Zum allerersten Mal: 4.500 Forscher zeichnen Neutronenstern-Fusion auf
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Zum allerersten Mal: 4.500 Forscher zeichnen Neutronenstern-Fusion auf

vor 7 Monaten

In der Welt der Astronomie sorgte ein Crash in den Tiefen des Alls, bei dem jede Menge Gold entstand, in den letzten Tagen für große Aufregen. Was es damit auf sich hat, verraten wir euch hier:

Das gab es noch nie. Forscher haben erstmals Gravitationswellen bei der Verschmelzung von zwei kollidierenden Neutronensternen aufgezeichnet. Falls ihr noch nichts von Neutronensternen gehört habt: Hier handelt es sich um das Ergebnis einer Supernova. Also einfach ausgedrückt bleibt nach der Explosion eines Sterns ein Neutronenstern übrig.

Astronomen stießen am 17. August 2017 in einer Entfernung von rund 130 Millionen Lichtjahren auf Gravitationswellen, die durch den kosmischen Crash zweier Neutronensterne erzeugt wurden. Das erste Signal wurde vom Ligo-Gravitationswellendetektor aufgefangen. Aber auch der italienische Virgo-Detektor nahm die Gravitationswellen auf. Danach horchten über 4.500 Astronomen von 70 andere Observatorien in die Tiefen des Alls, um mehr über die Verschmelzung zu erfahren. Somit waren 35 Prozent aller aktiven Astronomen weltweit an dieser Forschung beteiligt.

Hier das Ganze in einer Animation nachgestellt:

Diese Animation umfasst den Verlauf von neun Tagen nach der Neutronensternfusion. Die Schwerkraft sorgte dafür, dass sich die beiden Neutronensterne fast mit Lichtgeschwindigkeit drehten, bis sie schließlich zu einem Masseklumpen verschmolzen. Womöglich entstand dabei sogar ein Schwarzes Loch.

Auch interessant: Nach dem Spektakel stießen die Forscher auf enorme Mengen an Gold und Platin. Es wird angenommen, dass rund sechs Prozent der Masse unserer Sonne an schweren Elementen produziert wurden. Damit ihr euch ein Bild machen könnt: Bei diesem Neutronen-Crash entstand anscheinend so viel Gold, dass man damit 200 Erden komplett aus Gold formen könnte.

Durch die gemessenen Gravitationswellen können die Forscher unter anderem Rückschlüsse auf die Geschwindigkeit der Ausbreitung des Universums ziehen und das hilft wiederum dabei, allgemeine Vorgänge im Universum besser zu verstehen.

Auch spektakulär: eine doppelte Sonnenfinsternis. Das Solar Dynamics Observatory (SDO), ein in rund 35.000 Kilometern Höhe kreisender Satellit der US-Weltraumbehörde Nasa hat dieses Phänomen erstmals aufgenommen. Hier könnt ihr euch diese ganz besondere Sonnenfinsternis ansehen:

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