Sind Mehlwürmer die Lösung für Millionen Tonnen Plastik-Müll?
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Sind Mehlwürmer die Lösung für Millionen Tonnen Plastik-Müll?

vor 4 Jahren

Eine Masse von Produkten werden in Styropor verpackt. An die 2,5 Milliarden Styroporbehälter werden jährlich weggeschmissen. Diese Unmengen an Müll können nur sehr schlecht recycelt werden. Forscher haben jetzt entdeckt, dass Mehlwürmer Styroporfresser sind. Eine hoch relevante Erkenntnis für die Umwelt. 

Styropor ist nicht nur schwer zu entsorgen, sondern auch die umweltschädliche Herstellung durch den Gebrauch von Erdöl ist bedenklich. Während bei der Produktion noch keine Alternative in Aussicht steht, könnte es jedoch für die Entsorgung eine umweltbewusste Lösung geben. Forscher der Stanford-Universität haben herausgefunden, dass Mehlwürmer bedenkenlos Styropor verzehren können. Somit könnte dem Problem der Umweltverschmutzung durch Plastik entgegengewirkt werden.

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Wissenschaftler züchteten hunderte Larven in Styropor. Sie schnitten Löcher in das Material und platzierten sie darin. Das Erstaunliche: Die Mehlwürmer haben sich befreit, indem sie sich vom Styropor ernährten. Vor allem entstehen hierbei keine gesundheitliche Schäden für die Würmer. Sie besitzen eine Bakterie in ihrem Darm, die die Verdauung des Styropors ermöglicht.

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Diese dankbaren Tierchen können somit unsere Müllprobleme deutlich verringern. Bei der Untersuchung wurde datiert, dass ein Wurm ein Dutzend Milligramm Styropor pro Tag verspeiste. Davon scheideten sie die Hälfte wieder in Form von Kohlenstoffdioxid aus. Diese Art von Verschmutzung ist nur halb so giftig wie der vertilgte Styropor.

Hier könnt ihr die Studie der Stanford-Universität in voller Länge lesen. 

Das Umweltbewusstsein wurde erst in den vergangenen Jahren angeregt. Nachhaltigkeit spielte für einige lange Zeit keine große Rolle. Nun setzt man viel daran, die Sünden der Vergangenheit zu beseitigen. Wir haben uns drei Renaturierungsprojekte näher angeschaut.

 

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