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Diese kosmischen Überreste wurden in Berlin nachgewiesen

vor 3 Jahren

Was wirklich da draußen ist, weiß niemand. Doch manchmal muss man nicht zum Astronauten werden, um mit mysteriösen Dingen aus dem Weltall in Verbindung zu kommen: Denn jetzt wurden in einigen europäischen Hauptstädten kosmische Überreste gefunden. Auch in Berlin. 

Die Forscher um den Geologen Matthew Genge vom „Imperial College London“ haben in Berlin, Oslo und Paris erstmals Partikel kosmischen Staubes nachgewiesen. Bereits seit über 70 Jahren ist in der Wissenschaft unbestritten, dass er durch unsere Atmosphäre fällt.

An nahezu staubfreien Orten wie der Antarktis wurde er bereits gefunden. Doch bislang konnten die Forscher den kosmischen Staub noch nicht in Städten nachweisen. Der Grund ist unter anderem die hohe Partikeldichte in Metropolregionen.

Kosmischer Staub


Der Pferdekopfnebel (Ansammlung von kaltem interstellarem Gas und Staub)

Jetzt haben die Geologen das geschafft. Dafür durchforsteten sie 300 Kilogramm an Ablagerungen – aus Dachrinnen der jeweiligen Städte. Um die extrem feinen Teilchen vom Rest zu trennen, machten sie sich eine Eigenschaft des kosmischen Staubes zu Nutze. Der enthält nämlich Mineralien, die magnetisch sind. Mit Magneten konnten die Forscher die Partikel vom restlichen Schutt absondern.

Der Staub gibt Aufschluss über unser Sonnensystem

Anhand der chemischen Zusammensetzung erfolgte dann der Nachweis: Es handelt sich um sogenannte „silicate-dominated cosmic spherules“. Das sind winzige Silikat-Kügelchen, die ihre Form durch die extreme Hitze beim Eintritt in unsere Atmosphäre erhalten.

Der kosmische Staub könnte Aufschluss über die Entwicklung unseres Sonnensystems geben. Wenn ihr mehr zum Thema wissen wollt, könnt ihr euch hier über das Projekt der Forscher informieren.

Wolltet ihr schon immer mal in den Weltraum? An einer australischen Uni kann man per Fernkurs lernen, wie man auf dem Mars überlebt. Wir haben uns das mal genauer angeschaut.

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