Wissenschaftlich feststellbar: Steckt in dir eine "Drama Queen"?
Claus Rebler via Flickr

Wissenschaftlich feststellbar: Steckt in dir eine „Drama Queen“?

vor 3 Jahren

Du bist süchtig nach Klatsch und interessierst dich für alles, was auch nur einen Hauch von Skandal hat? Forscher haben eine Skala entwickelt, mit der dein „Drama-Bedürfnis“ jetzt sogar messbar ist.

Täglich begegnen sie uns: die Drama-Queens und -Kings. Sie machen aus allem ein Drama, teilen jede noch so unwichtige Sache mit der Facebook-Welt und sorgen allgemein für jede Menge Aufsehen. Aber wieso machen sie das eigentlich?

Forscher der University of Texas in El Paso haben nun eine Studie veröffentlicht, die sich mit dem Bedürfnis nach Skandalen und dessen Messbarkeit befasst.

Eine Skala, die das „Skandal-Bedürfnis“ misst

Das Team um Scott Frankowski hat eine Skala entwickelt, mit der es möglich ist, das individuelle Bedürfnis nach Skandalen – die Forscher nennen es „Need for Drama“ (NFD) – zu messen. Die Skala basiert im Wesentlichen auf drei Faktoren:

  • Manipulation von Menschen: Neigt eine Person dazu, andere zu manipulieren, um ihre Ziele zu erreichen?
  • Impulsive Freimütigkeit: Will eine Person ihre Gedanken stets aussprechen und mit anderen teilen, auch in ungeeigneten Situationen?
  • selbstempfundene Opferrolle: Neigt eine Person dazu, sich ständig selbst als Opfer von tagtäglichen Umständen zu betrachten?

Getestet wurde die Skala an Studenten. Die komplette Befragung durch die Forscher bestand dabei aus 12 Punkten und testete auch auf Paranoia und Selbstabsorption, also stark auf sich selbst bezogenes Verhalten. Die Befragungsteilnehmer mit einem hohen „Need for Drama“ zeigten unter anderem eine höhere Tendenz zu Klatsch und neurotischem Verhalten.

Männer sind genauso betroffen

Es heißt zwar Drama-Queen, aber das Bedürfnis nach Skandalen ist kein ausschließlich weibliches Merkmal: Die Forscher konnten bei ihren Tests keine Unterschiede zwischen Frauen und Männern erkennen. Männer sind demnach genauso „skandalbedürftig“ wie Frauen.

Bei „Science of Us“ könnt ihr euch in einer vereinfachten Version des „Need for Drama“-Tests selbst prüfen.

Viel dramatischer als der „Skandal-Bedürfnis“-Test sind die gefährlichen Selbstversuche so mancher Wissenschaftler. Seht selbst, wer alles sein Leben riskierte und so Geschichte schrieb.

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