Klein, aber oho: Fruchtfliegen haben 6 Zentimeter Spermien
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Klein, aber oho: Fruchtfliegen haben 6 Zentimeter Spermien

vor 3 Jahren

Die Maus macht dem Elefanten Konkurrenz und das in Bezug auf die Größe – der Spermien. Wer hätte gedacht, dass größere Tiere im Vergleich zu den Kleinen klitzekleine Spermien haben? 

Auf die Größe kommt es an: Forscher haben die Spermien von Tieren vermessen und konnten eine Rangliste bezüglich der Spermiengröße erstellen. Die Studie zeigt ein erstaunliches Ergebnis: Kleinere Tierchen haben größere Spermien und andersrum. Im Fachblatt „Proceedings B“ erklären die Studienleiter Stefan Lüpold von der Universität Zürich und John Fitzpatrick von der University of Manchester, wie bedeutsam die Körpermaße der Tiere sind. Sowohl die Anzahl der Spermien als auch deren Größe wurde von 100 Säugetieren gemessen.

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So sind die Spermien eines Elefanten nur halb so groß wie einer Spitzmaus, deren Spermien 1,13 Millimeter lang sind. Eine Fruchtfliege hat ein 6 Zentimeter-Spermium. Dieses ist aber zu einem Knäuel zusammengewickelt, sonst würde es nicht in das 2,5 Millimeter Tierchen passen. Bei Walen hingegen sind Spermien nicht mal ein Zehntelmillimeter lang. Das bedeutet jedoch nicht, dass große Tiere eine geringere Trefferquote haben. Zwar haben sie kleinere Spermien, doch dafür mehr. Menschliche Spermien sind übrigens durchschnittlich 60 Mikrometer lang.

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Die Forscher erklären, dass bei steigendem Konkurrenzdruck die größeren Tierarten nicht in die Spermienlänge, sondern in die Anzahl investieren. Der Grund ist, dass bei größeren weiblichen Tieren auch ein größerer Genitaltrakt besteht und somit die Spermien einen längeren Weg zum Ei zurück legen müssen. Daher macht die Studie nicht nur auf die Unterschiede aufmerksam, sondern zeigt wie sinnvoll diese, biologisch betrachtet, sind.

Wie ein Mensch entsteht wissen wir alle. Aber was passiert dabei eigentlich genau in unserem Körper? Wie bewegen sich Spermien vorwärts und wie viele bleiben beim Geschlechtsakt auf der Strecke? Wir zeigen’s dir!

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