Mit diesen Argumenten gewinnst du jeden Streit
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Mit diesen Argumenten gewinnst du jeden Streit

vor 2 Jahren

Du diskutierst mal wieder mit Freunden und jeder meint, Recht zu haben? Kein Problem: Wissenschaftler zeigen dir,wir du jeden Streit gewinnen kannst. Baue einfach ein paar Fachbegriffe aus der Neurowissenschaft wie Oxitocin, Dopamin oder Neucortex in deine Argumentation ein.

„Aber ich kenne mich doch gar nicht mit der Neurowissenschaft aus“, könnte jetzt deine Antwort lauten. Das macht nichts, sagen wir. Und das wird durch eine Studie von Forschern der Villanova University in Philadelphia belegt.

Die Studie haben die Psychologen mit Hilfe ihrer eigenen Studenten erstellt, die Versuchskaninchen spielen mussten. 294 von ihnen (ja, repräsentativ ist die Studie leider nicht) mussten verschiedene Argumente ihrer Glaubwürdigkeit nach ordnen. Manche von ihnen enthielten totalen Quatsch, andere waren wahr.

Die Argumente wurden vorher von den Psychologen in drei „Fachgebiete“ eingeteilt:

  • in Sozialwissenschaften (wie jemand erzogen worden ist, beeinflusst sein Verhalten)
  • in Naturwissenschaften (dass die Erbanlagen das Verhalten eines Menschen beeinflussen)
  • in Neurowissenschaften (unser Verhalten ist eng mit bestimmten Regionen unseres Gehirns verknüpft)

In einem Beispiel sähe das dann so aus: Der einfache Satz „Du lügst.“ würde in den drei Fachgebieten folgendermaßen lauten:

  • Du lügst, weil es deine Eltern dir so vorgelebt haben.
  • Du lügst, weil es dir so vererbt wurde.
  • Du lügst, weil dir ein bestimmter Teil in deinem Gehirn es aufträgt.

In allen Fällen waren die Studenten von den neurowissenschaftlichen Argumenten am meisten überzeugt. Die Forscher nennen diese Phänomen den „Hang zur Faszination durch Neurowissenschaften“. Das liegt daran, dass wir eher Dinge glauben, die irgendwie mit Wissenschaft verbunden scheinen. Infografiken und Diagramme eignen sich auch gut, um andere Menschen von der eigenen Meinung zu überzeugen. Was uns an dieses Video erinnert:

Ok, jetzt könnte man denken, das wäre nur so, wenn man Neurowissenschaften mit „normalen“ Dingen vergleicht, aber nicht mit anderen „hochtrabenden“ Wissenschaften. Also untersuchten die Forscher auch die Argumente, die sich auf Mathematik oder Genetik beziehen. Und die neurowissenschaftlichen Argumente gewannen immer. Zumindest bei den Testpersonen.

Obwohl die Wissenschaftler keine Beweise haben, warum wir den Neurowissenschaften so stark vertrauen, glauben sie, dass es daran liegt, dass sie so eng mit unserem Gehirn verknüpft sind. Und sobald etwas mit unserem Hirn zu tun hat, muss es ja wahr sein!

Bevor ihr jetzt fleißig Fachbegriffe lernt: Natürlich funktioniert das nicht bei jedem Streit oder jeder Diskussion. Der Klimawandel lässt sich wahrscheinlich eher nicht auf bestimmte Hormone in unserem Körper zurückführen. Aber sobald es um das Verhalten von Menschen geht, warum jemand etwas Bestimmtes getan hat, könnt ihr alles in einem „neurowissenschaftlichem“ Sinn erklären. Naja, oder zumindest euer Gegenüber von eurer Meinung überzeugen. Erzählt einfach, dass ein bestimmter Teil im Gehirn für genau das verantwortlich wäre.

Und wenn ihr jetzt erstmal ein paar Hormone kennenlernen wollt: Taaaaaddda. Hier gibt’s eine schöne Liste. Und diese Übersicht bringt euch wichtige Fachbegriffe rund um das Gehirn näher. Kann auch nicht schaden, sich ein paar von denen zu merken. Oder ihr lernt gleich das Lexikon für Neurowissenschaften auswendig. In diesem Sinne: Hallo Formatio reticularis, Prolaktin und Haptene.

Evolutionsbiologisch hat sich das Gehirn im Laufe der Jahrmillionen um das Dreifache vergrößert. Doch was wäre, wenn es weiterwachsen würde? Ist das überhaupt möglich?

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