Forscher können deinen Alkohol- und Drogenkonsum über deine Facebook-Likes vorhersagen
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Forscher können deinen Alkohol- und Drogenkonsum über deine Facebook-Likes vorhersagen

vor 1 Jahr

Social Media verrät mehr über uns als wir denken. Jetzt ist sogar klar: Durch eine Profil-Analyse kann man vorhersagen, ob User viel Alkohol trinken, Zigaretten rauchen oder Drogen nehmen.

Das fanden Forscher des Addiction Recovery Research Centers in den USA heraus. Sie analysierten maschinell alle Likes von mehr als elf Millionen Facebook-Usern. Damit wollten sie herausfinden, welche Rückschlüsse sie auf das Konsumverhalten der Nutzer zulassen. Und das nicht etwa, was Online-Shopping angeht, sondern in Bezug auf Alkohol, Drogen und Tabak.

Die Grundidee: Wer beispielsweise viel Alkohol trinkt, zeigt ein bestimmtes Verhaltensmuster. Dieses Muster zeigt sich auch darin, wie man sich auf Social-Media-Plattformen verhält. Und besonders eine Facebook-Funktion verriet den Forschern besonders viel: die Likes.

Dass man von ihnen auf den Konsum von Tabak, Alkohol und Drogen schließen kann, fand eine frühere Studie heraus. Die nun analysierten Likes von elf Millionen Usern ermöglichen aber eine noch viel genauere Einschätzung: Mag man Filme wie „V for Vendetta“ oder „Boondock Saints“, so deutet das laut den Forschern darauf hin, dass man gerne Alkohol trinkt. Bei einer Vorliebe für Kinder- und Animationsfilme ist die Wahrscheinlichkeit, dass man trinkt, eher gering.

Die Analyse der Forscher hatte in den meisten Fällen Recht: Sie sagte mit einer Genauigkeit von 84 Prozent richtig vorher, ob bestimmte Nutzer Drogen nehmen. Bei Alkohol lag sie zu 81 Prozent richtig und beim Zigarettenkonsum sogar zu 86 Prozent. Die Analyse zeigt so auch, wer Genussmittel missbraucht.

Auch Posts und Status-Updates geben viel preis. Hier spielt vor allem die Wortwahl eine große Rolle. Laut den Forschern benutzen User, die eines oder mehrere der drei Genussmitteln sehr oft konsumieren, öfter Schimpfwörter wie „Fuck“ und „Shit“, sexuelle Begriffe und Wörter wie „Blut“ und „Schmerz“. Ein paar Wörter deuten speziell auf starken Drogenkonsum hin. Dazu gehören „hassen“, „töten“, „Klinik“ und „Pille“.

Die Studie hat einen ernsten Hintergrund. Die Facebook-Analyse soll vorhersagen, welche Nutzer wegen ihres Konsums Verhaltensstörungen entwickeln. So könnte man den Störungen in Zukunft vorbeugen und den Betroffenen früh helfen.

Dass Facebook viele Informationen über uns sammelt, ist kein Geheimnis. Was genau die Plattform über unsere Leben speichert, wissen die meisten von uns aber nicht. Besonders heikel: Fremde können sogar auf verborgene Inhalte zugreifen. Diese Suchfunktion macht’s möglich:

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