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Frag Einstein: Warum altert man im Weltall langsamer?

Wird es bald eine Verjüngungskur im Weltall geben? Denn dort alterst du langsamer als auf der Erde. Warum das so ist? Die Antwort findest du hier.

Das Wichtigste zum Thema Warum altert man im Weltall langsamer?

  • Der NASA-Astronaut Scott Kelly machte eine kuriose Erfahrung: Während er ein Jahr auf der Raumstation ISS verbrachte, alterte er langsamer als sein eineiiger Zwillingsbruder Mark auf der Erde.

  • Das hängt mit Einsteins Relativitätstheorie zusammen. Die besagt, dass die Zeit für Objekte, die sich in Bewegung befinden, langsamer vergeht als für solche, die sich nicht bewegen. Genauso verhält es sich, je näher du dich an einer schweren Masse wie der Erde befindest. Die Zeit vergeht für Menschen im All deshalb um den Faktor 1,0000000007 schneller als für dich auf der Erde.

  • Da sich Scott Kelly mit einer Geschwindigkeit von 28.200 Kilometern pro Stunde außerhalb des Gravitationsfelds durchs All bewegte, durchlebte Mark auf der Erde 5 Millisekunden mehr, die er jetzt älter als sein Zwillingsbruder ist. Dieser Effekt wird als Zwillings-Paradoxon bezeichnet.

Was passiert mit dem Körper während der Zeit im Weltall?

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    Die NASA kam durch ihre Zwillingsstudie zu spannenden Erkenntnissen: Der Aufenthalt im Weltall hat deutliche Spuren bei Scott Kelly hinterlassen. Die Telomere des Astronauten, die Endstücke der Chromosomen, verlängerten sich im All. Ungewöhnlich, da sich die Telomere mit zunehmendem Alter eigentlich verkürzen. Der Weltraum scheint hier verjüngend zu wirken.

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    Außerdem zeigten sich bei Scott Kelly Schäden an der DNA und Veränderungen in der Genexpression.

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    Das Herz-Kreislaufsystem blieb ebenfalls nicht verschont: Die Halsschlagader verdickte sich während des Weltall-Aufenthalts.

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    Auffällig war zudem, dass die Netzhaut der Augen ebenfalls dicker wurde.

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    Scotts Darmmikrobiom veränderte sich anders als das von Mark. Dass die Bakterienstämme schwanken, ist normal. Doch die Entwicklung der Darmflora im All wich davon auffällig ab.

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    Erst Monate nach der Rückkehr zur Erde verringerte sich seine kognitive Leistungsfähigkeit. Während sich die körperlichen Veränderungen größtenteils auf der Erde wieder zurückbildeten, blieb die eingeschränkte Gedächtnisleistung bisher bestehen.

Veröffentlicht: 11.12.2019 / Autor: Galileo

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