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  2. Weltall
Das (virtuelle) Phobos Exploration Vehicle der NASA

Die NASA - Houston, was macht ihr da?

Die NASA ist legendär. Nur sie hat es geschafft, einen Menschen auf einen anderen Himmelskörper befördert. Wir zeigen euch, was hinter den Türen der US-Raumfahrtbehörde NASA vor sich geht und warum immer noch einige nicht glauben, dass Astronauten auf dem Mond gelandet sind.
Die NASA - Houston, was macht ihr da?
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Die wichtigsten Facts zur US-Raumfahrtbehörde NASA

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    Die erst 1959 gegründete NASA hat Hunderte Raumsonden und Raumschiffe ins Sonnensystem geschickt, unter anderem zu allen Planeten, zahlreichen Monden, Asteroiden und Kometen.

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    Das am weitesten entfernte Raumfahrzeug der NASA (und der Menschheit) ist die Raumsonde Voyager. Sie fliegt mehr als 23 Milliarden Kilometer (Stand Dezember 2021) entfernt von der Erde durch den interstellaren Raum außerhalb des Sonnensystems.

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    Größter Erfolg: Die Landung auf dem Mond. Die ersten Schritte von Neil Armstrong entschieden nebenbei das Rennen zum Mond zwischen der USA und der damaligen Sowjetunion.

  • 🥺

    Das größte Problem der NASA: Einige Menschen glauben nicht, dass Menschen auf dem Mond gelandet sind, sondern sehen die Mondlandung als Verschwörung - sie sei nur vorgetäuscht worden. Sie lassen sich auch von handfesten Beweisen nicht überzeugen.

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    Niederlage: Das Rennen um den ersten Menschen im All verloren die NASA-Ingenieure gegen ihre sowjetischen Kollegen. Juri Gagarin erreichte am 12. April 1961 das Weltall - US-Astronaut Alan Shepard erst 23 Tage später.

  • 🤑

    Die NASA ist die reichste Raumfahrtagentur der Welt: Sie hat ein Jahresbudget von umgerechnet über 20 Milliarden Euro (2021). Zum Vergleich: Die ESA bekommt 6,5 Milliarden Euro.

Superstars im All: die Meilensteine der NASA

Cassini taucht in die Saturn-Atmosphäre ein
Die Reise der Raumsonde Cassini lieferte einen einzigartigen Blick auf den...
Weltraumteleskop Hubble mit Galaxie
Das Weltraumteleskop "Hubble" war lange Zeit der Superstar im All, allerdings mit...
NASA-Raumfähre Atlantis angedockt an die russische Raumstation Mir
Geplant als preiswerter Lastwagen fürs All, stellten sich die 5 Raumfähren des...
Voager 2 besucht Neptun
Ende der 70er-Jahre starteten die Sonden Voyager 1 und 2 zu den äußeren Planeten....
Mission OSIRIS-REx zum Asteroiden Bennu
Landung auf einer durchs All rasenden Stecknadel: 2020 holte sich die Raumsonde...
Illustration der NASA-Raumsonde Pioneer 10
In den 50er-Jahren explodierten noch die meisten der knapp 20 "Pioneer"-Sonden auf...
Cassini taucht in die Saturn-Atmosphäre ein
Weltraumteleskop Hubble mit Galaxie
NASA-Raumfähre Atlantis angedockt an die russische Raumstation Mir
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Illustration der NASA-Raumsonde Pioneer 10

Geplante Highlight-Missionen: Das hat die NASA in den kommenden Jahren vor

  • Im Dezember 2021 startet das James Webb-Teleskop. Der Nachfolger von Hubble soll mit seinen Infrarot-Augen in die hintersten Ecken des Universums schauen.

  • In den 2030er-Jahren plant die NASA, Menschen zum Mars zu schicken. Die US-Regierung hat aber das notwenige Geld noch nicht bezahlt. Nach Schätzungen aus den 90er Jahren klebt ein Preisschild von umgerechnet über 350 Milliarden Euro an der Mission.

  • Noch davor ist eine bemannte Mondmission namens "Artemis" geplant. Diesmal soll aber eine Frau ihren Fuß auf den Erdtrabanten setzen. Auch diese Mission verzögert sich, weil Artemis umgerechnet mindestens 30 Milliarden Euro kostet.

