Diese Bilder zeigen, wie neue Sterne geboren werden
via esa.int

Diese Bilder zeigen, wie neue Sterne geboren werden

vor 1 Jahr

Der Anblick ist magisch. Sternenstaub, Explosionen und molekulare Wolken in den Tiefen des Weltalls: Die Milchstraße – der Entstehungsort neuer Sterne.

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) postete Bilder auf Twitter mit dem Hashtag „HerschelMoments“. Und sie sind wunderschön. Sie enstanden im Herschel-Weltraum-Observatorium. Hier ein Beispiel:

Dieser Wolken wurde von dem niederländischen Astronomen Gart Westerhout entdeckt. Er hat diesen Wolkenkomplex in den 1950er Jahren bei der Vermessung unserer Galaxie mit Radiowellen bemerkt. Er besteht aus drei Regionen namens W3, W4 und W5.

Jahre später baute die ESA das größte Infrarot-Teleskop aller Zeiten. Es wurde nach den Astronomen Caroline und William Herschel benannt. Seitdem es im Jahre 2009 das erste Mal zum Einsatz kam, entstanden unzählige solcher atemberaubender Bilder.

Aber die Bilder sind nicht nur wunderschön, sondern liefern Wissenschaftlern viele Informationen darüber, wie solche massiven Sterne entstehen. Die helle, weiße Region rechts oben auf dem nachfolgenden Bild, mit den drei glänzenden Flecken, ist W3: eine riesige molekulare Wolke, die aus Gas besteht. Hier befindet sich eines der aktivsten Entstehungsgebiete von massiven Sternen.

Auf dem nächsten Bild sieht man einen großen, blau-grünlichen Hohlraum. Hier handelt es sich um W4, eine Blase, in der sich intensive Winde und Supernova-Explosionen der massiven Sterne abspielen.

Im nachfolgenden Bild seht ihr W5: Diese Region besteht aus zwei Blasen und wird ebenfalls angetrieben durch intensive Winde und Explosionen.

Ziemlich beeindruckend oder?  Jetzt wisst ihr zwar, wie es aussieht, wenn Sterne entstehen – aber was genau dabei tatsächlich passiert, nicht. Also wie genau entstehen denn nun Sterne?

Sterne sind eigentlich riesige Gebbilde aus Gas. Besser gesagt aus Wasserstoff. Die Gasteilchen ziehen sich gegenseitig an. Die Wolke wird also im Laufe der Zeit immer kleiner und dichter – und anschließend zu einer massiven Kugel. In ihrem Inneren ist es unvorstellbar heiß. Wegen dieser starken Hitze finden Kernverschmelzungen statt, also Atomkerne verschmelzen miteinander. Dadurch werden unfassbare Energiemengen in Form von Licht freigesetzt. Deshalb glüht der Stern – und das extrem hell. Das Licht der Sterne ist so stark, dass wir es von der Erde aus sehen können. Und wenn eben sehr viele Sterne an einem Ort entstehen, dann sieht das so aus, wie auf diesen Bildern.

Wenn du noch nicht genug von solchen beeindruckenden Bildern hast, dann schau dir dieses Video an. Hier kann man durch das“Hubble-Teleskop“ den berühmten Carinanebel ansehen.

 

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