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Murmeltier: Zwei Alpenmurmeltiere

Murmeltier: Alle Fakten zum pelzigen Nager

Murmeltiere sind Multi-Talente: Sie können pfeifen, lange Tunnel konstruieren und ganze Winter ohne Nahrung überstehen. In den USA haben sie als „Wetter-Orakel“ sogar ihren eigenen Murmeltiertag. Wir stellen dir die pelzigen Nager genauer vor! Im Clip: Die 5 Safari-Tiere der Alpen.
Murmeltier: Alle Fakten zum pelzigen Nager
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Das Wichtigste zum Thema Murmeltiere

  • Murmeltiere gehören der Familie der Hörnchen an - auch wenn es ihnen nicht anzusehen ist. Ihr wissenschaftlicher Name lautet Marmota.

  • Murmeltiere sind die drittgrößten Nager in Europa. Noch größer sind nur Biber und Stachelschweine.

  • Sie leben vor allem über Europa, Asien und dem nordamerikanischen Kontinent verteilt. Am häufigsten sind sie im Hochgebirge oder in kalten Steppen zu beobachten.

  • Auch wenn du die scheuen Murmeltiere selten zu Gesicht bekommst, sind sie aktuell nicht mehr als gefährdet eingestuft. Zwar wurden sie bis ins letzte Jahrhundert stark gejagt, aber ihre Bestände haben sich mittlerweile wieder erholt. Alle Fakten zu Murmeltieren erfährst du hier!

Steckbrief zum Murmeltier: Alle wichtigen Fakten

Murmeltiere Gruppe
Es gibt aktuell 15 bekannte Murmeltier-Arten.
Murmeltier macht Männchen
Murmeltiere werden je nach Art bis zu 60 Zentimeter groß. Dazu kommt noch ihr rund...
Drei Murmeltiere im Gebirge
Murmeltiere wiegen zwischen drei und sieben Kilo. Ihr Fell ist in den meisten Arten...
Murmeltier mit Nachwuchs
Murmeltiere sind tagaktiv, Winterschläfer und Herdentiere. In freier Wildbahn können...
Steinadler
Natürliche Fressfeinde von Murmeltieren sind vor allem der Steinadler. Aber auch...
Murmeltier sonnt sich im Frühling auf Berg
Murmeltiere können nur schlecht schwitzen. Deshalb mögen sie keine Hitze. Schon ab...
Murmeltiere Gruppe
Murmeltier macht Männchen
Drei Murmeltiere im Gebirge
Murmeltier mit Nachwuchs
Steinadler
Murmeltier sonnt sich im Frühling auf Berg
  • Name: Murmeltier
  • Lateinischer Name: Marmota
  • Klasse: Säugetiere
  • Familie: Hörnchen
  • Größe: 30 bis 60 Zentimeter
  • Gewicht: 3.000 bis 7.000 Gramm
  • Alter: zehn bis 17 Jahre
  • Aussehen: grau-braunes Fell
  • Ernährungstyp: vorwiegend Pflanzenfresser (herbivor)
  • Nahrung: Gras, Wurzeln, Kräuter, Insekten
  • Verbreitung: Asien, Europa, Nordamerika
  • Schlaf-Wach-Rhythmus: tagaktiv
  • Lebensraum: Steppe, Hochland
  • Natürliche Feinde: Raubvögel
  • Tragzeit: fünf Wochen

Murmeltiere: Aussehen und Verhalten

Im Vergleich zu anderen Nagetieren sind Murmeltiere mit ihren 30 bis 60 Zentimetern untypisch groß. Wird ihr Schwanz mitgemessen, kommen nochmal zehn bis 25 Zentimeter dazu. Zudem können Murmeltiere zwischen drei und sieben Kilogramm schwer werden.

Auch wenn sich die Fellfarben in den verschiedenen Murmeltier-Arten unterscheiden, sind die Nager meistens bräunlich oder gräulich gefärbt. Besonders auffällig sind ihre riesigen gelben Front-Nagezähne.

Murmeltier sonnt sich vor dem Bau


Gedrungener Körper, grau-braunes Fell und gelbe Frontzähne - mit anderen "Hörnchen" haben Murmeltiere nicht viel gemeinsam.
© picture alliance / Bildagentur-online/Schickert | Bildagentur-online/Schickert

Mit seinem gedrungenen, etwas plumpen Körper und den kleinen Ohren ist das Murmeltier kaum mit anderen Hörnchen-Arten in Einklang zu bringen. Seine kurzen Beine sind auch nicht darauf ausgelegt, zu klettern. Stattdessen besitzen die Nager lange Krallen, mit denen sie ihre unterirdischen Bauten graben.

