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Free to play Frau spielt Game am PC

Free-to-play-Games: Warum kostenlose Spiele gar nicht kostenlos sind

Monster jagen, Fantasy-Welten erkunden und Rätsel lösen - und das, ohne dafür zu bezahlen: Das geht mit Free-to-play-Games. Für die Spielefirmen sind die Titel trotzdem eine Goldgrube. Wie das funktioniert und auf welche Fallen du achten solltest.
Free-to-play-Games: Warum kostenlose Spiele gar nicht kostenlos sind
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Free to play: Das musst du dazu wissen

  • Zocken, ohne dafür zu bezahlen: Dafür sind Free-to-play-Spiele (F2P) da. Du lädst sie kostenlos auf Spielkonsole, Computer oder Mobilgerät herunter.

  • Ein Free-to-play-Game kannst du meist problemlos bis zum Ende spielen - wenn du Geduld hast und nicht alle Möglichkeiten ausschöpfen willst.

  • Denn oft stößt du schnell an Grenzen - und bist gegenüber anderen Spieler:innen im Nachteil. Besonders bei Multiplayer-Games ist das ein Hindernis.

  • Obwohl die Games gratis sind, verdienen Spielefirmen viel Geld mit ihnen: Unter den zehn umsatzstärksten Titeln im Februar in Deutschland waren acht free-to-play – und zwar auf Platz eins bis acht.

  • Oft wirst du zu In-Game-Käufen animiert. Verbraucherschützer:innen warnen deshalb vor Abzocke bei manchen Spielen. Einige F2P-Games kannst du aber unbesorgt kostenlos spielen - ohne versteckte Kosten.

Diese Games sind free to play

  • Ob PUBG: Battlegrounds, Guild Wars 2 oder Genshin Impact: Unzählige Videospiele gibt es mittlerweile free to play.
  • Das größte ist aber Fortnite. Mehr als acht Milliarden Euro Umsatz machte die Spielefirma Epic Games damit in zwei Jahren - obwohl es kostenlos ist.
  • Einige der F2P-Games waren früher Bezahltitel, zum Beispiel das Autoballspiel Rocket League. Kostete das Fußballspiel PES noch fast 60 Euro, ist der Nachfolger eFootball 2022 gratis.
  • Manchmal handelt es sich auch um Ableger bekannter, kostenpflichtiger Spiele - so wie das Battle-Royale-Videospiel Call of Duty: Warzone oder der Shooter Halo Infinite Multiplayer.
  • Unter den umsatzstärksten F2P-Games im Februar sind aber vor allem Casual Games für Smartphones. Die Top 5 von „game", dem Verband der deutschen Games-Branche, sind: CoinMaster, GardenScapes - New Acres, Clash of Clans, State of Survival und Fishdome - Deep Dive.

Wie verdienen die Firmen bei Free-to-Play-Games Geld?

  • 🤑

    Alle Spielefirmen müssen mit ihren Titeln Geld verdienen, ob sie etwas kosten oder nicht.

  • 💳

    F2P-Spiele animieren dich darum häufig dazu, etwas auszugeben, um schneller voranzukommen. Das erledigst du über In-Game- bzw. In-App-Käufe.

  • 🪙

    Da es sich meist um geringe Beträge handelt, ist die Hemmschwelle niedrig. Allerdings können sich die Ausgaben schnell summieren. Kaufst du Items über eine In-Game-Währung, die du mit echtem Geld bezahlst, kannst du schnell den Überblick verlieren.

  • 🏆

    Besonders gefährlich wird es, wenn du nicht gewinnen kannst, ohne etwas zu bezahlen. Diese Spiele heißen Pay-to-win-Games.

  • 📲

    Bei einigen F2P-Games blenden die Hersteller Werbung in Pop-ups oder Chats ein, um Einnahmen zu erzielen.

  • 📃

    Verbraucherschützer:innen geben zu bedenken, dass du dich für jedes Free-to-Play-Spiel registrieren musst. Du hinterlässt also verschiedene persönliche Daten bei der Spielefirma.

Wie entsteht eigentlich ein Videospiel?

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Videospiele sind wahre Meisterwerke, in die Programmierer:innen und Grafiker:innen tausende Stunden investieren. Wir zeigen dir, den Entstehungsprozess von Videospielen - von der Idee bis zum fertigen Produkt.

Wofür musst du in den kostenlosen Spielen zahlen?

  • Kaufen von In-Game-Items: Du kannst zwar Free-to-Play-Games kostenlos spielen. Aber wenn du eine bessere Rüstung, eine stärkere Waffe oder zusätzliche Fähigkeiten für deinen Charakter willst, musst du dafür oft bezahlen.

  • Aufheben von Einschränkungen: In manchen Spielen kannst du weniger Ausrüstung tragen, kommst langsamer voran oder musst warten, nachdem du an einer Aufgabe gescheitert bist. Wenn du bezahlst, fällt das weg.

  • 🚪

    Zusätzliche Spielinhalte: Willst du höhere oder zusätzliche Levels erreichen, musst du in vielen F2P-Games ebenfalls zahlen. Berüchtigt sind auch Lootboxen: Du kaufst eine virtuelle Schatzkiste, weißt aber nicht, was drin ist.

  • 💰

    Beschaffen von In-Game-Währung: In vielen Titeln gibt es eigene Währungen. Die Münzen oder Rohstoffe verdienst du nach und nach und holst dir anschließend andere Items. Die Bezahlmittel kannst du auch kaufen - mit echtem Geld.

  • 💶

    Abschließend von Abos: In einigen Free-to-play-Spielen kannst du alle Funktionen freischalten, wenn du monatlich zahlst.

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Free to play: Die Vorteile für Gamer:innen

  • Free-to-play-Spiele können für dich Vorteile haben - wenn du dich nicht dazu verleiten lässt, Geld zu zahlen.
  • Du kannst direkt einsteigen, ohne ein Game zu kaufen. Wenn es dir nicht gefällt, hörst du einfach wieder auf.
  • Vor allem für Gelegenheitsspieler:innen kann es praktisch sein, wenn sie Games auf diese Weise testen.
  • Gerade bei Online-Multiplayer-Games erweitert sich die Community, wenn die Titel nichts kosten. Du findest also oft mehr Mitspieler:innen oder Gegner:innen.

Die Verbraucherzentralen raten: So schützt du dich vor Kostenfallen bei In-App-Käufen

  • 🪙

    Prüfe vor der Installation, ob fürs Weiterkommen In-Game-Käufe zwingend notwendig sind. Schau dazu in die Beschreibung und Bewertungen.

  • 📱

    Achte darauf, welche Berechtigungen eine Game-App fordert und welche Daten du bei der Registrierung angeben sollst.

  • 💳

    Speichere keine Zahlungsinformationen wie deine Kreditkarte in In-Game-Shops, denn das erleichtert Käufe. Nutze lieber Prepaid-Karten, damit du nicht mehr ausgibst, als du willst.

  • 🤐

    Schütze Kaufvorgänge in den App Stores mit einem Passwort. So verhinderst du, dass du unabsichtlich etwas kaufst. Auf iPhone und iPad kannst du In-App-Käufe ganz deaktivieren.

  • 💻

    Auch bei Computer- und Konsolenspielen kannst du In-Game-Käufe einschränken - zum Beispiel mit einem Gastprofil für Kinder, das sie verbietet.

Veröffentlicht: 06.05.2022 / Autorin: Claudia Frickel