Forscher überzeugt: Wir haben eine Superkraft, von der wir nichts wissen
Pixabay, CC0

Forscher überzeugt: Wir haben eine Superkraft, von der wir nichts wissen

vor 2 Jahren

Ein Geophysiker ist überzeugt davon, dass in uns eine geheime Superkraft schlummert: der sechste Sinn, auch Magnetsinn genannt. Nachgewiesen wurde er bisher bereits bei Vögeln, Bakterien und anderen Tieren. Wir Menschen scheinen ihn allerdings verlernt zu haben.

Joe Kirschvink vom California Institute of Technology ist überzeugt, dass wir Menschen über den Magnetsinn verfügen. Auf einer Konferenz in London hat er im April die Ergebnisse seiner Studie vorgestellt. Er will belegt haben, dass wir magnetische Felder aufspüren können, so wie es auch Vögel, Bakterien oder Hunde können. Man spricht dabei vom Magnetsinn. Doch was ist das überhaupt?

Unter dem Magnetsinn versteht man die Fähigkeit, sich am Magnetfeld der Erde zu orientieren. Erst Mitte der 1960er-Jahre konnte er bei Zugvögeln und Bakterien nachgewiesen werden. Doch noch immer handelt es sich um ein wenig erforschtes Phänomen. Dieses Jahr kam bereits eine Studie heraus, die den Magnetsinn bei Hunden nachweisen konnte, worüber wir hier bereits berichteten. Kirschvink geht davon aus, dass alle Säugetiere, also auch wir Menschen, diese Fähigkeit besitzen. Nur haben wir Menschen vergessen, wie man sie benutzt.

Gerade das macht die Forschung auch so schwierig. Denn bis heute ist nicht klar, wie der Magnetsinn aus biologischer Sicht funktioniert: Rezeptoren oder ähnliches konnten bislang nicht nachgewiesen werden. Deswegen lässt sich auch im Menschen kein Organ bestimmen, das für den sechsten Sinn verantwortlich sein könnte. Dennoch bleibt Kirschvink bei seiner Überzeugung und forscht weiter:

In den neusten Versuchen haben er und sein Team mit rotierenden magnetischen Felder gearbeitet, die sie auf Studienteilnehmer wirken ließen. Währenddessen haben sie ihre Gehirnströme gemessen und folgendes herausgefunden: Wenn sie das magnetische Feld gegen den Uhrzeigersinn rotieren ließen, reagierten bestimmte Neuronen auf diese Veränderungen, was man an den hohen Ausschlägen der elektrischen Aktivität beobachten konnte. Für die Wissenschaftler ist damit klar, dass der Mensch einen Magnetsinn besitzt.  Jetzt muss nur noch untersucht werden, wo er sich befindet – und vielleicht auch, wie wir ihn endlich wieder nutzen können.

Evolutionsbiologisch hat sich das Gehirn im Laufe der Jahrmillionen um das Dreifache vergrößert. Doch was wäre, wenn es weiterwachsen würde? Ist das überhaupt möglich?

Facebook WhatsApp

Diese Beiträge könnten dir auch gefallen:

Diese Website verwendet eigene Cookies und Cookies von Dritten um die Nutzung unseres Angebotes zu analysieren, Ihr Surferlebnis zur personalisieren und Ihnen interessante Informationen zu präsentieren (Erstellung von Nutzungsprofilen). Wenn Sie Ihren Besuch fortsetzen, stimmen Sie der Verwendung solcher Cookies zu. Bitte besuchen Sie unsere Cookie Bestimmungen um mehr zu erfahren, auch dazu, wie Sie Cookies deaktivieren und der Bildung von Nutzungsprofilen widersprechen können. Datenschutzbestimmungen
OK