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Betrunkene Bienen? Auch Tiere sind gern high!

Auch Tiere sind gerne mal stoned. Und einige werden regelrechte Junkies. In Australien lassen sich regelmäßig betrunkene Bienen beobachten.

Das Wichtigste zum Thema Betrunkene Bienen

  • Generell mögen Tiere - wie Menschen - Substanzen, die ihre Wahrnehmung positiv beeinflussen. Manche bekommen tatsächlich auch ein Suchtproblem.

  • Vor dem australischen Parlament sorgen immer wieder torkelnde und tote Bienen für Aufsehen.

  • Der beauftragte Imker Cormac Farrell klärt über Twitter auf: Jetzt, da es in Australien wärmer wird, fermentiert der Nektar in manchen Pflanzen. Organische Stoffe werden unter anderem in Alkohol umgewandelt.

  • Einlass nur mit 0 Promille. Die Bienen haben ihre eigene Verkehrspolizei. Wächter lassen nur nüchterne Bienen in den Stock.

  • Es gibt sogar Ausnüchterungszellen. Die befinden sich praktischerweise auf dem Boden. Manche Bienen haben aber definitiv zu viel intus und sterben an der Überdosis Alk.

Twitter-Stars: Angetrunkene Bienen auf einem Haufen

Andere Tiere, andere Vorlieben

Das sagt Prof. Rainer Spanagel, Professor für Pharmakologie und Toxikologie in Mannheim:

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    Alle Drogen, die wir als Mensch nutzen, werden im Labor von Tieren freiwillig und in großen Mengen konsumiert. Auch in der freien Wildbahn, falls zugänglich.

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    Grundsätzlich ist es für Tiere sehr schwer, sich ins Koma zu trinken. Ihr Stoffwechsel ist schneller als der menschliche.

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    Nahezu alle Lebewesen haben ein Belohnungssystem. Teilweise sind Drogen mächtiger, als belohnende Aspekte im Leben. Tiere können deswegen u. a. die Futteraufnahme vernachlässigen.

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    Von 100 Personen, die freiwillig Drogen zu sich nehmen, werden 15 eine Sucht entwickeln. Das ist bei Tieren genauso.

Wenn ein Vogel Strauß zu tief ins Glas schaut

Veröffentlicht: 18.10.2019 / Autor: Daphne Strain