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Beam me up, Scotty! Diese Astro-Bilder schicken dich in ferne Galaxien

Auch 2020 wurden die "Insight Investment Astronomy Photographer of the Year", die Astro-Bilder des Jahres gekürt. Mit ihren atemberaubenden Bildern nehmen uns die Gewinner mit auf eine Reise ins Weltall. Einsteigen bitte, wir heben ab!
Andromeda Galaxie inmitten von Sternenwolken

Kategorie: Galaxie

"Andromeda Galaxy at Arm's Length?" von Nicolas Lefaudeux

Die Andromeda-Galaxie erscheint im Bild oben zum Greifen nah. In Wirklichkeit ist sie aber 2 Millionen Lichtjahre entfernt. Ein einziges Lichtjahr entspricht übrigens circa 9,5 Billionen Kilometer.

Der französische Gewinner und Gesamtsieger Nicolas Lefaudeux hat für das Foto eine bestimmte Technik angewandt und einen Teil des Bildes in 3D-Optik gedruckt. Durch die Unschärfe an den Rändern des Bildes wirkt es als wäre die Spiralgalaxie quasi nur eine Armlänge entfernt. Daher auch der Name: "Andromeda Galaxy at Arm's Length?"

Kategorie: Polarlichter

Polarlichter am Himmel

© Nicholas Roemmelt

"The Green Lady" von Nicholas Roemmelt

Nicholas Roemmelt ist eigentlich Zahnarzt. Er blickt aber nicht nur gerne in fremde Münder, sondern auch durch eine Kameralinse. Fotografieren ist sein großes Hobby. Auf einer Reise nach Norwegen schoss er ein Foto der Polarlichter. Sein Bild "The Green Lady" erinnerte ihn an eine tanzende Frau im grünen Kleid.

Wie entstehen eigentlich Polarlichter?

Platz 3: Die magischen Polarlichter Islands

Wie entstehen eigentlich Polarlichter?

Die Polarlichter sind eines der spektakulärsten Naturphänomene überhaupt. Wie sie entstehen, erklären wir dir im Clip.

Kategorie: Unser Mond

Mond mit Krater in Farbe

© Alain Paillou

"Tycho Crater Region with Colours" von Alain Paillou

Bläschen auf dem Mond? Falsch. Das sind Krater. Sie sind durch gewaltige Einschläge entstanden. Das Bild ist eine Kombination, aus Schwarz-Weiß- und Farbaufnahme. So kommen die Details zur Geltung und das Bild erstrahlt in bunten Farben. So schön haben wir unseren Mond selten gesehen!

Kategorie: Unsere Sonne

Kochende Oberfläche der Sonne

© Alexandra Hart

"Liquid Sunshine" von Alexandra Hart

Das soll unsere Sonne sein? Die Detailaufnahme zeigt, wie viel Bewegung sich auf ihr abspielt. Die Oberfläche der Sonne ist ungefähr 100 Kilometer dick - und sozusagen ständig am "Kochen".

Im Inneren vollziehen sich Kernfusionen in Dauerschleife. Dadurch entsteht die gigantische Menge an Energie von der auch wir, hier auf der Erde, profitieren.

So sieht eine Mini-Sonnenfinsternis aus

Merkur-Transit: So sieht eine Mini-Sonnenfinsternis aus

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Die meisten von uns kennen eine Mond- und auch eine Sonnenfinsternis - nur einen Merkur-Transit haben bislang nur wenige Menschen gesehen. Doch was macht diese Mini-Sonnenfinsternis so besonders?

Kategorie: Menschen und Weltraum

Satellitenspuren und im Zentrum der Stern Albireo

© Rafael Schmall

"The Prison of Technology" von Rafael Schmall

Ein Stern hinter Gittern? Mit seinem Bild "The Prison of Technology" zeigt Rafael Schmall, wie Menschen durch Technik den Weltraum verändern. Die Gitterstäbe des "Gefängnisses der Technik" sind Spuren von sich bewegenden Satelliten. Im Zentrum des Bildes ist der Stern Albireo zu sehen.

