Wissenschaftler sicher: Ein Flug zum Mars macht blind
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Wissenschaftler sicher: Ein Flug zum Mars macht blind

vor 3 Jahren

Schon länger beschäftigt die NASA ein mysteriöses Problem: zwei Drittel der Astronauten, die längere Zeit im All waren, leiden nach ihrer Rückkehr unter Augenproblemen. Wissenschaftler wollen jetzt herausgefunden haben, woran das liegt.Ein Flug zum Mars soll sogar blind machen.

Der Astronaut Scott Kelly wurde unter anderem wegen seiner perfekten Augen dafür ausgewählt, als erster Astronaut ein ganzes Jahr auf der Internationale Raumstation (kurz ISS) im All zu verbringen. Seit seiner Rückkehr sind seine Augen geschädigt: Er braucht inzwischen eine Lesebrille. Andere Astronauten, die ebenso längere Zeit auf der ISS verbrachten, klagen ebenfalls über Kurzsichtigkeit, verschwommene Sicht und allgemein schlechtere Augen.

Ein Team der University of Miami hat jetzt eine erste Studie zu dem Thema veröffentlicht und glaubt zu wissen, wieso zwei Drittel der Astronauten, nach längeren Aufenthalten auf der ISS, mit schlechteren Augen zurückkommen:

Die Wissenschaftler verglichen Hirnscans von sieben Astronauten, die mehrere Monate auf der ISS verbrachten, mit neun Astronauten, die nur kurze Zeit im All unterwegs waren. Dabei fanden sie heraus, dass sich in den Gehirnen der Astronauten, die längere Zeit auf der Raumstation waren, viel mehr Hirnwasser, befand. Ihrer Meinung nach ist die Flüssigkeit der Grund für die verringerte Sehkraft.

Hirnwasser ist für den Menschen äußerst wichtig, um das Gehirn und das Rückenmark zu dämpfen, Nährstoffe in unserem Körper zu verteilen und Abfallstoffe zu entsorgen. Wenn wir uns auf der Erde bewegen, kann sie sich dem Druck der entsteht, wenn wir zum Beispiel aufstehen oder uns aus dem Stand hinsetzen, gleichmässig verteilen. In der Schwerelosigkeit des Weltalls funktioniert das aber nicht. Laut einem der Wissenschaftler, Noam Alperin, kommt der Körper hier durcheinander. Es kommt zu einer regelrechten Ansammlung des Hirnwassers, wie die Scans zeigen – besonders in der Nähe der Sehnerven.

Die Wissenschaftler sind sich sicher, dass das der Grund für die verminderte Sehleistung ist. Die Ergebnisse ihrer Studie sollen jetzt noch weiter untersucht werden. Sollten sie aber stimmen, könnte das für die zukünftigen Missionen zum Mars ein echtes Problem darstellen: Wenn man bedenkt, wie lange die Astronauten auf dem Weg zum Mars unterwegs sein werden, kann man damit rechnen, dass sie erblinden werden.

Eine Lösung, wie man dem Anstieg des Hirnwassers bei längeren Reisen im All entgegenwirken kann, gibt es noch nicht. Ein Flug zum Mars könnte übrigens, nach aktuellen Erkenntnissen, auch noch dement machen. Irgendwie klingt das alles also nicht gerade berauschend für die Astronauten, die zum Mars fliegen sollen.

Freiwillige, die gerne zum Mars fliegen möchten, gibt es übrigens trotzdem. Wir haben zwei Menschen getroffen, die bereit sind, ohne Rückflugticket zum Roten Planeten zu fliegen:

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