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Gesteinsbrocken in der Antarktis

Phänomen in der Eiswüste: Warum liegen so viele Meteoriten in der Antarktis?

Ausgerechnet in der Antarktis liegen massenhaft Meteoriten auf der Eisoberfläche. Doch wie kommen sie dorthin?  Hier erfährst du, was es mit dem kosmischen Naturwunder im ewigen Eis auf sich hat. Im Clip: Der Meteoriten-Jäger Thomas Grau.
Gesteinsbrocken in der Antarktis

Das Wichtigste zum Thema Meteoriten in der Antarktis

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    Auf der Jagd nach Meteoriten machen sich Forscher:innen häufig auf den Weg in die Antarktis. Dort liegen sie einfach auf dem Eis herum.

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    Der Grund: Es fallen zwar nicht mehr Meteoriten auf den Südpol als woanders auf der Erde. Die dunklen Brocken lassen sich vor dem Hintergrund des weißen Eises aber viel besser entdecken.

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    Fallen Meteoriten hingegen in einen Wald, werden sie optisch quasi verschluckt und bleiben nahezu unauffindbar. Das Gleiche gilt verständlicherweise für die Ozeane und Meere.

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    Verwechslungsgefahr: Fallen Festkörper aus dem Weltraum auf die Erde, nennen wir sie Meteoriten. Verglühen sie noch in der Luft, heißen sie Meteore. Wir sehen sie dann nachts als leuchtende Sternschnuppen.

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    Aber warum finden Wissenschaftler:innen die Brocken so spannend? Ganz einfach, sie stammen häufig aus dem Asteroidengürtel und haben sich seit ihrer Entstehung kaum verändert. Sie sind quasi ein Fenster in die Anfänge des Sonnensystems.

Das Forscher-Gold der Eiswüste: Meteoriten in der Antarktis

Meteoriten-Expeditionen in der Arktis

2016 organisierte die NASA eine Meteoriten-Expeditionen in die Arktis. Das Team brachte 516 Meteoriten mit nach Hause.

FAQs für den Meteoriten-Sammler

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    Werden Meteoriten am Südpol nicht zugeschneit?

    Meteoriten werden am Südpol vom Eis zugedeckt. Dann wandern sie im Gletscher verborgen manchmal Tausende Jahre Richtung Norden. Wenn die Gletscher unterwegs auf ein Hindernis treffen, ein Gebirge etwa, steigen die Meteoriten wieder Richtung Oberfläche - und können gefunden werden.

  • ⁉️

    Wie viele Meteoriten werden am Südpol gefunden?

    Bisher wurden über 22.000 Meteoriten am Südpol entdeckt. Wenn du wissen willst wo genau, kannst du bei den offiziellen Karten der NASA selbst nachschauen.

  • ⁉️

    Werden auch in Deutschland Meteoriten gefunden?

    Ja, aber deutlich seltener als am Südpol, da die Oberfläche Deutschlands in der Regel dicht bewachsen ist. Den bislang größten Meteoriten fand 1989 ein Hausbesitzer in Blaubeuren ganz zufällig, als er auf seinem Grundstück ein Loch grub. Jedoch zeigte er den etwa 25 Zentimeter großen Stein-Meteoriten erst 2020 Wissenschaftler:innen des Instituts für Planetenforschung in Berlin - die ihm seine spektakuläre Entdeckung bestätigten.

  • ⁉️

    Wie erkenne ich einen Meteoriten?

    Meteoriten bestehen häufig aus Nickel und Eisen. Daher fühlen sie sich häufig schwerer an als gewöhnliche Steine, außerdem sind sie magnetisch. Da sie sich auf dem Weg durch die Atmosphäre bis zur Weißglut aufheizen, sind sie oft von einer matten, schwarzbraunen Schmelzkruste überzogen. Bruchkanten schimmern hingegen meistens metallisch.

  • ⁉️

    Was mache ich, wenn ich einen Meteoriten finde?

    Wenn du glaubst, einen echten Meteoriten gefunden zu haben, kannst du dich unter meteorit@dlr.de an das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt wenden - oder an das Geologie-Institut der nächstgelegenen Universität.

Finderglück: Meteoriten aus der Wüste

Meteorit 2008TC3 in der Sahara

Aus dem gleichen Grund wie in der Antarktis finden sich Meteoriten auch in Sandwüsten. Die dunklen Bruchstücke aus dem Weltraum heben sich dort gut von ihrer helleren Umgebung ab. So fand der Wissenschaftler Peter Jenniskens 2008 einen SUV-großen Meteoriten in der Sahara.

So freuen sich Wissenschaftler:innen, wenn sie einen Metoriten finden

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Meteoriten vom Dach

Kurioserweise sind Dachpfannen ebenfalls ein vielsprechender Ort, um Meteoriten zu finden - allerdings nur winzig kleine. Denn die Erde wird ununterbrochen von Mikrometeoriten bombardiert. Der Regen spült sie dann gerne vom Dach in die Dachpfannen.

Wer sich Mühe macht, den Dreck zu sieben und im Mikroskop zu untersuchen, stößt daher leicht auf Relikte des kosmischen Beschusses.

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Mars-Meteorit

Meteorit auf dem Mars

Was für die Erde gilt, funktioniert natürlich auch für die Wüstenei auf dem Mars. 2014 fand der Marsrover Curiosity den 2 Meter großen Eisen-Meteoriten "Lebanon".

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Veröffentlicht: 16.02.2022 / Autor: Peter Schneider