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Wespen, Hornissen, Bienen und Co.: So kannst du sie unterscheiden

Bienen, Wespen, Hornissen oder Hummeln zu erkennen, ist manchmal auf den ersten Blick gar nicht so einfach. Wir zeigen dir, woran du die fliegenden Insekten voneinander unterscheiden kannst und vor welchen Stacheln du dich in acht nehmen musst.
Wespen, Hornissen, Bienen und Co.: So kannst du sie unterscheiden
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Das Wichtigste zum Thema Unterschied von Bienen, Wespen und Hornissen

  • Schwarz-gelbe Warnfarben, sechs Beine und zwei Fühler: Wespen, Hornissen, Bienen & Co. haben auf den ersten Blick viele Gemeinsamkeiten.

  • Das Frühstück im Grünen oder der gemütliche Grillabend ist für fliegende Insekten häufig quasi die offene Einladung zum Schlemmer-Buffet. Aber oft stellt sich die Frage: Wer gesellt sich da eigentlich an gedeckten Gartentisch?

  • Und wie unterscheiden sich eigentlich die stechenden Nektar-Sammler von der zum Verwechseln ähnlichen, aber völlig harmlosen Schwebefliege?

  • An welchen Merkmalen du die gelb-schwarz gestreiften Insekten erkennst und vor welchen Stacheln du dich in Acht nehmen solltest, erfährst du weiter unten.

So unterschiedlich groß sind Bienen, Wespen & Co.

Größenunterschiede von Bienen, Wespen & Co

Der Unterschied zwischen Bienen, Hummeln, Wespen, Hornissen und Schwebfliegen auf einen Blick.

Die Wespe: Hungrige Räuber im schwarz-gelben Gewand

Die häufigsten Besucher am Essenstisch sind Wespen. Als lästig gelten vor allem die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe.

🐝 Typisch für diese zwei Unter-Arten sind die auffälligen schwarz-gelben Warnfarben und ihre weitgehend haarlose Oberfläche.

✂ Ihr Körper ist ein drei Abschnitte aufgeteilt. Brust und Hinterleib trennt die berühmte Wespentaille. An ihrem Kopf finden sich Beißwerkzeuge, um Nahrung zerteilen zu können.

♻️ Im August erreicht das Wespen-Volk sein Populations-Maximum. Danach beginnen die Hautflügler durch Nahrungsmangel und sinkende Temperaturen zu sterben - bis in den Spätherbst hinein.

Wespe bestäubt Blüte


Nützlicher Nebenjob: Erwachsene Wespen ernähren sich hauptsächlich von Nektar, Pflanzen- und Obstsäften - und übernehmen beim Besuch von Blüten die Bestäubung gleich mit.
© Getty Images

Die Biene: Fleißige Helfer mit bräunlichem Hinterleib

Meist kleiner als Wespen - dafür um einiges behaarter - ist die Biene.

🐝 Der Körperbau der Bienen ist außerdem deutlich dicker, unbeweglicher und bräunlich eingefärbt.

🌺 Bienen interessieren sich in der Regel auch nicht für unser Essen, sondern für den Pollen und Nektar unserer Balkon- und Gartenpflanzen.

🧃 Deshalb verfügen deshalb auch über einen Saugrüssel, über den sie den süßen Nektar aus den Blüten schlürfen können.

Biene


Etwa 500 Bienenarten sind in Deutschland nachgewiesen, weltweit sind es ungefähr 20.000 Arten. Nur die Honig-Biene produziert allerdings auch Honig.
© picture alliance/dpa | Patrick Pleul

Top-Bestäuber Hummel

Top-Bestäuber Hummel

Pummelig und gemütlich? Von wegen! Hummeln zählen zu den fleißigsten Bestäubern überhaupt.

Die Hummel: Pelzige Blüten-Bestäuber

Die Hummel ist mit ihrem starken Pelz und ihrer runden Körperform am leichtesten von den anderen schwarz-gelben Flug-Insekten zu unterscheiden.

👂 Oft hörst du die Hummel bereits umher schwirren, bevor du sie überhaupt entdeckst. Denn das laute Brummen ist sehr markant für die Wildbienen-Art.