 

Klare Familienstrukturen

Die meisten Murmeltiere sind Herdentiere und leben in Verbünden von bis zu 20 Tieren. Die Gruppen bestehen aus einem Murmeltierpaar und dessen Nachwuchs. Alle paar Jahre wirft ein Murmeltier-Weibchen bis zu sechs Junge. Diese verlassen ihre Familie erst nach rund drei Jahren, um eigene Rudel zu gründen.

Murmeltiere in Familie


Murmeltiere sind sehr sozial und leben in großen Gruppen zusammen.
© picture alliance/Zoonar|Michael Breuer

Wenn Murmeltiere geboren werden, sind sie nur 30 Gramm schwer sowie blind, taub, nackt und zahnlos. Erst nach rund 24 Tagen öffnen sich ihre Augen. 40 Tage nach ihrer Geburt suchen sie sich draußen Nahrung und müssen nicht mehr gesäugt werden.

Die Tiere einer Gruppe spielen miteinander und pflegen sich gegenseitig das Fell. Dennoch herrschen innerhalb der Familie strenge geschlechterspezifische Hierarchien. Heißt: Selbst zwischen den Familienmitgliedern gibt es sowohl unter den Männchen als auch unter den Weibchen eigene Rangordnungen. Innerhalb einer Gruppe darf sich nur das "Alpha-Weibchen" fortpflanzen. Für männliche Tiere existiert diese Regel nicht - hier dürfen rangniedere Tiere ebenfalls Nachkommen erzeugen.

Nach außen sind Murmeltiere sehr territorial und verteidigen ihre rund fünf Hektar großen Reviere gegenüber Eindringlingen. Auch hier gibt es eine Trennung der Geschlechter: Revierfremde Männchen werden vom ranghöchsten Männchen, Weibchen vom ranghöchsten Weibchen vertrieben.

Murmeltiere kämpfen um Rangordnung


Bei familienfremden Eindringlingen verstehen Murmeltiere keinen Spaß!
© picture alliance / blickwinkel/McPHOTO/W. Rolfes | McPHOTO/W. Rolfes

 

Was fressen Murmeltiere?

Im Sommer sind Murmeltiere tagsüber meistens draußen unterwegs. Sie sind hauptsächlich damit beschäftigt, für den Winter vorzusorgen, indem sie sich eine Fettschicht anfressen. Ihre Hauptnahrung sind vor allem Gräser, Wurzeln, Kräuter, Triebe und Blüten.

Alpenmurmeltiere fressen besonders gerne Alpenklee, Mutterwurz, Wegerich-Arten oder Labkräuter.

Lebensraum der Murmeltiere: So leben die Nager

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    Murmeltiere leben vor allem an Südhängen im Gebirge, da dort der Schnee im Frühling schneller taut. So können sie früher mit der Futtersuche beginnen. Weil sie sich hauptsächlich von Gräsern ernähren und in unterirdischen Bauten leben, sind sie in Lebensräumen mit starker Vegetation oder alpinem Rasen und lockeren Böden zu Hause.

  • In unseren Breiten kannst du das Alpenmurmeltier beobachten. Es lebt beispielsweise in Regionen der Allgäuer Alpen, im Karwendelgebirge oder in den Zillertaler Alpen. Am wohlsten fühlt es sich zwischen rund 900 und 3.000 Metern Höhe.

  • Murmeltiere bauen sehr ausgedehnte, unterirdische Gangsysteme. Ihre Bauten haben unterschiedliche Funktionen. Der wichtigste ist der Winterbau. Er liegt bis zu sieben Meter unter der Erdoberfläche, damit die Tiere vor Kälte geschützt sind und den harten Winter sicher überstehen können. Ein Sommerbau liegt viel weiter oben und dient als Rückzugsort und Schattenspender. Zudem bauen sich Murmeltiere Fluchtröhren und sogar eigene Toiletten.

  • 🛤

    Die Gänge können sehr lang werden – der bislang gemessene Rekord war ein Tunnel von 113 Metern Länge.

Murmeltiere und Winterschlaf: Clevere Energiesparer

Der Winterschlaf von Murmeltieren kann zwischen sechs und neun Monaten dauern und geht zumeist von Oktober bis März/April.

Während des Winterschlafs begeben sich die Körper der Tiere in den Ruhemodus. Ihre Körpertemperatur sinkt auf rund fünf Grad Celsius. Sie atmen nur noch zweimal pro Minute und ihre Herzfrequenz sinkt von 200 auf 20 Schläge pro Minute.

