spanien und Portugal ist es in Europa sehr unwahrscheinlich, dass ein Hurrikan auf Land trifft. Die Wassertemperaturen sind zu niedrig. Der Sturm schwächt sich dann ab auf seinem Weg.

  • Diese Saison gab es viele Rekord-Hurrikans: Dorian verwüstete die Karibik, Lorenzo wütete über den Azoren. Hat das was mit dem Klimawandel zu tun?

  • 💬

    Durch den Klimawandel erwärmen sich auch die Ozeane. Warmes Wasser führt Hurrikans Energie zu und kann dazu führen, dass die Stürme stärker werden und sich näher an Europas Küsten verlagern können.

Mutig oder verrückt? Piloten der US Air Force fliegen ins Auge des Sturms

Hurrikans "rasen" auf Küsten zu - stimmt das?

Da bist du sogar mit dem Fahrrad schneller! Die Wirbelstürme bewegen sich nur mit 15 bis 30 km/h fort. Gefährliche Entwicklung: Meteorologen beobachten, dass Hurrikans langsamer voranziehen und manchmal sogar verharren. Dadurch fällt örtlich mehr Regen und es drohen stärkere Überschwemmungen.

 

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Veröffentlicht: 29.10.2019 / Autor: Alena Brandt