📌 Dass Hummeln nicht stechen können, ist im Übrigen ein Irrtum. Die Weibchen können bei Bedrohung zustechen.

🍂 Im Herbst stirbt das ganze Volk - bis auf die Jungkönigin, die ein neues gründet.

Hummel


Hummeln erkennst du sofort an ihrer markanten Pelz-Verkleidung.
© Getty Images

Die Hornisse: Wespen-Art im XXL-Format

Sie sehen den Wespen verblüffend ähnlich und das nicht ohne Grund: Bei Hornissen handelt es sich um eine große Wespen-Art mit meist rot-braunem Kopf.

🍽 Im Gegensatz zu den meist deutlich kleineren Verwandten interessieren sich Hornissen in der Regel nicht für unseren gedeckten Frühstücks-Tisch. Sie ernähren sich von anderen Insekten.

☮ Die Riesen-Wespen sind aber gegenüber Menschen deutlich scheuer als andere Insekten - ihr aggressives Image ist damit unbegründet. Als einzige Wespen-Art sind die Hornissen aber auch bei Nacht aktiv.

♻️ Zwischen Mitte August und Mitte September erreicht die Hornissen-Population in Deutschland ihren Höhepunkt.

Hornisse_Unterschiede_Wespe_Biene


Hornissen stehen unter strengem Naturschutz und dürfen auf keinen Fall getötet werden. Ihre Nester müssen entsprechend umgesiedelt werden.
© getty images

Die Schwebfliege: Das Insekt in Tarnfarbe

Sieht gefährlich aus, sind es aber nicht: Die Schwebfliege tarnt sich in schwarz-gelber Warnfarbe vor Fressfeinden und wird dadurch häufig mit Wespen oder Bienen verwechselt.

☮ Je nach Art unterscheidet sich die Fliege an Form und Größe. Sie verfügt aber weder über einen Saugrüssel noch über einen Stachel und ist dadurch völlig harmlos.

🐦 Am leichtesten identifizierbar ist die Schwebfliege durch ihren markanten Flug-Stil. Das Insekt kann durch den schnellen Flügelschlag schwebend in der Luft stehen - ähnlich wie ein Kolibri.

Schwebefliege_Unterschied_Biene_Wespe_Hornisse


In Deutschland gibt es rund 450 Arten der Schwebefliege, die sich in Form und Größe unterscheiden.
© getty images

Haargenauer Unterschied: Die Merkmale von Bienen, Wespen und Hummeln

Hummel, Biene und Wespe


Bienen, Wespen und Hummeln unterscheiden sich unter anderem an der Behaarung.

Stichhaltiger Unterschied: Welches Insekt sticht wie?

  • 🐝

    Bienen können bekanntlich nur einmal zustechen und sterben hinterher. Beim Stich einer Honig-Biene gelangt im Übrigen viel mehr Gift in der Körper als bei Hornissen und Wespen. Denn ihr Stachel bleibt in der Haut stecken und sollte vorsichtig entfernt werden.

  • 🐝

    Im Gegensatz zur Biene können Wespen mehrfach zustechen, wenn sie sich bedroht fühlen. Ein Wespenstich ist schmerzhaft, kann aber mit einfachen Hausmitteln behandelt werden.

  • 🐝

    Hornissen sind in erster Linie sehr scheu und weniger angriffslustig. Obwohl ihr Stachel größer ist als der von Wespen und Bienen, ist dieser in der Regel nicht gefährlicher für Menschen. Er kann durch die Zusammensetzung des Giftes durchaus schmerzhafter sein.

  • 🐝

    Die gemütliche Hummel kann nicht zustechen? Das ist nur halb richtig. Denn die Weibchen verfügen sehr wohl über einen Stachel, den sie bei Gefahr ausfahren können und auch wieder herausziehen. Ihr Stich ist weniger schmerzhaft als der einer Hornisse oder Biene, weil unter anderem viel weniger Gift in den Körper gelangt.

Biene, Wespe oder Hornisse - erkennst du die Unterschiede?

Veröffentlicht: 13.08.2022 / Autorin: Nicole Lemberg