Forscher wissen jetzt, woher die mysteriösen Radio-Blitze aus dem All stammen

Forscher wissen jetzt, woher die mysteriösen Radio-Blitze aus dem All stammen

vor 9 Monaten

Mittlerweile vergeht kaum ein Tag, an dem wir nicht über spannende Weltraum-Themen berichten können. Und auch heute gibt’s was Neues: Schon vor zehn Jahren haben Astronomen das erste Mal sogenannte „Fast Radio Bursts“ (FRBs), also kurze Ausbrüche im Bereich der Radiostrahlung, entdeckt. Jetzt haben Forscher eine Quelle solcher Radio-Blitze gefunden.

2012 wurden wiederholt solche Blitze gemessen. Astronomen konnten so mithilfe des Karl G. Jansky Very Large Array in New Mexico und des Arecibo Observatory in Puerto Rico, zwei Radioteleskop-Anlagen, genauer nach dem Ursprung der FRBs im Weltall suchen.

Echtzeitaufnahmen und eine neue Analysesoftware der University of California in Berkeley machten es bereits letztes Jahr möglich, neun dieser Blitze ungefähr zu verorten. In der Folge konnten die Forscher um den Astronomen Casey Law die Herkunft der FRBs auf eine Region mit einem Durchmesser von 100 Lichtjahren einschränken.

Zwerggalaxie

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Teleskopaufnahme der Zwerggalaxie
© via UC Berkeley

Danach untersuchten die Forscher diesen Bereich weiter mit dem Gemini North Telescope auf Hawaii. Mit den dort aufgenommenen Bildern konnten die FRBs zugeordnet werden: Es handelt sich um eine alte Zwerggalaxie, die sich in mehr als drei Milliarden Lichtjahren Entfernung zu uns befindet.

Diese sendet durchgehend schwache Radiowellen aus. Das ist typisch für eine Galaxie mit einem aktiven „Nucleus“; das ist der massereiche Kern der Galaxie. In ihr könnte sich auch ein supermassereiches Schwarzes Loch befinden. Darüber können die Wissenschaftler bisher aber nur spekulieren. Hier könnt ihr euch die Untersuchung genauer anschauen.

Die aktuellen Beobachtungen lassen darauf schließen, dass sich die Blitz-Ausbrüche sehr wahrscheinlich auf ein Objekt wie einen „Magnetar“ zurückführen lassen. Dabei handelt es sich um einen Neutronenstern, dessen Magnetfeld bis zu 1.000 Mal so stark ist wie der von üblichen Neutronensternen. Für alle, die nicht wissen, was das ist: Hierbei handelt es sich um einen Stern, der im Wesentlichen aus Neutronen besteht. Und der entsteht bei Sternexplosionen.

Am Rand unseres Sonnensystems haben Astronomen einen Mond gefunden. Er umkreist den zweithellsten Zwergplaneten „Makemake“, der sich im Kuipergürtel, außerhalb der Umlaufbahn des Neptuns, befindet. Doch wieso hat es so lange gedauert, bis man ihn entdeckt hat?

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