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Tap to pay mit iPhone

Tap to Pay: Das iPhone wird bald zum Bezahl-Terminal

Bezahlen wird noch bequemer: Willst du Beträge begleichen, hältst du künftig Kreditkarte oder Smartphone an das iPhone der Verkäufer:innen - fertig. Die praktische Funktion führt Apple bald ein, vorerst aber nur in den USA. Kontaktloses Bezahlen boomt auch sonst.
Tap to pay mit iPhone

Tap to Pay: Das musst du dazu wissen

  • Eine neue Bezahlmethode verwandelt bald (fast) jedes iPhone zum Bezahl-Terminal - aber vorerst nur in den USA.

  • Mit "Tap to Pay on iPhone" können alle Nutzer:innen direkt von anderen Smartphones oder Bankkarten Geld empfangen, zum Beispiel beim Verkaufen auf dem Flohmarkt oder unter Freund:innen. Bargeld ist nicht nötig.

  • Bisher kannst du schon mit Smartphones und Wallet-Apps an Bezahl-Terminals Rechnungen begleichen. Aber Tap to Pay macht das zusätzliche Lesegerät überflüssig. Die Funktion könnte zu den Bezahlsystemen der Zukunft gehören.

  • Empfangen kann jemand die Zahlung nur auf einem iPhone. Bezahlen kannst du mit Apple- und Android-Handys sowie mit Kredit- und Debitkarten.

So kann jemand via Tap to Pay kontaktlos Geld empfangen

  • 📱

    Kleine Händler:innen und andere Nutzer:innen in den USA können ihr iPhone bald als Zahlungs-Terminal verwenden. Voraussetzung: Es muss sich um ein iPhone XS oder neuer handeln.

  • 💰

    Sie benötigen eine App oder einen Zahlungsdienstleister, also einen Service wie PayPal.

  • Wollen Kund:innen etwas bezahlen, halten sie einfach Smartphone, Kreditkarte oder Smartwatch an das Apple-Handy der Händler:innen. Die fällige Summe wird anschließend vom Bankkonto abgebucht.

  • 📏

    Abgewickelt werden die Transaktionen über NFC. Das ist die Abkürzung von "Near field communication", also Nahfeldkommunikation. Die beiden Geräte dürfen höchstens 4 Zentimeter voneinander entfernt sein.

  • 📲

    Anderswo ist kontaktloses Zahlen viel üblicher als bei uns. In den USA und Kanada verwenden viele kleine Händler:innen den Dienst "Square" - und dem macht Tap to Pay hauptsächlich Konkurrenz. Bei Square ist aber ein Zusatzgerät nötig, etwa ein Tablet.

So hat sich kontaktloses Zahlen in Deutschland durchgesetzt

  • 61 Prozent der Bevölkerung in Deutschland haben in den letzten 12 Monaten kontaktlos gezahlt. Das ist das Ergebnis der GfK-Studie "Bezahltrends im Handel". 2020 waren es noch 58 Prozent, im Jahr davor 49 Prozent.
  • 21 Prozent der Menschen bezahlen immer kontaktlos, wenn es geht.
  • 23 Prozent haben schon mit Smartphone oder Smartwatch bezahlt. Bei den 18- bis 29-Jährigen war es jede:r Dritte.
  • Nur noch 38 Prozent nutzen hierzulande am liebsten Bargeld.

Kontaktlos bezahlen mit mobilen Geräten und Karten

  • 💰

    Willst du Kredit- und Girokarte daheim lassen, zahlst du via Smartphone oder Smartwatch - sogar, wenn du offline bist. Der benötigte NFC-Chip gehört inzwischen zum Standard.

  • 👛

    Die Funktion musst du zuerst einrichten: Installiere eine Wallet wie Apple oder Google Pay und speichere darin deine Kreditkarten- oder Bankdaten.

  • 🙂

    Du musst dein Handy per Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder PIN entsperren, wenn du bezahlen willst.

  • 💳

    Auch die meisten Kredit- und Girokarten haben einen NFC-Chip integriert. Das erkennst du am aufgedruckten Funksymbol. Du kannst kontaktlos bis 50 Euro bezahlen, ohne PIN oder Unterschrift.

  • 💶

    Du brauchst dich nicht extra anzumelden oder registrieren, um die Funktion zu nutzen. Hältst du die Karte an das Terminal, wird sie aktiviert - und der Betrag von deinem Konto abgebucht.

Wie sicher ist das kontaktlose Bezahlen?

  • Das kontaktlose Bezahlen gilt als genauso sicher wie Transaktionen per Kreditkarte, sagt die Stiftung Warentest.
  • Es ist nicht möglich, versehentlich oder doppelt zu zahlen: Du musst unmittelbar neben dem Lesegerät stehen. Mitarbeiter:innen müssen eine Zahlung gezielt aktivieren.
  • NFC-Chip und das Lesegerät tauschen verschlüsselt nur Daten aus, die zum Bezahlen nötig sind - also Betrag, Kartennummer und Gültigkeitsdatum.
  • Beim Zahlen mit dem Smartphone werden deine Bankinfos nicht auf dem Gerät gespeichert oder weitergegeben.
  • Willst du ganz sichergehen, schaltest du auf Android-Smartphones NFC aus, wenn du es gerade nicht nutzt. Bei iPhones geht das nicht. RFID-Hüllen schützen Zahlkarten generell davor, dass Unbefugte Daten auslesen können.
Veröffentlicht: 18.03.2022 / Autorin: Claudia Frickel