Studien beweisen: Bei Stress atmest du höchstwahrscheinlich falsch
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Studien beweisen: Bei Stress atmest du höchstwahrscheinlich falsch

vor 3 Jahren

Jeder von uns tut es, denn es ist lebenswichtig und essentiell: Atmen. Und doch sagen Forscher nun, dass viele es nicht richtig machen. Denn wie wir in stressigen oder emotionalen Situationen atmen, hat einen Einfluss auf unser Befinden.

Sicher geht es dir genauso: Wenn du im Stress bist oder Angst hast, dann atmest du schneller. Oft hilft es dann tief einzuatmen, um sich wieder zu entspannen. Den Zusammenhang zwischen dem emotionalen Befinden und der Atmung haben bereits zahlreiche Studien untersucht: Wer ganz bewusst tief und langsam einatmet, kann sich in stressigen Situationen selbst beruhigen, wie Dr. Martin Paulus von der University of California 2013 im Journal Depression and Anxiety bestätigt.

Doch die meisten von uns Atmen schlichtweg falsch, wie Wissenschaftler der Harvard Mediacal School in einem aktuellen Blogpost ausführen: „Für viele von uns ist tiefes Einatmen unnatürlich. Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen hat das vorherrschende Körperbild in unserer Kultur einen negativen Einfluss auf die Atmung. Ein flacher Bauch wird als attraktiv wahrgenommen, deswegen neigen Frauen (und auch Männer) dazu ihre Bauchmuskeln einzuziehen.“

Deswegen sei es für uns normal flach, also zu schnell ein- und auszuatmen. Doch richtiges Atmen kann man lernen, was weitere Studien beweisen. Zum Beispiel eine Kontrollstudie aus dem Jahr 2012: Sie fand heraus, dass täglich 30-Minuten kontrolliertes und langsames Atmen Symptome der Angst reduzieren können – beispielsweise Lampenfieber vor einem großen Auftritt.

Auch bei Angstpatienten können Atemübungen helfen, wie eine weitere Studie, die Kriegsveteranen mit Posttraumatischen Belastungsstörungen untersuchte, zeigt: Die Betroffenen sollten jeden Tag 3 Stunden an einer Meditation teilnehmen, bei der besonders das Atmen im Fokus steht. Nach einer Woche waren die Symptome der Soldaten deutlich reduziert.

Auch du kannst es selbst ausprobieren. Die Harvard Medical School empfiehlt, sich einfach einen ruhigen und bequemen Ort zu suchen, an dem man sich hinsetzen oder -legen kann. Dann einfach langsam durch die Nase einatmen, so dass sich die Brust und der untere Bauch ausweiten. Danach langsam durch den Mund oder die Nase ausatmen. Es hilft übrigens während des Atmens zu zählen, denn so stellt man sicher, dass man gleichmäßig atmet.

Jeder kennt das Gefühl traurig zu sein – zum Beispiel, wenn das Haustier stirbt. Doch was passiert eigentlich im Körper, wenn du traurig bist? Wieso tut dein Herz weh und wieso haben manche Menschen keinen, andere hingegen zu viel Hunger? Wir erklären es dir in diesem Video.

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