Artensterben

vor 2 Wochen

Bei uns wird viel über das Bienensterben diskutiert. Doch nicht nur die Insekten sterben. Überall auf der Erde findet gerade ein massives Artensterben statt. Das Gleichgewicht der Natur ist bedroht. Riesige Lebensräume wie die Tundra mit ihrem Permafrostboden stehen vor dem Kollaps. Und könnten dann ihre wichtige Rolle als CO2-Speicher nicht mehr erfüllen. Welche Folgen das haben wird, kann niemand sagen. Doch Experten wie der Zoologe und Buchautor Michael Schrödl sind sich sicher: Wenn sich nicht bald etwas ändert, drohen uns schwerwiegende Konsequenzen.

Prof. Dr. Michael Schrödl (52) leitet die Weichtiersektion an der Zoologischen Staatssammlung München und lehrt u.a. Artenvielfalt an der Ludwigs-Maximilians-Universität München. Auf vielerlei Expeditionen zu Korallenriffen, Regenwäldern und in die Antarktis musste er der Biodiversität beim Verschwinden zusehen. Inakzeptabel! Denn das Artensterben vernichtet Millionen Jahre Evolution, destabilisiert riesige Ökosysteme und gefährdet unsere eigenen Lebensgrundlagen. Die biologische Krise befeuert zudem den Klimawandel – und umgekehrt. Dabei werden Kettenreaktionen ausgelöst, Kipp-Punkte überschritten, unsere gesamte Zivilisation gefährdet und das sehr bald. Wir brauchen „echten Klimaschutz“: Dieser reduziert Treibhausgase, schützt die Natur und nimmt dabei die Menschen mit, global. Als Artenforscher, Buchautor („Unsere Natur stirbt“, Komplett-Media), Redner, Petitionssteller change.org/artensterben, Gründer einer gemeinnützigen Artenforschungsfirma biodiversitot.de, Mitglied bei „Scientists for Future“ und Unterstützer der „Fridays for Future“ Bewegung engagiert er sich für eine vielfältige und lebenswerte Welt für alle.

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