  • Zudem lässt die NASA eine neue Raumstation bauen. Die "Lunar Orbital Platform-Gateway" soll aber nicht um die Erde kreisen, sondern um dem Mond. Astronauten können dort Langzeitmissionen im Deep Space üben und sich auf die Landung auf dem Mond vorbereiten.

  • Auf der Suche nach (vergangenem) Leben auf dem Mars beabsichtigt die NASA, eine Bodenprobe vom Mars zur Erde zu transportieren. Die "Mars Sample Return Mission" soll Ende der 2020er-Jahre starten und die Proben einsammeln, die derzeit der Mars Rover "Persevernace" nimmt.

  • Auf der Suche nach Leben wird die NASA zudem in den 2030er-Jahren eine Raumsonde zum Jupitermond Europa schicken. "Europa Clipper" soll aus der Umlaufbahn schauen, ob es im flüssigen Ozean unter seinem Kilometer dicken Eispanzer Leben möglich ist. Später soll einmal ein Roboter auf Europa landen und ein Loch in das Eis bohren, um direkt nachzusehen.

Erfoschung des Weltraums: Ohne verrückte Ideen geht es nicht

Das (virtuelle) Phobos Exploration Vehicle der NASA

Bevor die NASA tatsächlich ein Raumfahrzeug ins All schickt, entwickeln ihre Ingenieure unzählige Ideen, wie sich ein Himmelskörper am besten erforschen ließe. Hier das Konzept eines "hüpfenden" Forschungsmobils. Mit dem "Phobos Exploration Vehicle" könnte die NASA eines Tages Phobos, den größten Mond des Mars, erkunden.

Selfies vom Mars

Bitte einmal für die Erde lächeln: Der NASA-Rover "Curiosity" kann sich selbst fotografieren. Dafür nutzt er eine Spezialkamera, die am Ende seines Roboterarms sitzt.

Mars-Rover Curiosity


"Curiosity" rollt seit 2012 über den Mars. Der fast eine Tonne schwere und bis dahin größte fahrbare US-Roboter fand Beweise, dass es in der Urzeit des Mars fließendes Wasser gegeben hat.
© NASA/JPL-Caltech

Der 2011 gestartete Curiosity ist nach Sojourner, Opportunity und Spirit der 4. NASA-Rover auf dem Mars war eine Zeit lang der größte Superstar im Universum der NASA-Roboter. Das etwa 2 Tonnen schwere Gefährt sollte nach Hinweisen suchen, dass auf dem Mars vor Milliarden Jahren einmal Bedingungen wie auf der Erde heute herrschte - und fand sie. Mittlerweile hat er Gesellschaft bekommen: Sein fast baugleicher Zwilling "Persevernace" fährt etwa 3700 Kilometer entfernt durch einen ausgetrockneten Kratersee.

Tiefschlag: der Absturz der Raumfähre "Columbia"

Raumfähre Columbia stürzt ab

Ein Tiefpunkt in der NASA-Geschichte: Die Raumfähre "Columbia" zerbricht 2003 bei der Rückkehr zur Erde in der Atmosphäre und verglüht. Durch eine fehlende Hitzeschutz-Kachel war glutheiße Luft eingedrungen und hatte die Fähre von innen quasi aufgeschmolzen. Alle 7 Astronaut:innen starben.

Das alte und neue Wettrennen zum Mond

Wer würde den Mond als Erster betreten: Ein US-Amerikaner oder Sowjetbürger?  Der Kalte Krieg lief auf Hochtouren in den 50er- und 60er-Jahren. Ingenieure beider Seiten lieferten sich regelrechte Materialschlachten.

Weltraumspaziergang von Ed White im Gemini-Programm


US-Astronaut Ed White spaziert 1965 im All. Die NASA machte zwar große Fortschritte, trotzdem waren sie auch hier nur Zweiter: Alexei Leonow aus der Sowjetunion war schon 3 Monate zuvor aus dem Raumschiff gestiegen. Der Leonow war allerdings nur mit Glück zurück ins Raumschiff gelangt. Sein Anzug hatte sich aufgebläht, sodass er kaum noch durch die Luke passte.
© NASA

Die ersten Teilsiege verbuchten die Sowjets – Sputnik, 1957 der erste Satellit im All, Juri Gagarin, der 1961 erster Mensch im All. Doch mit den Raumfahrt-Programmen Mercuy, Gemini und Apollo holten die Amerikaner auf und hatten am Ende die Nase vorn. Neil Armstrong betrat am 21. Juli 1969 den Mond ("Ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit.").

