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E-Auto Preis- und Öko-Vergleich

Was wäre, wenn alle nur noch E-Autos fahren?

E-Autos werden immer beliebter.  Im Video wagen wir das Gedankenexperiment: Was wäre, wenn wir alle umsteigen würden? Auf der Seite klären wir, welche Probleme es noch gibt - und welche Lösungsansätze.
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Das Wichtigste zum Thema E-Autos

  • Laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat sich die Zahl der neu zugelassenen Stromer im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdreifacht. Allein Pionier Tesla konnte seinen Absatz um mehr als die Hälfte steigern.

  • Insgesamt lag der E-Auto-Anteil an den über 2,9 Millionen neuen PKW bei rund 7 Prozent - Tendenz steigend: Im Juni 2021 kletterte die Quote bereits auf über 12 Prozent.

  • Von Umweltbelastung bis Preis: Im Vergleich zu Autos mit Verbrennungsmotor haben Elektro-Autos in vielen Punkten bereits die Nase vorn - oder sind auf der Überholspur.

Wie grün sind und werden E-Autos?

Stromer produzieren auf der Straße keine direkten Treibhausgas-Emissionen. Für die Öko-Bilanz eines Autos zählt aber dessen gesamtes "Leben": von der Produktion über den Betrieb und die Wartung bis zur Entsorgung.

Außerdem wichtig bei der Umwelt-Bilanz: der Vergleich von ähnlichen Fahrzeugen. Daher nehmen wir mit Daten des Instituts für Energie- und Umweltforschung (ifeu) Neuwagen der Kompaktklasse wie VW Golf, Audi A3 und Co. in den Blick.

 

📊 "Lebenslange" CO2-Emissionen im Vergleich

Schon heute ist ein neu zugelassenes E-Auto einem Benziner in der CO2-Bilanz deutlich überlegen. Diesen Vorsprung bauen Stromer in den nächsten Jahren weiter aus.

Trotzdem tragen E-Autos durch ihre Herstellung und den Strom-Mix, der sie antreibt, aber noch immer einen "Umwelt-Rucksack" mit auf die Straße. Mehr dazu liest du weiter unten.

Grafik CO2-Emissionen im Vergleich

© Galileo

 

📈 CO2-Emissionen nach Fahrleistung

Mit den höheren CO2-Emissionen bei der Produktion startet ein neu zugelassenes E-Auto zunächst mit einer schlechteren Klima-Bilanz.

Nach rund 6 Jahren (knapp 70.000 Kilometern Fahrleistung) haben Stromer aber sowohl Benziner als auch Diesel in der Umwelt-Rechnung geschlagen. Selbst mit den End-of-Life-Emissionen, die zum Schluss hinzukommen, sind E-Autos im Vorteil.

Grafik CO2-Emissionen nach Fahrleistung

© Galileo

6 Minuten Ladezeit. Der Super-Akku für E-Autos

Um die Akkuladezeit sowie die Haltbarkeit deutlich zu verbessern, hat Varta einen Super-Akku für E-Autos entwickelt. Wir haben G-checkt wie dieser funktioniert und ob kurze Ladezeiten die Zukunft für E-Autos sein könnten.

Auch Sony mischt mit: Diese E-Autos sind im Kommen

Akku und Strom-Mix als Hauptfaktoren

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    Wieso ist ein E-Auto nicht klimaneutral, obwohl es keine direkten Emissionen ausstößt? Das liegt vor allem am Akku und dem Strom, mit dem es läuft.

  • 🔋

    In Elektro-Autos sind in der Regel Lithium-Ionen-Akkus verbaut. Für deren Herstellung braucht es Rohstoffe wie Lithium und Kobalt. Die Gewinnung und Weiterverarbeitung ist allerdings meist weder klima- noch menschenfreundlich.

  • 💧

    Bei der Förderung von Lithium aus mineralhaltigem Grundwasser etwa werden viel Wasser und Energie aufgebracht. Das verschärft in den Liefer-Ländern wie Chile die teils ohnehin große Wasserknappheit.

  • 😧

    Kobalt wird hauptsächlich in der Demokratischen Republik Kongo abgebaut - meist durch Kinderarbeit.

  • 🏭

    Die Weiterverarbeitung der Rohstoffe erfolgt häufig in Ländern wie China und Südkorea. Dort arbeitet die Industrie aber größtenteils mit Strom aus Kohlekraftwerken.

  • 🇩🇪

    Sowohl beim Rohstoff-Abbau als auch bei dessen Verwertung suchen Fachleute daher nach Alternativen. Sogar in Deutschland schlummern große Lithium-Vorkommen. Deutsche Batterie-Fabriken gibt es außerdem ebenso schon und weitere sind in Planung.

  • Auch bei der Stromversorgung stehen die Zeichen auf grün: Noch gibt's in Deutschland zwar einen Strom-Mix. Fast die Hälfte des Stromverbrauchs in Deutschland (46 Prozent) speiste sich im Jahr 2020 aber bereits aus erneuerbaren Energien.

Autonome Laderoboter

Das lästige Suchen nach Ladestationen könnte für E-Auto-Besitzer bald Geschichte sein. Bald soll dank eines autonomen Laderoboters jeder Parkplatz zu einer Ladestation werden.