Kategorie: Planeten, Kometen und Asteroiden

Jupiter und Mond

© Łukasz Sujka

"Space Between US..." von Łukasz Sujka

Dieses Foto ist dem Fotografen Lukas Sujka wirklich gut gelungen. In dem Bild ist sowohl der Planet Jupiter als auch unser Mond zu sehen. Und das ist ganz schön schwierig. Denn Planet und Mond bewegen sich und lassen sich nicht leicht zusammen abbilden. "Ich wollte die riesige Leere und die Größe des Raumes zeigen, weshalb sich zwischen den beiden Hauptteilen des Bildes eine Menge 'Nichts' befindet."

Bei genauem Hinsehen ist ein kleiner Mond des Jupiters zu sehen. Bei voller Auflösung sind sogar insgesamt 3 Monde zu sehen.

Kategorie: Himmelslandschaften

Polare Stratosphärenwolken in Lappland

© Thomas Kast

"Painting the Sky" von Thomas Kast

Auf der Suche nach der perfekten Polarnacht in Lappland überraschte dieses Phänomen Thomas Kast. Polare Stratosphärenwolken hatte er bisher nur auf Bildern gesehen. Während er das Foto schoss, veränderten die Wolken gemächlich ihre Form und Farben. Zum Sonnenuntergang war die Farbsättigung am stärksten. Sieht aus, als würde jemand am Himmel malen. Der passende Titel dazu: "Painting the Sky".

Kategorie: Sterne und Nebel

Emissionsnebel NGC 3576

© Peter Ward

"Cosmic Inferno" von Peter Ward

Hinter diesem kosmischen Inferno steckt eine Warnung an die Menschheit: Achtet auf euren Planeten! Das Bild soll die verheerenden Waldbrände in Australien in den Jahren 2019 und 2020 widerspiegeln. Gleichzeitig zeigt uns das Foto: Die Natur kann sich wehren.

Auf dem Werk des Australiers Peter Ward ist eigentlich der Emissionsnebel NGC 3576 zu sehen. Solche galaktischen Gas-Wolken spalten Licht in verschiedene Farben auf.

Kategorie: Nachwuchspreis

Sternenhimmel und Milchstraße

© Alice Fock Hang

"The Four Planets and the Moon" von Alice Fock Hang

Mit gerade mal 11 Jahren konnte sich die junge Fotografin Alice Fock Hang den Nachwuchspreis sichern. Nach dem Sonnenuntergang waren Mond, Venus, Merkur, der Stern Antares, Jupiter und Saturn inklusive Milchstraße über dem Indischen Ozean zu sehen.

Auf ihrer Sternen-Karte entdeckte das Mädchen auch Pluto. Der waren in ihrer Aufnahme jedoch nicht zu erkennen.

Sir Patrick Moore Preis für den besten Newcomer

Californianebel NGC 1499

© Bence Toth

"Waves" von Bence Toth

Eine kosmische Welle rollt auf uns zu! Keine Panik, der Californianebel NGC 1499 wirkt zwar bedrohlich, befindet sich aber außerhalb unseres Sonnensystems. Präzise und gekonnt fing Bence Toth die Szene ein und bekam dafür den Newcomer-Preis verliehen.

Annie Maunder Preis für Image Innovation

Ein bearbeitetes Gigapixelbild der Milchstraße

© Julie F Hill

"Dark River" von Julie F Hill

In diesem Bild der Milchstraße sind etwa 84 Millionen Sterne abgebildet. Das Original-Bild enthält fast 9 Milliarden Pixel. Die Fotografin Julie Hill musste die unglaublich große Datei bearbeiten und aufteilen, um sie drucken zu können. Die einzelnen Teile klebte sie dann händisch zusammen.

Das Ergebnis: Ein 9 auf 5 Meter großes Bild, das sich jeweils dem Raum anpasst, in dem es ausgestellt wird. Hier erscheinen die Sterne zum Greifen nah.

Veröffentlicht: 08.01.2021 / Autor: Sarra Chaouch-Simsek