Deswegen rotiert das Äußere der Sonne langsamer als ihr Inneres
NASA, CC0

Deswegen rotiert das Äußere der Sonne langsamer als ihr Inneres

vor 2 Jahren

Vor 20 Jahren entdeckten Astronomen, dass die äußeren fünf Prozent der Sonne sehr viel langsamer rotieren, als ihr Inneres. Lange war nicht klar, wieso das so ist. Jetzt haben Forscher eine Erklärung gefunden.

Ein Team amerikanischer und brasilianischer Astronomen hat das Rätsel vermutlich endlich gelöst: Demnach ist die Sonnenstrahlung dafür verantwortlich, dass das Plasma auf der Oberfläche der Sonne langsamer rotiert als der Rest. Das Ganze funktioniert ähnlich wie der Poynting-Robertson Effekt, den Forscher bereits bei Staubpartikeln rund um die Sonne beobachtet haben: Die Staubkörnchen sind klein genug, dass sie von den Impulsen der Photonen, also den Lichtteilchen, herumgewirbelt werden. Durch die Photonen entsteht wiederum ein Sog, der die Staubpartikel ausbremst und langsamer werden lässt, bis sie in die Sonne fallen.

Ähnlich könnte es sich der neuen Studie nach mit der Oberfläche der Sonne verhalten. Statt der Staubteilchen sind es hier die Partikel des Plasma, die ihren Drehimpuls verlieren und so die äußere Schicht der Sonne verlangsamen. Auch wenn die Forscher noch nicht ganz sicher sind, ob sie die Lösung des Rätsels gefunden haben, könnten die Erkenntnisse einen großen Durchbruch für die Erforschung anderer Sterne bedeuten.

Für fünf Jahre schickte ein Satellit alle acht Stunden ein Bild der Sonne. Die NASA hat daraus jetzt ein Timelapse-Video produziert, das uns den Atem raubt. Hier könnt ihr es selbst sehen:

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