Diese Apps bringen dich nachts sicher nach Hause
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Diese Apps bringen dich nachts sicher nach Hause

vor 2 Jahren

Um das gleich klarzustellen: Mit diesen Apps könnt ihr euch nicht nach Hause teleportieren. Doch eins können sie: Sie begleiten dich auf deinem Heimweg.

Ob Besoffener, Krimineller oder gar Horror-Clown – vor solchen Gestalten hatten nachts auf dem Heimweg einige von uns schon mal Angst. Zum Glück ist die aber meist unbegründet. Und doch wünschen wir uns jemanden an unserer Seite, der im Notfall zur Stelle ist. Nun bietet unser Begleiter in der Hosentasche, das Smartphone, eine Hilfestellung: Einige Apps sollen euch sicher nach Hause bringen. Wir haben uns zwei angesehen.

KommGutHeim: Aktiviert ihr die App, könnt ihr in Echtzeit von Freunden auf eurem Heimweg begleitet werden. Und das funktioniert so: Ihr wählt beispielsweise vier Freunde aus. Die müssen die App installiert haben. Per Push-Benachrichtigung werden sie aufgefordert, euren Heimweg nachzuverfolgen. Wenn sie zustimmen, werdet ihr darüber informiert. Über eine integrierte Karte können die Begleiter dann nachvollziehen, wo ihr euch befindet. Das Ganze funktioniert über GPS. Soweit die kostenfreie Version. Wollt ihr etwas Kleingeld investieren, bietet die Premium-Version noch ein paar weitere Vorteile: Über einen Button können so zum Beispiel Notfall-Kontakte alarmiert werden.

WayGuard: Diese App funktioniert ähnlich. Euer Standort wird per Karte an befreundete Nutzer weitergegeben. Ein Zusatzfeature von WayGuard ist, dass ihr mit euren Freunden auch chatten oder telefonieren könnt. Interessant ist: Hat keiner eurer Freunde oder Bekannten Zeit, könnt ihr sogar mit einem Mitarbeiter von WayGuard sprechen.

Beide Apps gibt es für Android oder IOS.

App: WayGuard


WayGuard-App

Wie steht es um den Datenschutz?

Zunächst einmal klingt das Ganze also nach einer guten Sache. Doch: Wie steht es um den Datenschutz? AXA – die Versicherung ist der Entwickler von WayGuard – könnte ja grundsätzlich Interesse an den Daten haben. Bei WayGuard sind die Richtlinien so gestaltet: Die Daten werden nicht ausgewertet und auch nicht weitergegeben. Darüber hinaus werden sie verschlüsselt. Personalisierte Bewegungsprofile werden nicht erstellt.

Die Macher von KommGutHeim geben an: Lediglich anonymisiert können eure Daten weitergegeben werden. Dazu kommt, dass ihr euch jederzeit über den gespeicherten Datenbestand informieren könnt. Eine sogenannte End-to-End-Verschlüsselung sichert das Ganze ab. Was bedeutet das? Daten werden auf Seiten des Nutzers verschlüsselt und erst bei den kontaktierten Freunden wieder entschlüsselt. Zwischenstationen – zum Beispiel der Anbieter – haben so keinen direkten Zugriff.

Zusammenfassend können Apps für den Heimweg eine sinnvolle Anschaffung sein. Ein Gefühl von Sicherheit geben sie einem auf jeden Fall. Doch Vorsicht: Als Möglichkeit zur totalen Kontrolle sollte die App nicht missbraucht werden. Wir sind glücklich, dass unsere Eltern nicht jeden Schritt unserer Jugend überwachen konnten.

Eine Alternative dazu haben wir schon vor ein paar Monaten vorgestellt: ein Ring, den man im Notfall drücken und einen Alarm auslösen kann.

Bei einem Angriff ist es natürlich praktisch, wenn man Selbstverteidigung beherrscht. Unsere Reporterin Annica Hansen lernt das von einem Kung-Fu-Meister. Doch sind die Tipps auch in der Realität umsetzbar?

 

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