Das ist der Wolverine unter den Smartphones
Copyright: Chao Wang

Gerade wird ein Smartphone entwickelt, das sich selbst heilen kann

vor 2 Jahren

Klingt nach Science-Fiction, ist aber Realität. Ein Forscher wurde von der Comicfigur Wolverine inspiriert, ein selbstheilendes Material zu erschaffen. Der Marvel-Charakter besitzt nämlich ähnliche Fähigkeiten. Und mit diesem Material soll bald das erste Smartphone gebaut werden, das sich selbst heilen kann.

„Als ich jung war, war Wolverine von den X-Men mein großes Vorbild“, sagte der Chemie-Professor  Chao Wang von der University of California in Riverside gegenüber der Sciencedaily. Er war schon immer von den Selbstheilungskräften des Marvel-Helden begeistert. Er wollte unbedingt ein Material erschaffen, das sich selbst heilen konnte. So wie unsere menschliche Haut oder eben Wolverine.

Nun gelang dem Team um Chao Wang der Durchbruch: Sie entwickelten tatsächlich ein Material, das sich selbst heilen kann. Schneidet man es auseinander, wächst es einfach so wieder zusammen. Das eröffnet unzählige Möglichkeiten.

Laut Chao Wang würde sich das Material vor allem für die Herstellung von Smartphones eignen. Das selbstheilende Material aus Polymeren ist nämlich durchsichtig und ultra-dehnbar: Es kann sich bis auf das Fünfzigfache ausweiten. Wenn man daraus ein Display herstellen würde, würden Risse für immer der Vergangenheit angehören. Und so sieht das gummiartige Material aus:

Das Wolverine-Material
Es kann sich bis auf das Fünfzigfache der ursprünglichen Größe ausdehnen und selbst heilen.
© Copyright: Chao Wang

Cool, oder? Doch Chao Wangs Traum reicht noch weiter. Er will sogar eine selbstheilende Lithium-Ionen-Batterie für das Smartphone herstellen. „Wenn man das Handy fallen lässt, könnte sie sich selbst reparieren und so viel länger funktionieren“, erklärt er.

Und so funktioniert das Ganze: Das Material besteht aus Salz und dehnbaren Polymeren. Das sind chemische Verbindungen, aus denen auch Kunststoffe hergestellt werden.

Im Material wirkt eine spezielle Bindungskraft namens „Ion-Dipol-Wechselwirkung“. Sie hält die Moleküle des Salzes und der dipolaren Polymere zusammen. Wird das Material zerschnitten, bindet die Wechselwirkung die getrennten Moleküle einfach wieder aneinander. Deshalb „flickt“ sich das Material innerhalb von etwa einem Tag selbst. Die Heilung sieht so aus:

Das Wolverine-Material
Durch Kräfte auf molekularer Ebene wächst das Material nach einem Schnitt wieder zusammen.
© Copyright: Chao Wang

Im täglichen Leben meiden wir chemische Stoffe. Dabei tragen wir sie alle ständig mit uns herum. Der menschliche Körper besteht nämlich aus über 50 chemischen Elementen. Hier siehst du, wie ihr ausgeklügeltes Zusammenspiel funktioniert:

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