Neue Technologie: Li-Fi ist 100 mal schneller als WLAN
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Neue Technologie: Li-Fi ist 100 mal schneller als dein WLAN

vor 2 Jahren

Update vom 21. März 2017:

Internet aus der Glühlampe? Ja, ihr habt richtig gehört. Bereits 2015 haben wir über das sogenannte „Li-Fi“ berichtet. In den letzten eineinhalb Jahren wurde die Technologie weiterentwickelt. Das neue Li-Fi erreicht jetzt Geschwindigkeiten, die 100 Mal schneller sind als unsere aktuellen WLANs. 

Entwickelt wurde die neue Art der Li-Fi-Technologie von der Elektrotechnikerin Joanne Oh von der „Eindhoven University of Technology“. Laut ihrem Forscherteam ist das Li-Fi billig und einfach zu handhaben. Es arbeitet statt mit herkömmlichem Licht mit Infrarot, das für uns ungefährlich ist.

Aber was ist das Besondere an der neuen Li-Fi-Technologie? Daten werden über mehrere „Licht-Antennen“ übertragen. Diese können zum Beispiel an der Zimmerdecke angebracht werden. Und das hat zwei Vorteile gegenüber früheren Li-Fi-Systemen: Man kann damit problemlos mehrere Geräte gleichzeitig benutzen. Und es ist weniger anfällig für Störungen. Die verschiedenen Licht-Antennen können Objekte, die der Datenübertragung im Weg sind, leichter umgehen.

Die besten Wi-Fi-Systeme schaffen heute um die 300 Megabits pro Sekunde. Das neue Li-Fi ist ungefähr 100 Mal so schnell. In fünf Jahren hoffen die Wissenschaftler, die Technologie auf den Markt zu bringen.

Originalbeitrag vom 27. November 2015:

Die Geschwindigkeit eures WLANs ist euer schlimmster Feind? Dann kommt vielleicht bald die Rettung. Denn mit Li-Fi ist jetzt eine Technologie in die Testphase gegangen, die Internet bald aus der Glühlampe kommen lassen könnte.

Erfunden hat das Ganze der deutsche Wissenschaftler Harald Haas. Das Prinzip: Durch Flackern einer LED-Lampe – so hochfrequentig dass ein Mensch es nicht wahrnehmen kann – werden Daten übertragen. Das ganze nennt sich „Visible Light Communications“ und wird jetzt von der estnischen Firma Velmenni erstmals getestet.

Der Nachteil daran: anders als WLAN geht es nicht durch Wände. Das Licht braucht einen direkten Übertragungsweg, quasi „Sichtkontakt“ zum Gerät, das es versorgen soll. Dafür gibt es auch jede Menge Quellen. Wenn es nach Haas geht, könnten zukünftig aus jeder Glühbirne Online-Daten kommen.

Realistisch ist, dass die Technologie in Zukunft parallel zu WLAN eingesetzt wird. Ihr echter Vorteil ist die Geschwindigkeit. Im Test wurden Datenmengen mit 224 Gigabyte pro Sekunde übertragen. Die Entwickler glauben, dass es in drei bis vier Jahren auf den Markt kommen könnte.

Ein weiterer Vorteil der Lichtübertragung: Sie ist deutlich schwieriger anzapfbar als unser jetziges WLAN. Denn dieses ist oft ein Einfallstor für Schadsoftware oder Hackerangriffe. Was die anrichten können und wie ihr euch dagegen schützen könnt, erklären wir hier:

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