So befreit ein 20-Jähriger den Ozean von Plastikmüll

So befreit ein 20-Jähriger den Ozean von Plastikmüll

vor 2 Jahren

Update vom 8. Mai 2017

Vor einiger Zeit berichteten wir über den 20-Jährigen Niederländer Boyan Slat, der eine Methode entwickelt hat, um die Ozeane von Plastikmüll zu befreien. Jetzt hat seine 2013 gegründete Firma „The Ocean CleanUp“ des mittlerweile 22-Jährigen 31,5 Millionen Dollar durch Spenden zusammengetragen. Zu den Investoren gehören bekannte Persönlichkeiten wie beispielsweise Peter Thiel, Mitgründer von PayPal und der erste außenstehende Investor von Facebook.

Durch diese finanzielle Unterstützung hofft Slat, das erste Projekt zur Beiseitigung des Plastikmülls bereits Ende diesen Jahres starten zu können. Das Projekt soll an einem großen Müllfleck im Pazifik stattfinden, denn dieser wurde zum ersten Mal letztes Jahr von „The Ocean CleanUp“ durch Luftbilder vermessen. Er gehört mit einer geschätzten Länge von 3,5 Millionen Quadratkilometern zu den größten Müllstrudeln der Welt und befindet sich zwischen Hawaii und Kalifornien.

Woran „The Ocean CleanUp“ die letzten zwei Jahre gearbeitet hat, präsentiert das Unternehmen am 11. Mai in einem Live-Stream ihrer Website.

Originalmeldung vom 8. Juni 2015

Millionen von Tonnen an Plastikmüll schwimmen in unseren Ozeanen. Das ist eins der größten Umwelt-Probleme unserer Meere: Strände werden von Plastik-Bergen verschüttet, Vögel und Fische verwechseln den Kunststoff mit Futter und sterben oft qualvoll an dem Müll in ihren Mägen. Der 20-jährige Boyan Slat aus den Niederlanden hat jetzt die ultimative Methode entwickelt, um die Ozeane von den riesigen Mengen an Plastikmüll zu befreien.

Die starken Strömungen machen es zu einer Herausforderung, den Müll im Wasser einzusammeln. Das neue System des jungen Holländers soll aber genau diese Strömungen zu unserem Vorteil nutzen. Anstatt mit Schiffen durchs Meer zu fahren und den Müll aufwändig mit Netzen heraus zu fischen, könne man den Spieß doch einfach umdrehen.

„Warum sollten wir uns durch die Ozeane bewegen, wenn die Ozeane sich doch selbst bewegen könnten? Wieso Energie damit verschwenden, dem Plastik hinterherzujagen, wenn es von selbst zu uns kommt?“

asd
via YouTube

Und so soll es funktionieren:

Die Lösung: Riesige, schwimmende Filter. Die bestehen aus einer Plattform, die am Meeresboden befestigt wird und seitlich angebrachten Armen, die das Plastik einsammeln sollen. Diese schwimmenden Barrieren sollen den Müll einfangen, der von der natürlichen Wasserströmung in ihre Richtung getrieben wird. Sie würden nur etwa drei Meter tief ins Wasser hineinragen und damit genau die Wasserschichten säubern, in denen sich der meiste Müll ablagert. Die tierischen Meeresbewohner könnten einfach unter den Filtern hindurchtauchen – die Säuberungsaktion dürfte sie also kaum beeinträchtigen.

In diesem Video stellt der junge Mann seine Idee nochmal genauer vor:

Unsere Meere von Plastikmüll zu befreien, hat sich auch die Organisation „One Earth, One Ocean“ zur Aufgabe gemacht. Seht selbst:

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