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Das AirCar bei einem Testflug in der Slowakei.

Fliegende Autos - gehen wir bald alle in die Luft?

Stau auf den Straßen, volle U- und S-Bahnen: Wie praktisch wäre es, fliegend ans Ziel zu kommen. Genau daran arbeiten zahlreiche Unternehmen. Wir stellen das Projekt AirCar vor und erklären, wie realistisch es ist, in Deutschland ein fliegendes Auto zu nutzen.
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Entwicklung des AirCar

  • In der Slowakei hat der Erfinder Stefan Klein das AirCar vorgestellt. Im Moment befindet sich dieses fliegende Auto noch in der Entwicklungsphase.

  • Die Idee: Die Größe und damit auch Alltagstauglichkeit eines Autos mit der Bewegungsfreiheit eines Flugzeugs zu verbinden.

  • Dabei sieht das AirCar aus der Hand des Autodesigners Klein eigentlich aus wie ein Sportwagen - mit eingeklappten Flügeln.

  • Werden die Flügel ausgeklappt, kann das AirCar auf einer Startbahn aus Gras oder Asphalt wie ein Flugzeug abheben.

  • Seit 30 Jahren arbeitet Klein an dem Konzept eines fliegenden Autos. Vor dem AirCar gab es bereits fünf Prototypen.

Das AirCar lässt sich mit eingeklappten Flügeln auf der Straße wie ein normales Auto fahren.

Stefan Klein - Entwickler des AirCars - am Steuer seines fliegenden Autos.

Wie praktisch wäre das AirCar im Alltag

  • ⛽️

    Angetrieben wird das AirCar von einem 140 PS starken BMW-Motor - und erreicht so bis zu 150 km/h. Die Reichweite ist ähnlich wie bei einem Auto: zwischen 800 und 1000 Kilometer.

  • ✈️

    Per Knopfdruck werden die Flügel ausgefahren. Nach knapp 2 Minuten ist das AirCar flugfähig.

  • 🚗

    Auf der Straße darf das AirCar mit einem normalen Autoführerschein gefahren werden. Um Abheben zu dürfen ist allerdings ein Sportflugschein (Pilotenlizenz) nötig.

  • 🪂

    Für die Sicherheit gibt es ein Fallschirmsystem. Sollte es in der Luft technische Probleme geben, können sich die Passagiere in Sicherheit bringen.

  • 💶

    Noch ist das AirCar nicht in der Serienproduktion. Kosten würde es im Moment 1,5 Millionen Euro.

  • 🛬

    Für den Abflug ist eine Startbahn nötig - wie bei einem Sportflughafen. Eine beliebige Straße darf also nicht genutzt werden. Das schränkt die Einsatzmöglichkeiten des AirCars natürlich ein.

Diese Alternativen gibt es zum AirCar

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Fliegende Autos in Deutschland: wäre das erlaubt?

  • 🚘

    Das AirCar hat in der Slowakei eine Straßen-Zulassung bekommen - unter bestimmten Umständen wäre das auch in Deutschland möglich.

  • 💺

    Ein Problem für den TÜV ist der beim AirCar fehlende Sicherheitsgurt: In Deutschland gilt für Neuwagen eine Pflicht für einen Dreipunktgurt.

  • 🛫

    Außerdem müssen fliegende Autos zum Starten oder Landen einen Flugplatz nutzen. Dem Stau einfach davonfliegen ist also nicht so einfach möglich.

  • 👩‍✈️

    Wer in Deutschland fliegen will, braucht eine Fluglizenz - die ist mit bis zu 10.000 Euro nicht billig.

Wird es bald Flug-Taxis geben?

  • Große Unternehmen wie Uber und Airbus versuchen seit Jahren, Flug-Taxis zu entwickeln.

  • Sie sollen in Metropolen U- und S-Bahnen entlasten und die Mobilität auf dicht besiedeltem Raum grundlegend verändern.

  • Drohnenähnliche Fluggeräte mit Platz für zwei Passagiere können senkrecht an den meisten Orten einer Metropole starten und wie ein Flugzeug auf direktem Wege zum Ziel fliegen.

  • Die Entwicklung geht dabei meist dahin, dass das Flug-Taxi autonom fliegen kann, also niemandem am Steuer benötigt.

Sind fliegende Autos wirklich die Zukunft?

  • 🛩

    Neben rechtlichen Hürden gibt es aber noch weitere Herausforderungen.

  • 🔋

    Die maximale Flugzeit ist bei vielen Konzepten nicht länger als 30 Minuten. Die aktuelle Batterietechnik bringt zudem für elektrobetriebene Flugtaxis gerade bei mehreren Passagieren nicht genug Leistung.

  • 💨

    Im Gegensatz zu Autos sind Fluggeräte deutlich wetteranfälliger - beispielsweise bei starkem Wind oder Gewittern.

  • 💰

    Kritiker wenden zudem ein: Die vergleichsweise hohen Kosten machen Flugtaxis nur zu einem Fortbewegungsmittel für Wohlhabende. Und um einen voll besetzten U-Bahn-Zug zu ersetzen, bräuchte es sehr viele Flugtaxis.

Veröffentlicht: 09.07.2021 / Autor: Johannes Huyer