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Sahara-Sand

Schön staubig: Wie Sahara-Sand den Sonnenuntergang verfärbt

Sahara-Staub ist wieder angesagt: Um den Freitag, den 30. April, wird es vielerorts erneut rötlich. Schon Mitte März färbte er den Himmel - und überzog alles mit einer feinen Dreckschicht. Mehr über das Naturphänomen liest du hier. Im Clip erklären wir dir, wie aus dem Staub Blutregen wird.
Schön staubig: Wie Sahara-Sand den Sonnenuntergang verfärbt
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Das Wichtigste zum Thema Sahara-Staub

  • Sahara-Wolken sind ein Naturphänomen, das sich regelmäßig an der Küste Afrikas entwickelt. Der Wüsten-Staub wird durch starke Winde in die Luft gewirbelt und anschließend über extrem weite Strecken mitgetragen.

  • Bis nach Mitteleuropa schafft es der Wüstensand fünf bis 15 Mal im Jahr. In Deutschland erreicht er meistens nur den Süden. Mitte März konnte man die Wolke aber bundesweit bewundern. Und auch für Freitag, den 30. April, soll es wieder in weiten Teilen deutschlands staubig werden.

  • Weit gereist: Die Wolke kommt über Marrokko und Tunesien über das Mittelmeer nach Südeuropa und schließlich zu uns.

  • Wenn der Staub Regen und Gewässer rot färbt, spricht man von Blutregen. Die Folge: dreckige Autos und Fensterscheiben.

  • Tagsüber legt sich die staubige Wolke wie ein milchiger Schleier über den Himmel. Dafür sind die Sonnenauf- und -untergänge aber besonders schön. Warum, liest du weiter unten.

So sehen Sahara-Wolken aus dem Weltall aus

Saharastaub aus dem All betrachtet

Kaum zu glauben: Jedes Jahr blasen die Winde mehr als 180 Millionen Tonnen Staub aus Nordafrika, nach Europa.

Warum verfärbt sich der Himmel so intensiv?

Der Dunst, der durch den feinen Staub entsteht, dämpft die Sonnenstrahlen. Außerdem fördert viel Sahara-Staub die Wolkenbildung und es entwickeln sich sogenannte "Schleierwolken". Die lassen den Himmel besonders milchig wirken.

In der Dämmerung morgens und abends treffen die Sonnenstrahlen flach auf die Erde, und das Sonnenlicht streut in der Atmosphäre. Dabei werden die blauen und grünen Lichtanteile herausgefiltert.

Übrig bleiben die schönen Rot- und Orange-Töne. Sahara-Staub am Himmel verstärkt dieses Phänomen noch. Denn je mehr Teilchen in der Luft sind, desto mehr streut das Licht - und desto intensiver wird die Färbung.

Für den Regenwald ist der Sahara-Staub ein echter Segen

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    Die NASA ermittelte anhand von Satelliten-Daten, dass bis zu 40 Millionen Tonnen Staub jährlich von Afrika bis zum Amazonas-Regenwald nach Südamerika geweht werden.

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    Dort setzt sich der mineralreiche Sand im Boden fest und wirkt für die Pflanzen wie Dünger.

Das solltest du über die Sahara-Wüste wissen

  • Mit einer Größe von etwa neun Millionen Quadratkilometern ist die Sahara die größte Trockenwüste der Erde. Sie ist etwa 25-mal so groß wie Deutschland.

  • Die Sahara erstreckt sich über elf Staaten: Marokko, Westsahara, Mauretanien, Mali, Algerien, Tunesien, Libyen, Niger, Tschad, Sudan, Ägypten.

  • Wo heute Wüste ist, lebten vor etwa 10.000 Jahren noch Menschen und Tiere in einer Landschaft, die ausreichend Wasser und Nahrung bot.

  • Die Sahara wird immer größer und ist in den letzten knapp 100 Jahren um rund zehn Prozent gewachsen. Schuld an dieser Entwicklung ist eine Kombination von natürlichen Klimaschwankungen und dem Klimawandel.

So sieht die Sahara-Wüste aus dem All aus.

Die Sahara-Wüste aus dem All betrachtet.

Die Sahara-Wüste nimmt einen erheblichen Teil des afrikanischen Kontinents ein und wird immer größer.

Veröffentlicht: 28.04.2022 / Autor: André Marston Alvarez