Damit schaffen es Murmeltiere mit nur 1.200 Gramm Körperfett-Reserven zu überwintern. Etwa einmal im Monat wachen sie kurz auf, um "auf Toilette" zu gehen.

Wann der Winterschlaf vorbei ist, bestimmt die Außentemperatur.

Murmeltier in tauendem Schnee


Genug gepennt: Sobald es draußen warm genug ist und sie wieder Nahrung finden, ist der Winterschlaf für Murmeltiere beendet.
© Getty Images

 

Wie bereiten sich Murmeltiere auf den Winterschlaf vor?

Weil Murmeltiere meist in Gegenden leben, wo es im Winterviel schneit und sie daher kein Futter finden, ist es sehr wichtig, dass sie solange von ihrer Körperfett-Schichtzehren können.  

Wenn im Herbst die erste Kältewelle hereinbricht und Murmeltiere merken, dass ihnen die Nahrung nicht mehr ausreichend Energie liefert, ist es Zeit für den Winterschlaf.

Kurz davor haben Murmeltiere ihren Schlafbau mit Nistmaterial ausgepolstert. Wenn sie schlafen gehen, verschließen sie den Eingang mit einem Gemisch aus Erde, Steinen, Gras und Kot. 

Murmeltier sammelt Heu


Wenn sich der Sommer dem Ende zuneigt, sammeln Murmeltiere Heu, um ihre Bauten auf den Winterschlaf vorzubereiten.
© picture alliance / Bildagentur-online/Volz-McPhoto | Bildagentur-online/Volz-McPhoto

"Schlafen wie ein Murmeltier": Daher kommt die Redewendung

Der lange Winterschlaf der Murmeltiere hat es sogar bis in unseren Sprachgebrauch geschafft. Von ihm ist die Redewendung "Schlafen wie ein Murmeltier" geprägt: Sie bezeichnet eine Person, die besonders tief und lang schläft.

Der- oder diejenige erweckt also einen ähnlichen Eindruck wie ein Winterschlaf haltendes Murmeltier.

Der Murmeltier-Schrei: Pfeifen als Warnruf

Murmeltiere sind für ihre lauten Pfiffe bekannt. Mit ihnen warnen sie sich gegenseitig vor herannahenden Gefahren.

Es wurde beobachtet, dass sich ihre Pfiffe je nach Gefahrenquelle unterscheiden: Ein langer Pfiff warnt vor einer bereits sehr nahen Gefahr, mehrere kurze Pfiffe zeigen einen noch fernen Reviereindringling an.

So klingen Murmeltier-Pfiffe

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Vancouver-Murmeltier

Kann ich ein Murmeltier als Haustier halten?

Murmeltiere sind süß und wirken kuschelig. Trotzdem: Als Haustiere eignen sie sich nicht.

Murmeltiere sind Wildtiere und müssen dementsprechend leben. In einem Käfig beziehungsweise im Haus wären sie nicht artgerecht zu halten, denn Murmeltiere sind für ein Leben unter der Erde geschaffen. Auch die scharfen Krallen und großen Zähne sind nicht zum Kuscheln gedacht. Zudem leben sie in großen Familien - du müsstest also rund 20 Tiere gleichzeitig beherbergen.

Eine Gruppe von Murmeltieren (Marmota marmota) knabbert synchron an Keksen


Die "Futter-Geschenke" von Wanderern nehmen Murmeltiere zwar gerne an. Doch letztendlich sind sie Wildtiere und nicht für ein Leben als Haustier ausgelegt.
© picture-alliance/ dpa/dpaweb | Ronald Wittek

Murmeltiere würden deinen Garten untergraben und deine Wiese auf der Suche nach Futter zerrupfen. Und: Für mehrere Monate im Jahr bekämst du sie gar nicht zu Gesicht, weil sie irgendwo tief unter der Erde schlafen.

Es ist übrigens verboten, Murmeltiere zu fangen und als Haustier zu behalten. Neben dem Stress, dem das Wildtier dabei grundsätzlich ausgesetzt wäre, würdest du seine Familie auseinander reißen oder vielleicht sogar Jungtieren ihre Mutter wegnehmen.

 

Wie selten sind Murmeltiere?

Murmeltiere sind selten. Die meisten Arten gelten aktuell aber als nicht gefährdet. Zwar wurden sie früher intensiv gejagt und auch heute gelten sie nicht als geschützte Tiere. Meist werden sie aber geschont. Ihr Bestand scheint stabil zu sein. Das liegt auch daran, dass ihre natürlichen Feinde ebenfalls nur selten vorkommen.

 

Warum werden Murmeltiere gejagt?

