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Kommt die Riesen-Staubwolke aus der Sahara auch zu uns?

Sahara-Staubwolken sind zu dieser Jahreszeit nicht unüblich. Wird eine Wolke aber nach einem Kino-Monster benannt, ist das schon eine große Nummer. Wir verraten dir, was hinter der "Godzilla"-Wolke steckt.
Die Sahara-Staubwolke mit dem Spitznamen "Godzilla" ist in der Karibik angekommen.

Das Wichtigste zum Thema Sahara-Staubwolken

  • Derzeit bewegt sich eine mehr als 6.000 Kilometer lange Staubwolke aus der Sahara-Wüste auf die US-Küste zu.

  • Ihr Spitzname "Godzilla"-Wolke kommt nicht von ungefähr. Seit 50 Jahren gab es keine so große und konzentrierte Sahara-Staubwolke mehr.

  • Solche Wolken sind ein Naturphänomen, das sich regelmäßig um diese Jahreszeit an der Küste Afrikas entwickelt. Der Wüsten-Staub wird durch starke Winde in die Luft gewirbelt und anschließend über extrem weite Strecken mitgetragen.

  • Die Karibik hat die Wolke bereits erreicht. Hier haben Staubpartikel die Luftqualität so verschlechtert, dass die Menschen dazu aufgerufen wurden, zu Hause zu bleiben und Luftfilter zu nutzen.

Man kann die riesige Staubwolke sogar aus dem Weltall erkennen

Kann die Godzilla-Wolke auch Deutschland erreichen?

  • Die Staubwolke bahnt sich ihren Weg Richtung Westen zu den USA. Deshalb wird derzeit nicht davon ausgegangen, dass sie auch nach Deutschland kommt.
  • Im Durchschnitt gelangt Sahara-Staub jedoch 5- bis 15-mal innerhalb eines Jahres bis nach Mitteleuropa. In Deutschland trifft das Phänomen normalerweise Bayern und Baden-Württemberg.

Für den Regenwald ist der Sahara-Staub ein echter Segen

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    Die NASA ermittelte anhand von Satellitendaten, dass bis zu 27 Tonnen Staub jährlich von Afrika bis zum Amazonasbecken nach Südamerika geweht werden.

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    Dort setzt sich der mineralreiche Sand im Boden fest und wirkt für die Pflanzen wie Dünger.

Das solltest du über die Sahara-Wüste wissen

  • Mit einer Größe von etwa 9 Millionen Quadratkilometern ist die Sahara die größte Trockenwüste der Erde. Sie ist circa 25-mal so groß wie Deutschland.

  • Sie erstreckt sich über 11 Staaten: Marokko, Westsahara, Mauretanien, Mali, Algerien, Tunesien, Libyen, Niger, Tschad, Sudan, Ägypten.

  • Wo heute Wüste ist, lebten vor etwa 10.000 Jahren noch Menschen und Tiere in einer Landschaft, die ausreichend Wasser und Nahrung bot.

  • Die Sahara wird immer größer. In den letzten knapp 100 Jahren ist sie um rund 10 Prozent gewachsen. Schuld an dieser Entwicklung ist eine Kombination von natürlichen Klimaschwankungen und dem Klimawandel.

So sieht die Wüste aus dem All aus.

Die Sahara-Wüste nimmt einen erheblichen Teil des afrikanischen Kontinents ein und wird immer größer.

Veröffentlicht: 24.06.2020 / Autor: André Marston Alvarez