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Zu dick zum Fliegen? Warum die Hummel trotzdem abhebt

Die Hummel hat außergewöhnliche Talente. Welche das sind, was sie von Bienen, Wespen und Co. unterscheidet und was du gegen das Hummel-Sterben tun kannst. Im Clip: Das Geschäft mit den Hummeln. 

Teaserbild: Zu dick zum Fliegen? Warum die Hummel trotzdem abhebt

Das Wichtigste zum Thema Hummeln

  • In Deutschland gibt es rund 36 Hummel-Arten.

  • Kalte Temperaturen, Hagel und Regen? Für Hummeln kein Problem. Sie wurden sogar schon am Mount Everest auf über 5.000 Metern gesichtet.

  • Ein Grund dafür ist ihre eingebaute Wärmepumpe: Innerhalb weniger Minuten heizen sie sich auf rund 30 Grad Celsius auf. Dafür vibrieren sie mit ihrer Flugmuskulatur, wodurch Energie als Wärme freigesetzt wird.

  • Auch praktisch: Hummeln haben quasi Schweißfüße. Sie hinterlassen einen chemischen Fußabdruck an der Pflanze, die sie besucht haben. So wissen andere Hummeln Bescheid, dass sich der Aufwand nicht mehr lohnt.

  • Trotz ihrer besonderen Fähigkeiten, lässt sich in den letzten Wochen ein mysteriöses Massensterben von Hummeln beobachten. Was es damit auf sich hat, erfährst du weiter unten.

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Was ist eigentlich das Hummel-Parodoxon?

Hast du schon mal davon gehört, dass die Hummel eigentlich gar nicht fliegen kann? Sie sei zu dick im Verhältnis zu der Fläche ihrer Flügel. Trotzdem klappt es - dank Hummel-Paradoxon.

Tatsächlich haben Wissenschaftler einmal berechnet: Die Hummel kann eigentlich nicht in der Lage sein, zu fliegen. Dabei gingen sie allerdings davon aus, dass die Flügel starr sind. Stimmt aber nicht. Sie erzeugen spezielle Wirbel, die für Auftrieb sorgen. Und so fliegt die Hummel eben doch.

Wie unterscheiden sich Hummel, Wespe und Biene?

Schon gewusst? Überraschende Fakten zur Hummel

  • 🐝

    Weibchen können stechen, Männchen nicht. Hummeln setzen ihren Stachel aber nur ein, wenn sie wirklich in Gefahr sind.

  • 👑

    Im Herbst stirbt das ganze Volk - bis auf die Jungkönigin, die ein neues gründet.

  • 🍽

    Hungern Hummeln bis zu 5 Tage, können sie schon in großer Gefahr sein. Im schlimmsten Fall stirbt dann das ganze Volk aus.

  • 🌻

    Sie bringen Blumen dazu, früher zu blühen, indem sie sie anknabbern und dabei offenbar einen besonderen Stoff injizieren.

Darum kommt es zurzeit zu einem massenhaften Hummel-Sterben

  • Wie bereits in den vergangenen Jahren, lässt sich auch in diesem Sommer ein regelrechtes Massensterben von Hummeln beobachten. Oft findet man die toten Hummeln unter blühenden Linden. Aber entgegen erster Vermutungen hat der Lindenblüten-Nektar nichts mit dem Tod der kleinen Brummer zu tun.

  • Die Todesursache ist eine andere: Die Insekten verhungern. Es gibt immer weniger Wildblumen in Parks und Gärten, die den für Hummeln lebenswichtigen Nektar enthalten. Die Suche nach Nahrung wird für die Insekten immer schwerer.

  • Wenn die erschöpften Insekten endlich eine Linde finden, sind sie oft zu schwach zur Nahrungsaufnahme und sterben. Hinzu kommt die Konkurrenz von Bienen und anderen Hummeln. Am Ende kostet die Nahrungsaufnahme mehr Energie, als sie bringt.

  • Am Nahrungsmangel leiden alle Insekten, Hummeln trifft es allerdings besonders hart. Der Grund: die fehlende Sammelstrategie. Während beispielsweise Honigbienen Nahrungsvorräte für schlechte Zeiten anlegen, lebt die Hummel von Tag zu Tag. Wie du Hummeln helfen kannst, erfährst du in der nächsten Box.

Futter für die Brummer: Diese Pflanzen lieben Hummeln

  • Gartenpflanzen: Thymian, Lavendel, Sonnenblume, Pfefferminze etc.

  • Wildpflanzen: Löwenzahn, Baldrian, Johanniskraut, Hornklee etc.

  • Kulturpflanzen: Apfel, Kirsche, Erbse, Lauch, Stachelbeere etc.

Veröffentlicht: 16.08.2020 / Autor: Bianca Leppert