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Seepferdchen im Wasser.

Seepferdchen: Warum die kleinen Fische immer hungrig sind

Sie sind besonders für ihr wandelbares Aussehen bekannt. Aber wie konnten sich Seepferdchen auf der ganzen Welt ausbreiten? Denn von Kraft und Schnelligkeit kann hier nicht die Rede sein. Im Clip: So kommunizieren Fische.
Seepferdchen: Warum die kleinen Fische immer hungrig sind
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Das Wichtigste zum Thema Seepferdchen

  • Kaum zu glauben, aber Seepferdchen sind tatsächlich Fische und gehören zur Klasse der Knochenfische. Sie leben in wohltemperierten Meeren, im Süßwasser kommen sie nicht vor.

  • Seepferdchen sind klein, langsam und keine besonders guten Schwimmer. Das Zwerg-Seepferdchen ist sogar der langsamste Fisch der Welt.

  • Der lateinische Name der Seepferdchen "Hippocampus" stammt aus der griechischen Mythologie. Dort ist es ein pferdeköpfiges Seeungeheuer, das den Meeresgott Poseidon beförderte.

  • Es gibt zwischen 30 und 80 Seepferdchen-Arten. Das Farbspektrum ist sehr vielfältig. Manche Arten können sogar ihre Farbe wechseln.

  • Die Fortpflanzung liegt bei den Männchen. Sie brüten die Eier aus und kümmern sich um die Aufzucht der Jungen.

Seepferdchen im Steckbrief
Verbreitung der Seepferdchen
Seepferdchen im Steckbrief
Verbreitung der Seepferdchen

Steckbrief zum Seepferdchen

  • 🗂

    Systematik: Das Seepferd mit dem wissenschaftlichen Namen "Hippocampus" gehört zur Familie der Seenadeln.

  • 🗺

    Lebensraum: Seepferdchen sind in tropischen und gemäßigten Meeren zu finden.

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    Größe: Das kleinste Seepferdchen ist nur 1,5 Zentimeter groß. Es gibt aber auch Arten, die bis zu 30 Zentimeter groß werden.

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    Lebensdauer: Die Lebenserwartung von Seepferdchen beträgt vier bis sechs Jahre.

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    Nahrung: Seepferdchen ernähren sich von wirbellosen Tieren: Zooplankton, Garnelen und kleine Krebse.

  • 🎯

    Feinde: Die natürlichen Feinde der Seepferdchen sind Raubfische, giftige See-Anemonen, Korallen oder größere Einsiedlerkrebse.

  • 🏊‍♂️

    Fortbewegung: Die Tiere stehen die meiste Zeit aufrecht im Wasser und bewegen sich nur langsam fort. Das Zwerg-Seepferdchen zum Beispiel schafft nur 1,5 Meter pro Stunde.

Besonderer Körperbau: Merkmale und Aussehen von Seepferdchen

Seepferdchen sind durch ihr markantes Aussehen weltweit bekannt. Ihren Namen verdanken sie ihrem pferdeähnlichen Kopf und ihrem geschwungenen Hals. Ihr Maul ist röhrenförmig und ohne Zähne.

Ihr Körper endet in einem geschwungenen Greifschwanz. Damit können sich die Fische an Pflanzen oder Korallen festhalten. Eine Schwanz-Flosse haben sie allerdings nicht. Sie nutzen die Rücken-Flosse zur Vorwärtsbewegung. Zur Steuerung dienen die Brust-Flossen links und rechts.

Seepferdchen gehören zur Klasse der Knochenfische. Im Gegensatz zu anderen Fischen haben sie daher keine Schuppen. Ihre Haut ist stattdessen durch einen gerippten Hautknochen-Panzer geschützt.

Die Vielfalt der Farben ist bei Seepferdchen groß und reicht von Schwarz, Braun, Blau, Rot, Gelb bis zu Neonfarben. Es gibt sogar Arten, die ihre Farben wechseln können.

So sehen Seepferdchen aus

Zwerg-Seepferdchen im Wasser.
Das Zwerg-Seepferdchen gehört zu den kleinsten Seepferdchen der Welt. Es kann sich...
Ein buntes Seepferdchen im Aquarium.
Seepferdchen gibt es in den verschiedensten Farben. Viele sind Orange oder Gelb...
Seepferdchen trägt eine Art Mähne.
Seepferdchen haben vielfältige Größen und Formen. Hierbei handelt es sich um ein...
Ein Seepferdchen tarnt sich.
Auch dieses Seepferdchen kann sich gut zwischen den Weichkorallen verstecken.
Zwerg-Seepferdchen im Wasser.
Ein buntes Seepferdchen im Aquarium.
Seepferdchen trägt eine Art Mähne.
Ein Seepferdchen tarnt sich.

Lebensraum und Verbreitung: Wo leben Seepferdchen?

Seepferdchen leben an den Küsten der Weltmeere, denn in flachen Küstengewässern fühlen sich die kleinen Fische am wohlsten. Die meisten Seepferdchen-Arten sind in den warmen Meeren um Australien und Neuseeland zu finden.

Bestimmte Arten leben aber auch im Mittelmeer, im Schwarzen Meer und im östlichen Atlantik. Das Kurzschnauzige und das Langschnauzige Seepferdchen kommen sogar ganz selten in der Nordsee vor.

Seepferdchen im Süßwasser

Im Süßwasser kommen Seepferdchen nicht vor. Sie sind größtenteils an starkes Brackwasser gebunden. Darunter fällt See- oder Meerwasser mit einem Salzgehalt von bis zu einem Prozent. Es gibt allerdings andere Seenadel-Arten, die im Süßwasser zu Hause sind.

