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Kakteen und Sukkulenten: Kuriose Fakten - und die besten Pflege-Tipps

Der Kaktus gilt als anspruchslose Zimmerpflanze - und ausgefallenes Lebensmittel. Was der dornige Mitbewohner sonst noch so drauf hat - und wie du ihn am besten pflegst.

Das Wichtigste zum Thema Kakteen

  • Insgesamt gibt es 1.480 Kaktus-Arten. 31 Prozent davon sind laut Forschern der Universität Exeter (Großbritannien) vom Aussterben bedroht.

  • Übrigens: Die Mehrzahl von Kaktus heißt laut Duden Kakteen. Nicht Kaktusse. Das ist umgangssprachlich.

  • Kakteen gehören zur Pflanzenart der Sukkulenten. Ihre typische Eigenschaft: Sie können viel Wasser speichern. Manche Exemplare schaffen es sogar, mehrere Monate ohne auszukommen – eine gute Voraussetzung für ihr Überleben in der Wüste.

  • In Mexiko werden Blätter des Feigenkaktus als kulinarische Spezialität verzehrt. Und die Vereinten Nationen sehen den Feigenkaktus als wichtige Nahrungsquelle in Zeiten des Klimawandels.

  • Der sogenannte Zaunkaktus (Pachycereus marginatus) wurde von den Kakteengesellschaften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Kaktus des Jahres 2020 gewählt. Er trägt diesen Namen, weil er in Mexiko tatsächlich als Zaunreihe gepflanzt wird.

Ein Kaktus als Zaun? So sieht der Kaktus des Jahres 2020 aus

In dichten Reihen gepflanzt, fungiert dieser Kaktus als eine Art lebender Zaun.

Wie gut kennst du dich mit Kakteen und Sukkulenten aus?

Kurioses rund um den Kaktus

  • Im US-Bundesstaat Arizona gilt das Abschneiden eines Kaktus wie zum Beispiel dem bekannten Saguaro als Straftat, die theoretisch mit einer Haftstrafe von bis zu 25 Jahren geahndet werden kann.

  • Um roten Farbstoff für das Einfärben von Stoffen zu gewinnen, wird auf dem Feigenkaktus die Cochenille-Schildlaus gezüchtet.

  • Es gibt Kakteen, die nur einige Stunden ihre Blüten zur Schau tragen, andere mehrere Tage und wieder andere wie die "Königin der Nacht" eben nur in der Nacht.

  • Manche bezeichnen die Dornen eines Kaktus irrtümlich als Stacheln. Dabei ist das ein Unterschied. Dornen zählen wie Blätter zur Pflanze dazu, Stacheln sitzen meist nur obendrauf. Der Kaktus nutzt die Dornen, um Fressfeinde abzuwehren.

So pflegst du deinen Kaktus zu Hause

  • ☀️

    Der Kaktus ist zwar eine Wüstenpflanze, aber zu viel Sonne kann manchen Arten auch schaden. Er kann sogar einen Sonnenbrand bekommen. Wichtig ist viel Licht, aber wohl dosiert.

  • 💧

    Staunässe ist der Erzfeind des Kaktus. Anstatt jeden Tag zu gießen, lieber einmal in kalkarmem Wasser (z.B. Regenwasser) durchnässen und erst wieder gießen, wenn das Substrat vollständig trocken ist. Achte darauf, dass sich kein überflüssiges Wasser im Pflanzgefäß sammelt.

  • 🌸

    Der Kaktus freut sich über Dünger - besonders wenn du auf Blüten hoffst. Nimm am besten speziellen Kakteendünger.

Veröffentlicht: 16.07.2020 / Autor: Bianca Leppert

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