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Vorsicht Lawine! Wie die weiße Gefahr entsteht und wie du dich vor ihr rettest

Trotz Schneezäunen, Gebietssperrungen und kontrollierten Schneesprengungen kommt es immer wieder zu schweren Lawinenunglücken. Wie die weißen Schneemassen entstehen und wie du dich im Notfall am besten verhält, erfährst du hier.
Lawine

Das Wichtigste zum Thema Lawinen

  • Schätzungsweise 25.000 Lawinen rauschen jährlich weltweit bergab. In wenigen Sekunden erreichen sie eine Geschwindigkeit von 100 Kilometern pro Stunde.

  • Etwa jeder 10. Deutsche fährt regelmäßig Ski - in einigen Gebieten ein Hobby mit Risiko. Dort herrscht Lawinengefahr. Deshalb: Verlasse niemals die gesicherte Piste!

  • Die Lawinenentstehung ist ein komplexer Prozess. Er fängt beim Verschmelzen von einzelnen Schneeflocken an, die später eine rutschige Schicht bilden.

  • Du planst ein Ski- oder Snowboardwochenende? Erkunde dich vorher im Netz bei Larwinenwarndiensten oder installiere dir eine Lawinenapp.

Das Wichtigste zuerst: So rettest du dich aus einer Lawine

  • Damit du dein Verletzungsrisiko verkleinerst, wirf sofort deine Skistöcke weg.

  • 🏂

    Versuche, dich auf deinen Skiern zu halten und der Lawine seitlich zu entkommen.

  • 🏊‍♀‍

    Verlierst du den Halt, fange sofort mit Schwimmbewegungen an. Halte dich auf jeden Fall an der Oberfläche der Lawine - koste es, was es wolle.

  • 💦

    Bist du von Schnee umgeben und hast die Orientierung verloren, spucke etwas Speichel aus. Dort, wohin der Speichel fließt, ist unten. Du musst dich also in die andere Richtung durcharbeiten.

  • 🤲

    Wird die Lawine langsamer, hältst du deine Hände vor deinen Mund und deine Nase. So erkämpfst du dir eine Atemhöhle, damit du nicht erstickst.

Außerdem helfen im Notfall diese Gadgets

Wie entsteht eine Lawine?

In kürzester Zeit nehmen Lawinen riesige Ausmaße an, dabei fängt alles sehr klein an: bei einzelnen Schneeflocken.

Eigentlich haben Schneeflocken eine sternartige Form. Liegen Luft- und Bodentemperatur weit auseinander, bricht diese Form der Schneekristalle auf. Sie verschmelzen stattdessen zu festen Körnern. Diese Körner wachsen durch ihre große Anzahl wiederum zu einer Art Säule zusammen.

Die Kristallsäulen vereinigen sich zu einer rutschigen Schicht, die sehr zerbrechlich ist. Schon kleinste Erschütterungen wie ein Reh oder Skifahrer können die Schneemassen ins Rollen bringen. Aber auch der Druck durch Neuschnee oder Erdbeben können der Auslöser einer Lawine sein.

© Getty Images/Chaotic Mind75

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Veröffentlicht: 24.02.2020 / Autor: Alexander Duebbert
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