Tesla plant Supercharger-Netzwerk

  • (K)ein Dauerläufer: Europa-Touren sind mit einer einzelnen Akkuladung nicht möglich. Tatsächlich legen Deutsche im Durchschnitt aber bloß etwas mehr als 30 Kilometer täglich mit dem Auto zurück.

  • 🚗

    Eine angemessene Reichweite sowie eine ausgewogene Lade-Infrastruktur spielen in der E-Mobilität trotzdem eine wichtige Rolle.

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    Bis zum Jahr 2023 sollen in Deutschland daher etwa 1.000 öffentliche Schnelllade-Stationen entstehen.

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    E-Auto-Pionier Tesla um dessen Gründer Elon Musk will bis Ende 2021 ein weltweites Schnelllade-Netzwerk mit über 25.000 Superchargern eröffnen.

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    Diese sollen künftig auch andere Herstellende nutzen können. Ob es dafür weitere Bau-Maßnahmen braucht und was das kosten soll, ist aber noch offen.

Deutschlands größter E-Auto-Ladepark

In Hilden, wo sich A3 und A46 kreuzen, entsteht ein riesiger Ladepark für E-Autos. Wer hatte die Idee dazu und wie wurde diese letztendlich umgesetzt?

Recycling als nachhaltiger Faktor

Zwar fehlen echte Langzeiterfahrungen noch. Durchschnittliche E-Auto-Akkus sollen jedoch mindestens 10 Jahre beziehungsweise mehr als 1.000 Lade-Zyklen aushalten.

Im Anschluss können die Akkus im stationären Betrieb weitere 10 Jahre im Einsatz sein: zum Beispiel als portabler Stromspender beim Camping oder als Sammelspeicher in der Energieversorgung.

Auch nach ihrem Second Life sind die Akkus kein Müll. Immer wichtiger wird das Recycling. So verbleiben die wertvollen Rohstoffe in einem Kreislauf.

Firmen wie Duesenfeld in Niedersachsen oder Kyburz in der Schweiz machen in der Hinsicht große Fortschritte. Dank innovativer Verfahren erreichen sie nach eigenen Angaben Recycling-Quoten von mehr als 90 Prozent der Batterie-Materialien.

Fachleute fordern derartige Quoten auch als politische Maßgaben. Die Europäische Kommission überarbeitet die Europäische Batterierichtlinie aus dem Jahr 2006. Darin sind beispielsweise mit 50 Prozent für Lithium noch wesentlich niedrigere Ziele angesetzt.

Sind E-Autos nur für Reiche?

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    Die Bundesregierung unter anderem im Rahmen des Corona- Konjunktur-Programms und Herstellende fördern den E-Auto-Kauf bis mindestens 2025 mit milliardenschweren Programmen.

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    Bei einem Listenpreis von bis zu 40.000 Euro gibt's etwa insgesamt 9.000 Euro an Prämien. Dadurch rücken E-Autos bei der Anschaffung immer näher an Verbrenner heran.

  • 📝

    Die aktuellen Marktveränderungen werden dieses Verhältnis weiter regulieren: Nach Plänen der EU-Kommission gibt's ab 2035 nur noch Stromer. Audi und Daimler zum Beispiel wollen schon ab Mitte der 2020er-Jahre komplett auf E-Autos umsteigen.

  • 💳

    Im Fahrbetrieb hängt die Kostenrechnung zwischen E-Autos und Benzinern stark vom Strom- und Ölpreis ab. Die CO2-Steuer ist ein Faktor, wodurch Laden günstiger als Tanken wird.

  • Beim Laden von E-Autos kommt es außerdem darauf an, woher der Strom kommt: Am Supercharger an der Autobahn etwa geht es zwar recht schnell. Allerdings wird es auch schnell teuer.

  • 🏠

    Im Vergleich dazu kann sich das Aufladen zu Hause mit einem Sonder-Tarif für E-Auto-Besitzer:innen auszahlen. An manchen öffentlichen Orten ist der Strom für E-Autos sogar noch immer gratis.

  • 👨‍🔧

    Vor allem in der Wartung bieten E-Autos gegenüber Verbrennern deutliche Kostenvorteile: Für neue Stromer wird in den ersten 10 Jahren keine Kfz-Steuer fällig. Zudem bleiben dir teure Ölwechsel und der Austausch typischer Verbrenner-Verschleißteile erspart.

  • 🤔

    Kauf, Fahrbetrieb, Wartung: Auch preislich schneiden E-Autos in der Gesamtrechnung immer öfter besser als Benziner und Diesel ab. Der ADAC hat passend dazu einige Beispiele kalkuliert und einzelne Modelle - jeweils als Verbrenner und Stromer - gegenübergestellt.

Mini-E-Autos im Test

Sie sollen die Verkehrswende bringen: kleine, leistungsfähige und bezahlbare Mini-Flitzer mit Elektroantrieb. Doch wie praktisch sind diese Mini-E-Autos wirklich?

Fortbewegung unter Strom

Veröffentlicht: 26.07.2021 / Autor: Alexander Duebbert