Nahrung: Darum sind Seepferdchen immer hungrig

  • 🏹

    Seepferdchen sind sogenannte Lauerjäger. Da sie nicht schnell schwimmen können, warten sie auf ihre Beute und verputzen sie blitzschnell.

  • 🦷

    Seepferdchen haben ein röhrenförmiges Maul und keine Zähne. Schwimmt ihnen Beute vor ihr Maul, saugen sie es einfach mit ihrem Maul auf.

  • Seepferdchen haben keinen Magen. Alles was sie essen, rutscht sehr schnell durch ihr Verdauungssystem. Sie müssen also permanent essen.

  • 🦐

    Seepferdchen ernähren sich von kleinen Krebsen, Zooplankton, Garnelen oder Wasserflöhen. Um ihren ewigen Hunger zu stillen, verputzen sie etwa 3.000 Kleintiere am Tag.

Fortpflanzung: Nachwuchs ist bei Seepferdchen Männersache

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    In der Paarungszeit wird bei Seepferdchen getanzt. Beim Aufführen des Liebestanzes nehmen beide die gleiche Farbe an. Damit zeigen die Tiere, dass sie zueinander gehören. Zusätzlich verhaken sie ihre Schwänze.

  • 🥚

    Bei den Seepferdchen ist die Paarungszeit ganzjährig. Das Männchen empfängt dabei die Eier und befruchtet diese. Bis zu 45 Tage ist das Seepferdchen trächtig. Dann schlüpfen 100 bis 1.000 kleine Seepferdchen.

  • 🌊

    Solche großen Würfe sind wichtig, da die Überlebensrate gering ist. Seepferdchen sind nach der Geburt auf sich allein gestellt und weniger als 0,5 Prozent erreichen das Erwachsenenalter.

Feinde der Seepferdchen: Viele Arten sind gefährdet

Durch den Hautknochen-Panzer und der guten Tarnung sind die Tiere vor einigen Fressfeinden geschützt. Jedoch ist und bleibt das Seepferdchen vom Aussterben bedroht. Fischerei und schwindende Lebensräume gefährden den Knochenfisch.

Der Bestand der Seepferdchen ist laut Weltnaturschutzunion IUCN gefährdet und um bis zu 90 Prozent zurückgegangen. Jedes Jahr werden bis zu 30 Millionen Seepferdchen als Beifang oder ganz gezielt aus den Meeren gefischt.

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Fun-Facts über Seepferdchen

  • 🐌

    Das Zwerg-Seepferdchen ist mit einer Maximal-Geschwindigkeit von gerade mal 1,5 Metern pro Stunde sehr langsam. Im Vergleich: Weinberg-Schnecken legen gut vier Meter pro Stunde zurück.

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    Im menschlichen Gehirn ist eine Struktur zu finden, deren Form einem Seepferdchen ähnelt. Das Gehirn-Areal wird deshalb "Hippocampus" genannt.

  • Seepferdchen nutzen "Flöße". Sie halten sich mit ihrem Greifschwanz an Algen fest und werden so hunderte Kilometer bis in flachere Küstengewässer transportiert. So konnte sich die Spezies übrigens über alle Weltmeere verbreiten.

Seepferdchen im Aquarium: So hältst du die Fische als Haustier

Seepferdchen sind faszinierende Tiere und können unter bestimmten Voraussetzungen auch in einem Aquarium gehalten werden. Die Haltung ist aber meldepflichtig, da Seepferdchen unter Artenschutz stehen. Das bedeutet, dass du den Bestand wie auch potenziellen Nachwuchs bei der zuständigen Naturschutzbehörde melden musst.

Du solltest die Tiere nicht alleine im Aquarium halten. Sie sind sehr gesellig und benötigen einen Artgenossen, um sich in ihrem neuen zu Hause wohlzufühlen. Daher solltest du Seepferdchen nur als Pärchen in ein Aquarium aufnehmen.

Bei der Haltung von Seepferdchen ist ebenfalls wichtig: Du musst Wasserqualität, Wassertemperatur und die Wasserwerte regelmäßig kontrollieren. Denn auf jede Veränderung reagieren die sensiblen Tiere sehr empfindlich. Wichtig sind auch ausreichend Pflanzen, wie spezielle Algenarten, zwischen denen sich die Seepferdchen verstecken können.

Häufige Fragen zu Seepferdchen

  • ⁉️

    Was ist das Besondere an Seepferdchen?

    Seepferdchen haben ein besonderes Aussehen: Der Kopf und der geschwungene Hals haben Ähnlichkeit mit einem Pferd. Besonders ist auch, dass das Männchen bei der Fortpflanzung trächtig ist.

  • ⁉️

    Was sind die Feinde von Seepferdchen?

    Die natürlichen Feinde der Seepferdchen sind Raubfische, giftige See-Anemonen, Korallen und größere Einsiedler-Krebse. Die Fischerei und schwindende Lebensräume gefährden auch viele Seepferdchen-Arten.

  • ⁉️

    Sind Seepferdchen gefährlich für Menschen?

    Seepferdchen sind für den Menschen nicht gefährlich. Andersherum gilt das aber leider nicht: Die Tiere sind zum Teil durch den Menschen gefährdet. Weltweit leiden die Seepferdchen-Bestände unter der nicht regulierten Fischerei.

  • ⁉️

    Wie bewegt sich das Seepferdchen von der Stelle?

    Seepferdchen stehen meistens aufrecht im Wasser und bewegen sich vertikal fort. Sie nutzen zudem ihren Greifschwanz, um sich an Algen festzuhalten. So werden sie hunderte Kilometer über das Meer transportiert.

Veröffentlicht: 05.09.2022 / Autorin: Joana Pfister