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Hope - die Mars-Sonde aus der Wüste

Eine Mission zum Mars schaffen nur die Big Player der Raumfahrt-Welt. Warum sich ausgerechnet ein kleines arabisches Land das zutraut - und wer neuerdings noch alles im Weltall mitmischt.

Das Wichtigste zum Thema Mars-Sonde Hope

  • Am 19. Juli startete die Sonde Hope auf einer japanischen Rakete erfolgreich in den Weltraum. Ziel: der Mars. Die Sonde hat sich schon aus dem All gemeldet: Alle Systeme haben den Start überstanden.

  • Das Ungewöhnliche: Die Sonde gehört einem Newcomer in der Raumfahrt: den Vereinigten Arabischen Emiraten. Für das kleine Land noch prestigeträchtiger: Hope ist die erste Mars-Mission eines arabischen Landes überhaupt.

  • Happy Birthday: Die 1.350 kg schwere und würfelförmige Sonde benötigt für die 492 Millionen Kilometer zum Mars etwa 7 Monate und kommt dort im Februar 2021 an - rechtzeitig zum 50. Gründungstag der Emirate.

  • Staubtrocken und sonnig: Hope soll das Marswetter untersuchen und klären, warum der rote Planet langsam aber sicher seine Atmosphäre in den Weltraum verliert.

  • Ein wichtiges Ziel ist offenbar, das Interesse an Wissenschaft und Technik in der Bevölkerung zu wecken. Die VAE wollen ein Wissenschaftszentrum im arabischem Raum werden. Seit Jahrzehnten ist das Land von den Einnahmen seiner Erdöl-Förderung abhängig.

Hopes Trip zum Mars

Missionsplan: So läuft Hopes 7-monatige Reise zum Mars ab.

5 Hope-Facts zum Staunen

  • 🤞

    Ganz sicher sind sich die Emeratis offenbar nicht, dass die Sonde ankommt. Ihr Name "Hope", arabisch Al-Amal, (الأمل) steht für "Hoffnung".

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    Oh, wie süß! Die Betreiber wissen: Eine Mission zum Mars regt die Fantasie an wie ein Besuch in Disneyland. Im Mission-Store gibt es unter anderem Kaffeetassen mit kleinen Astronauten drauf, Mission-Sticker und Raumanzüge für die Kleinen zu kaufen.

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    Die Sonde muss ständig ihren Kurs korrigieren, um den Mars zu erreichen: "Es ist, als müsse man mit einem Pfeil ein nur 2 mm großes Ziel aus einem Kilometer Entfernung treffen" so Missions-Forscher Pete Withnell.

  • Harte Timeline: Die Ingenieure hatten nur 6 Jahre Zeit, um die Sonde zu bauen. Nicht selten dauert der Bau eines Raumfahrzeugs mehr als 10 Jahre.

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    Islamische Länder haben nicht selten den Ruf, von Männern dominiert zu werden. Anders bei der Hope-Mission: Sie wird von einer Frau geleitet: Sarah al-Amiri.

Was der Wüstenstaat im Weltraum plant

Die neuen Nationen am Raumfahrt-Himmel

  • Das kleine Israel versuchte 2019, mit der kleinen Landefähre Beresheet auf dem Mond zu landen. Wegen eines falschen Computer-Befehls stürzte sie aber kurz vor der Oberfläche ab.

  • Indien startet zwar seit Jahren mit eigenen Raketen Satelliten ins All. Doch für 2021 plant die Atommacht nun sogar, Astronauten in einem eigenen Raumschiff in den Orbit zu transportieren.

  • Brasilien baut an der Trägerrakete VLM für Kleinsatelliten. Die Entwicklung ihrer Vorgängerin endete tragisch: 2003 explodierte sie noch vor dem Start und riss 20 Menschen in den Tod.

  • Auch afrikanische Länder betreiben mittlerweile Raumfahrt. Nigeria besitzt mehrere Kommunikations-Satelliten, und Unis in Südafrika und Kenia haben Satelliten auf eigene Faust entwickelt.

  • China ist DIE neue Raumfahrt-Nation. Nach den Russland und den USA sind sie das 3. Land, das eine bemannte Raumstation unterhalten hat. Nun sendet das Riesenreich auch einen Rover zum Mars.

Die Bayern-Rakete und der Boom im Weltraum

Die geplante Spectrum von Isar Aerospace


Raketenpower aus Bayern: Eine rein deutsche Trägerrakete, das gab's noch nie.
© Isar Aerospace

 

Im Reigen der neuen Raketen-Sterne am Raumfahrt-Himmel darf auch der Freistaat Bayern nicht fehlen. Die bayrische Landesregierung hat kürzlich angekündigt, die Entwicklung einer eigenen Trägerrakete zu fördern.

Die geplante Spectrum von Isar Aerospace


Die Spectrum-Rakete wird nicht in Deutschland abheben, sondern voraussichtlich im weitgehend menschenleeren Norden von Schweden.
© Isar Aerospace

 

Aktuell bauen dort gleich 2 junge Raumfahrt-Unternehmen Raketen: Isar Aerospace aus München und Rocket Factory aus Augsburg.

Konkurrenz bekommen die bayrischen Raketenbauer allerdings von ehrgeizigen Nachbarn: HyImpulse Technologies aus Baden-Württemberg. Der Clou: Ihr Raumfahrzeug wird mit einer Art Kerzenwachs angetrieben und kann nicht explodieren. Die Jungunternehmer sind Teil eines weltweiten Booms im Raketengeschäft, NewSpace genannt. Das bekannteste Gesicht dieser Szene ist Elon Musk und sein Unternehmen SpaceX.

Veröffentlicht: 28.07.2020 / Autor: Peter Schneider

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