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Höhepunkt der Perseiden: Heute kannst du besonders viele Sternschnuppen sehen

Seit Mitte Juli ziehen die Perseiden über den Nachthimmel. Der Höhepunkt kommt heute: In der Nacht vom 12. August kannst du die meisten Sternschnuppen am Himmel sehen. Wie die Weltraum-Gesteine zu ihrem seltsamen Namen kommen und wann du sie am besten beobachten kannst.
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Das Wichtigste zum Thema Perseiden

  • Vom 17. Juli bis zum 24. August sind die Perseiden wieder am Himmel über Deutschland zu sehen.

  • Perseiden sind ein jährlich wiederkehrender Meteorstrom, der in der Erd-Atmosphäre verglüht. Die Meteoren werden Perseiden genannt, weil sie aus dem Sternbild des Perseus zu kommen scheinen.

  • Eigentlich stammen die Meteoriten jedoch vom Kometen 109P/Swift-Tuttle. Den genauen Unterschied zwischen den Space-Steinen erfährst du weiter unten.

  • Ihren Höhepunkt erreichen die Sternschnuppen voraussichtlich in der Nacht vom Mittwoch, 12. August auf den Donnerstag, 13. August. Dann werden bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde am Himmel zu sehen sein.

So beachtest du die Sternschnuppen am besten

  • Ab 17. Juli durchquert die Erde wieder die Staubspur, die der Komet 109P/Swift-Tuttle im All hinterlassen hat.
  • Und am 12. August zwischen 10 Uhr und 23 Uhr erreicht sie dann den dichtesten Teil des Kometen-Staubs. Da es in diesem Zeitraum allerdings meist noch hell draußen ist, sollte man entweder davor oder danach sein Glück versuchen.
  • Wer die Sternschnuppen sehen möchte, sollte sich einen dunklen Beobachtungspunkt suchen und in Richtung Nordosten schauen. Hierbei kann man sich an dem Sternbild Perseus orientieren.
  • Alternativ kannst du's auch so machen: 5 mal die Hinterachse des Großen Wagens verlängern, über den Polarstern hinweg bis zur Kassiopeia (Himmels-W) und dann im rechten Winkel nach rechts, ungefähr auf halbem Weg zu Capella, dem Hauptstern im Fuhrmann.
  • Falls dir Wolken die Sicht versperren: Das Himmels-Spektakel wird auch per Livestream im Internet zu sehen sein.

Meteorit, Asteroid oder Komet?

Woher kommen Sternschnuppen?

Sternschnuppen sind Überbleibsel aus der Entstehung unseres Sonnensystems. Genau genommen stammen sie aus einem Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. Dort befinden sich Brocken mit einem Durchmesser von wenigen Zentimetern bis zu hundert Kilometern.

Stoßen diese Brocken aufeinander, kann es passieren, dass sie den Asteroidengürtel verlassen und sich auf den Weg Richtung Erde machen. Im Fall eines Sternschnuppen-Schauers kreuzt die Erde die Flugbahn eines Kometengürtels.

Die Steine folgen einer Bahn, die von der Schwerkraft der umliegenden Himmelskörper beeinflusst wird. Sobald einer der Steine die Umlaufbahn der Erde kreuzt, wird er zum Meteor. Trifft er die Erde, nennt man das Meteroit.

Sternschnuppen verglühen demgegenüber beim Eintreten in unsere Atmosphäre, sie sind also verglühende Meteore.

Wie erfolgreich bist du bei der Sternschnuppen-Suchen?

So fotografierst du das Spektakel

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    Am besten nimmst du eine Spiegelreflexkamera. Die eignet sich sehr gut für Fotos im Dunkeln - vor allem mit einem Weitwinkel-Objektiv.

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    Auf dem Smartphone brauchst du bestimmte Apps, um Einstellungen wie die Belichtungszeit ändern zu können. Dann kannst du auch mit dem Handy fotografieren.

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    Wichtig ist ein stabiler Untergrund. Die Kamera darf sich während der gesamten Belichtungszeit nicht bewegen. Am besten eignet sich dafür ein Stativ.

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    Wähle eine Umgebung, in der du möglichst wenig Licht- und Luftverschmutzung hast. In der Stadt wird es schwer, gute Fotos zu machen.

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    Für Profis: Stell den ISO-Wert deiner Kamera auf 6.400 bis 12.800. Die Belichtungszeit sollte zwischen 20 bis 30 Sekunden und die Blende möglichst offen sein.

Veröffentlicht: 12.08.2020 / Autor: André Marston Alvarez