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Junikäfer im Flug

Junikäfer und Maikäfer fliegen wieder: So unterscheiden sie sich

Junikäfer und Maikäfer begeben sich 2021 wieder auf Partnersuche. Vorher haben sie jahrelang als Engerling im Boden verweilt. Wie du die Käfer unterscheidest und warum sie erhebliche Schäden anrichten, erfährst du hier. Im Clip: Wieso Zikaden in den USA ein Problem sind.
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Junikäfer und Maikäfer: Das Wichtigste zum Thema

  • Junikäfer und Maikäfer schwärmen zyklisch in Massen aus: 2021 ist in vielen Regionen Deutschlands wieder Ausflugs-Jahr.

  • Die Larven des Junikäfers verweilen 2 bis 3 Jahre im Boden, die des Maikäfers je nach Art sogar 2 bis 4 Jahre. Nun krabbeln sie hervor. Sowohl die Larven des Junikäfers, als auch des Maikäfers nennt man Engerlinge.

  • Wie der Name schon verrät: Junikäfer fliegen im Juni aus, Maikäfer im Mai. Allerdings war der Mai 2021 so kalt, dass sich die Maikäfer verspäten.

  • Die Käfer begeben sich für ein paar Wochen auf Rundflug zur Partnersuche und fressen in dieser Zeit vor allem Blätter.

  • Die Käfer bilden brummende Schwärme - und vielleicht fliegen die Chaos-Piloten auch dich an. Ohne böse Absicht! Sie verwechseln dich mit einem Baum.

  • Schütze deine Rasenflächen: Die Junikäferlarven und Maikäferlarven können Grünland in einen Acker verwandeln. Entdeckst du Larven im Boden, haben wir auf dieser Seite ein paar nützliche Tipps für dich.

Maikäfer: Vom Engerling zum Feld- und Waldmaikäfer

Kurioses Wissen: 30 Maikäfer gehören in die Suppe

  • 😲

    Im 19. Jahrhundert gab es viele Maikäfer-Plagen in Deutschland. Kinder bekamen sogar Prämien für eingesammelte Käfer. Und: Es etablierte sich die Maikäfer-Suppe als Gericht. 30 Käfer pro Person rechneten die Köchinnen und Köche.

Unterschied: Maikäfer - Junikäfer

  • Größe: Der Junikäfer gilt als kleiner Bruder des Maikäfers. Er ist mit 1,4 bis 1,8 cm Körperlänge nur halb so groß wie sein Verwandter.
  • Behaarung: Der Junikäfer ist behaarter als der Maikäfer und etwas heller - vor allem die Flügel.
  • Farbe: Der Körper des Junikäfers ist eher einfarbig braun. Beim Maikäfer sind Kopf und Halsschild schwarz. Die Flügel sind rötlich-braun.
  • Fühler: Beim Maikäfer-Männchen fallen die fächerartigen Fühler auf. Beim Junikäfer sind die Fühler weniger markant.

Junikäfer: Von der Larve zum Käfer

Engerlinge im Rasen sind ein Problem

Maikäfer und Junikäfer legen ihre Eier bevorzugt in trockene Böden. Die gefräßigen Larven verputzen die Wurzeln - und die Pflanze stirbt ab. Beim Rasen macht sich das durch braune Stellen bemerkbar. Der Boden verwandelt sich in einen Acker. Der Rasen lässt sich teils einfach abziehen.

Nach den Dürren der vergangenen Jahre leidet das Grünland besonders unter Engerlingen. Landwirte können große Teile ihrer Ernte verlieren. Und Gartenbesitzer beklagen den Verlust ihrer Rasenflächen.

So sieht eine von Engerlingen geschädigte Wiese aus

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Engerlinge bekämpfen: So geht's

Besonders gut helfen Nematoden gegen Engerlinge. Das sind Fadenwürmer. Sie vernichten die Käferlarven, indem sie deren Blut mit Bakterien infizieren. Die Bakterien sind für Menschen ungefährlich, für Engerlinge tödlich. Du gießt einfach die betroffenen Stellen in deinem Garten mit einem Tonerde-Nematoden-Gemisch.

Die besten Zeitpunkte dafür sind Frühjahr und Herbst. Wässere den Boden anschließend regelmäßig. Feuchter Boden erleichtert den Fadenwürmern ihren Job.

Engerlinge im Boden


Schau genau hin: Hat dein Rasen braune Stellen, können sich Engerlinge unter der Erdoberfläche verbergen.
© Getty Images

Käfer als Feuermelder

Der schwarze Kiefernprachtkäfer hat Sensoren, die die Infrarot-Strahlung eines Waldbrandes erkennen. Potenzielle Brutplätze nimmt er noch aus 80 Kilometern Entfernung wahr.

Kaum Gehirn, Käferlarven nutzen es trotzdem

Das Gehirn ist noch in der "Bau-Phase" - und trotzdem nutzen Käferlarven Teile davon. Sie orientieren sich mit dem Zentralkomplex, obwohl dieser  noch gar nicht fertig entwickelt ist. Diese Erkenntnis aus einer Studie von Biolog:innen aus Göttingen ist neu.

Bisher war bekannt, dass Gehirne sich schneller oder langsamer entwickeln können. Aber bei den Käfern zeigt sich auch eine andere Entwicklungs-Reihenfolge. Fliegen verfügen über ihren Zentralkomplex erst im Erwachsenen-Stadium.

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FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Junikäfer

  • ⁉️

    Warum heißen Junikäfer Junikäfer?

    Junikäfer heißen Junikäfer, da die erwachsenen Käfer zur Paarung alle paar Jahre im Juni ausfliegen. Vorher haben sie 2 bis 3 Jahre als Larve beziehungsweise als Engerling im Boden gelebt. Dort überwintern sie auch.

  • ⁉️

    Ab wann fliegen Junikäfer?

    Junikäfer fliegen im Juni bis August zur Partnersuche aus. Spätestens ab Ende Juli nimmt ihre Anzahl ab. Die Käfer leben 3 bis 4 Wochen. Die Männchen sterben direkt nach der Befruchtung, die Weibchen nach der Eiablage. Die Flugzeit der Maikäfer beginnt schon im Mai.

  • ⁉️

    Wie sehen Junikäfer aus?

    Junikäfer werden 1,4 bis 1,8 Zentimeter groß. Ihr Körper ist hellbraun und behaart.

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    Warum fliegen Junikäfer abends?

    Junikäfer begeben sich zum Schutz vor Vögeln erst am Abend, wenn es dämmert, auf Partnersuche.

  • ⁉️

    Was machen Junikäfer am Tag?

    Tagsüber verstecken sich die Junikäfer im Gebüsch.

  • ⁉️

    Wie kann man Junikäfer loswerden?

    Junikäferlarven kann man mit Nematoden im Gießwasser bekämpfen. Durch die Fadenwürmer sterben die Larven.

  • ⁉️

    Was fressen Junikäfer?

    Junikäfer fressen vor allem Blätter, aber auch Blüten und andere Pflanzen.

  • ⁉️

    Was fressen die Junikäferlarven?

    Die Larven des Junikäfers fressen in erster Linie Wurzeln.

  • ⁉️

    Welches Tier frisst Junikäfer?

    Vögel und Fledermäuse fressen gerne Junikäfer. Die Engerlinge stehen auf dem Speiseplan von Wildschweinen.

Veröffentlicht: 20.06.2021 / Autor: Alena Brandt