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Prothesen aus dem 3D-Drucker: Damit hilft Robert behinderten Menschen weltweit

Die Idee hatte er mit 17 Jahren, heute schätzen Experten auf der ganzen Welt seine Methode.
Teaserbild: Prothesen aus dem 3D-Drucker: Damit hilft Robert behinderten Menschen weltweit

WHAT THE FAKT

  • Mit seiner Idee ermöglicht er behinderten Menschen ein besseres Leben: Robert aus Missouri entwickelt Prothesen, die mit Hilfe eines 3D-Druckers hergestellt werden.

  • Als Teenager informierte er sich im Netz über Bionik, Mechanik und Anatomie. Inzwischen studiert er und hat sich an der Uni auf den Bau von Prothesen spezialisiert.

  • Seine erste Prothese fertigte der ambitionierte Tüftler mit 17. Die bekam sein Vater, der im Irak-Krieg Teile seines Unterarms verloren hatte.

  • Die Haken-Prothese, die der Ex-Marinesoldat bis dato trug, eignete sich hauptsächlich zum Greifen. Bei Roberts Modell handelt es sich um eine künstliche Hand mit beweglichen Fingern, mit der der Vater sogar Video-Games spielen kann.

  • Für einen Jungen entwarf der Student eine "Spiderman-Hand" und später eine "Batman-Hand", nachdem der Kleine aus der ursprünglichen Prothese herausgewachsen war.

  • So funktioniert das Verfahren: Zunächst wird der Stumpf der jeweiligen Gliedmaße gescannt, dann das 3D-Modell am Computer bearbeitet und schließlich mittels einer speziellen Software der Befehl an den Drucker geschickt. Der schichtweise Aufbau aus einem oder mehreren Materialen erfolgt nach vorgegebenen Maßen und Formen.

  • Experten sehen bei Prothesen aus dem 3D-Drucker ein großes Potential. Vor allem darin, Menschen in Entwicklungsländern künftig schneller und günstiger mit orthopädischen Hilfsmitteln versorgen zu können.

  • "That‘s the power of engineering": Robert möchte Betroffenen überall auf der Welt helfen - und daher stellt er seine Prothesen-Baupläne digital zur Verfügung.

Veröffentlicht: 23.01.2020 / Autor: Heike Predikant