5 Mythen über das menschliche Gehirn
Wikimedia, by Allan Ajifo, CC BY 2.0

5 Mythen über das menschliche Gehirn

vor 2 Jahren

Unser Gehirn arbeitet jeden Tag auf Hochtouren. Doch es ranken sich auch viele Mythen um unseren Denkapparat. Aber welche entsprechen der Wahrheit und welche kannst du getrost vergessen?

Mythos 1: Je größer das Gehirn, umso klüger das Lebewesen

Unser Gehirn hat sich über Millionen von Jahren weiterentwickelt und ist im Vergleich zu unseren Vorfahren deutlich gewachsen. Es ist zu Dingen fähig, die andere Lebewesen nicht können. Doch kommt es bei der Denkleistung auf die Größe an? Tatsächlich nicht, denn es gibt noch größere Gehirne, als das menschliche. Das allergrößte hat der Pottwal. Es wiegt stolze 9,5 Kilogramm.

Mythos 2: Drogen verursachen Löcher im Gehirn

Das Drogen schlecht für die Gesundheit sind, sollte außer Frage stehen. Aber fressen sie wirklich Löcher ins Gehirn? Nun, so kann man das nicht sagen. Einige Drogen können zwar die Struktur des Gehirns verändern und die Gehirnfunktionen stören, echte Löcher entstehen allerdings nicht. Der Schaden, den zum Beispiel Crystal Meth oder Crack im Gehirn anrichten, kann allerdings nicht mehr rückgängig gemacht werden. Also von vornherein: Finger weg!

Mythos 3: Wir haben 100 Milliarden Gehirnzellen

Auch das stimmt so nicht. 2009 fanden Wissenschaftler heraus, dass wir 86 Milliarden Gehirnzellen besitzen – also rund 14 Milliarden weniger. Klingt vielleicht beim ersten Hören nicht nach viel weniger, doch diese Zahl macht bereits einen riesen Unterschied. Denn 14 Milliarden Zellen des Gehirns könnten ein komplett anderes Lebewesen ausmachen.

Mythos 4: Schokolade hilft gegen Stress

US-amerikanische Forscher haben herausgefunden, dass Schokolade sich positiv auf die kognitiven Fähigkeiten auswirken kann. Das heißt, dass das abstrakte Denken und das visuell-räumliche Gedächtnis besser funktionieren. Dieser Mythos ist also zur Hälfte wahr: Wer in der Arbeit Stress hat, kann zu einem Stück Schoki greifen, um wieder neue Energie zu schöpfen. Gegen Stress helfen Ruhepausen aber wohl eher – die landen auch nicht direkt auf den Hüften.

Mythos 5: Unser Gehirn arbeitet nur zu zehn Prozent

Dieser Mythos ist weit verbreitet – und absolut falsch. Natürlich nutzten wir nie unser komplettes Gehirn zur selben Zeit, doch egal was wir machen: Es sind stets (fast) alle Gehirnareale aktiv. Viele Prozesse laufen komplett automatisiert ab und entziehen sich unserer Aufmerksamkeit – das bestätigt auch der Neurologe Barry Gordon von der Johns Hopkins School of Medicine gegenüber Scientific American.

Evolutionsbiologisch hat sich das Gehirn im Laufe der Jahrmillionen um das Dreifache vergrößert. Doch was wäre, wenn es weiterwachsen würde? Ist das überhaupt möglich?

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