Seither haben die USA mit der NASA die Führung im Weltraum nicht mehr abgegeben. Eine neue Herausforderung ist China bemanntes Raumfahrtprogramm: Auch das Riesenreich (schon wieder Kommunisten!) will zum Erdtrabanten - mit Robotern ist China schon auf dem Mond gelandet.

Der LRV: coolster Rover der Welt

In Sachen Coolness kann mit dem Lunar Roving Vehicle (LRV) kein Lamborghini mithalten. Die Apollo-Astronauten brachten das 210 Kilogramm schwere Mondmobil bei ihrer 4. Landung (Apollo 15) mit und cruisten damit 30 Kilometer über die Mondoberfläche. Beim vorerst letzten Besuch auf dem Mond 1972 entfernten sie sich damit sogar fast 8 Kilometer von der sicheren Landefähre. Dabei hatten die Astros sogar eine Panne und mussten einen abgerissenen Kotflügel zusammentapen - die erste und bisher einzige extraterrestrische Autoreparatur.

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NASA-Fun-Facts

  • 📖

    Die NASA bat Astronaut Buzz Aldrin, nicht die Bibel auf dem Mond zu zitieren.

  • 🙈

    Bei der Planung zur ersten Mondlandung gab es den Vorschlag, die Flagge der Vereinten Nationen anstelle der US-Flagge zu verwenden. Am Ende stellten die Astronauten die US-Flagge auf - die beim Start des Rückkehr-Rakete prompt wieder umkippte.

  • 🔫

    Lonnie Johnson, der Erfinder der Super Soaker, ist ein ausgebildeter NASA-Ingenieur. Das mit den Wasserpistolen verdiente Geld investierte er in die Erforschung von Sonnenenergie und Batterien.

  • 📑

    Astro-Code: Es gibt eine Liste mit Begriffen aus der Weltraumtechnologie, die Schriftsteller für Science-Fiction-Geschichten verwenden können.

  • 📻

    Die NASA hat einen eigenen Radiosender: "Third Rock Radio". Zwischen Rock-, Indie- und Alternative-Hits gibt es Weltraum-Nachrichten und Berichte zum Status der Missionen.

  • 👩‍🔬

    Hört sich langweilig an: Die NASA ist eine US-Behörde - und eine große: Für die NASA arbeiten über 17.000 Menschen. Ihr Chef wird vom US-Präsidenten ernannt.

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    Wally Funk - eine von 13 Pilotinnen, die in den 60er-Jahren an NASA-Tests teilnahmen, war mit an Board von Jeff Bezos' New Shepard - und mit 82 Jahren nun der älteste Mensch im All.

Noch nicht genug vom Weltall? Hier kannst du live NASA-TV schauen

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FAQs zur NASA

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    Was bedeutet der Name NASA?

    Die National Aeronautics and Space Administration (NASA) ist die US-amerikanische Raumfahrtbehörde.

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    Was tut die NASA?

    Die NASA bündelt und organisiert die zivilen Raumfahrtaktivitäten der USA und führt unbemannte und bemannte Raumfahrtmissionen aus. Für die Behörde arbeiten etwa 17.000 Mitarbeiter. Sie verfügt über ein Budget von umgerechnet über 20 Milliarden Euro.

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    Für was wurde die NASA gegründet?

    Die NASA wurde 1959 gegründet, um die zivile Raumfahrt und Weltraum-Forschung der USA zu organisieren. Ziel der NASA war es, beim technologischen Wettlauf ins All die damalige Sowjetunion zu überholen. Mit der Landung auf dem Mond 1969 entschied die NASA das Rennen für die Vereinigten Staaten.

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    Wie heißt das Raumfahrtprogramm der USA beziehungsweise der NASA?

    Die USA betreiben mithilfe der NASA zahlreiche Raumfahrt-Programme.  Das bekannteste war in der Vergangenheit das Mond-Programm "Apollo". Das derzeit aufwendigste ist der Betrieb der Internationalen Raumstation ISS. Für die Zukunft plant die NASA mit einem "Artemis" genannten Programm erneut auf dem Mond zu landen.

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Raumfahrt
Veröffentlicht: 15.08.2019 / Autor: Alexander Duebbert