Es gibt mehrere Gründe für die Jagd auf Murmeltiere. In manchen Regionen, zum Beispiel in der Schweiz, gilt Murmeltierfleisch als Delikatesse.

Besonders Alpenmurmeltiere werden wegen ihrer langen Nagezähne gejagt, die als Jagdtrophäen beliebt sind.

Aus dem Fett des Murmeltiers kann zudem Murmeltier-Öl gewonnen werden, das man für Murmeltier-Salben verwendet.

Murmeltier-Creme


Murmeltiere werden noch immer für ihr Fett gejagt. Daraus lassen sich Salben herstellen, die in der Volksmedizin bei Rheuma eingesetzt werden.
© picture alliance / WILDLIFE | WILDLIFE/D.Harms

Murmeltiertag: Was steckt dahinter?

Murmeltiere im Allgemeinen heißen Marmot auf Englisch. Viel bekannter ist allerdings das Wort Groundhog. Das bezeichnet das vor allem in den USA vorkommende Waldmurmeltier. Nach ihm ist auch der Groundhog Day, also der Tag des Murmeltiers, benannt.

Dieser Feiertag findet jedes Jahr am 2. Februar in den USA statt. Er kommt von dem Mythos, dass überwinternde Tiere die Ankunft des Frühlings vorhersagen können. Traditionell werden als Spektakel Murmeltiere nach ihrem Winterschlaf aus dem Bau gelockt. Wenn das Tier seinen Schatten auf dem Boden sieht, dauert der Winter laut Glaube noch weitere sechs Wochen.

Der älteste Beleg für den Brauch findet sich im US-Bundestaat Pennsylvania. In dem Ort Punxsutawney wird jedes Jahr ein Waldmurmeltier namens Punxsutawney Phil befragt. Insgesamt gibt es in Nordamerika etwa zwei Dutzend solcher Murmeltier-Orakel.

Für das Jahr 2022 sagte Phil übrigens noch sechs weitere Wochen Winter voraus.

Das Murmeltier "Phil" auf dem Arm seines Herrchens in traditioneller Kleidung


Das Waldmurmeltier Phil auf dem Arm seines Herrchens. Dem Jahr 2022 sagte es leider keinen schnellen Frühlingsbeginn voraus.
© picture alliance/dpa | Christina Horsten

Wie gut kennst du dich mit den alpinen Nagern aus? Teste dich im Murmeltier-Quiz!

Murmeltiere: Wir beantworten die häufigsten Fragen

  • ⁉️

    Murmeltiere: Woher stammt der Name?

    Der Name Murmeltier stammt vom althochdeutschen Wort Murmunto ab. Dieses wiederum kam vom lateinischen Begriff Mus montis, was Bergmaus bedeutet. In der Schweiz werden Murmeltiere übrigens auch Munggen genannt. In Oberbayern und in Salzburg heißen die Tiere auch Mankei.

  • ⁉️

    Wann und wie lange gehen Murmeltiere in den Winterschlaf?

    Der Winterschlaf von Murmeltieren dauert je nach Winter zwischen sechs und neun Monaten. Der Anfang fällt oft mit dem ersten Schnee zusammen - das kann im Hochgebirge schon im September passieren. Sobald der Schnee taut und die Murmeltiere wieder genügend Fressen finden, werden sie wieder aktiv. Oft geschieht das zwischen Februar und März.

  • ⁉️

    Wie pflanzen sich Murmeltiere fort?

    Murmeltiere paaren sich zwischen Mai und Juni, allerdings nicht zwingend im Ein-Jahres-Rhythmus. Innerhalb einer Murmeltier-Familie darf nur das ranghöchste Weibchen Junge bekommen. Bei den Männchen dürfen sich auch rangniedere Tiere paaren. Nach einer Tragzeit von rund fünf Wochen werden bis zu sieben Murmeltier-Babys geboren.

  • ⁉️

    Wie tief gräbt das Murmeltier seinen Bau?

    Der Bau von Murmeltieren kann zwischen drei und sieben Meter in die Tiefe gehen. Sie sind weit verzweigt und mit Wegen versehen, deren Durchmesser circa 20 Zentimeter beträgt.

  • ⁉️

    Kann man Murmeltiere essen?

    Murmeltier-Fleisch ist essbar und gilt beispielsweise in der Schweiz und in Vorarlberg als Delikatesse. In Graubünden wird es sogar "Alpenkaviar" genannt. Allerdings scheint der Geschmack gewöhnungsbedürftig zu sein. Er wird als heuig und grasig mit einer harzigen Note beschrieben - als würde man selbst in eine saftige Almwiese beißen.

Veröffentlicht: 26.02.2022 / Autorin: Laura Geigenberger